Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Uetze Anbau an Kirche kostet fast 700.000 Euro
Aus der Region Region Hannover Uetze Anbau an Kirche kostet fast 700.000 Euro
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:06 28.11.2018
Pastor Ulrich von Stuckrad-Barre erläutert während der Gemeindeversammlung die Planungsvariante B. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Obershagen

Die Pläne für den Umbau der Obershagener St.-Nicolai-Kirche in ein Dorfzentrum gewinnen an Kontur. Der Kirchenvorstand der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Hänigsen-Obershagen hat sich am Dienstagabend für einen Entwurf entschieden, der einen Anbau an die Nordseite des Kirchenschiffes direkt hinter dem Turm vorsieht. Zuvor hatte Pastor Ulrich von Stuckrad-Barre während einer Gemeindeversammlung drei mögliche Varianten vorgestellt, deren Umsetzung jeweils fast 700.000 Euro kosten würde.

Ein Anbau an die Nordseite der St.-Nicolai-Kirche soll die Nutzung als Dorfzentrum ermöglichen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Bei der Variante A ist ein Anbau mit Sanitäranlagen auf der Nordseite in Höhe des Turmes geplant. Wie bei der ersten Variante soll auch beim Entwurf B unten im Turm eine Teeküche installiert werden und ein Notausgang dort entstehen, wo zurzeit noch der Altar steht. Beim Vorschlag B haben die Planer den Anbau um einige Meter verschoben. Er beginnt erst am Kirchenschiff. Damit Besucher vom Anbau in das Kirchenschiff gelangen können, muss eine Tür in Höhe des ersten Fensters hinter dem Turm eingebaut werden. Die Außentür im Turm bleibt erhalten, sodass man auch von dort aus das Kirchenschiff betreten kann.

„Die Variante C ist ganz anders“, sagte von Stuckrad-Barre. Bei diesem Plan schließt sich ein Sanitärtrakt an die Rückseite der Kirche im Osten an. „Von der Straße aus ändert sich die Ansicht der Kirche nicht“, stellte Versammlungsleiter Rainer Lindenberg fest. Dieser Vorschlag fand bei den fast 100 Versammlungsbesuchern den geringsten Zuspruch. Die meisten favorisierten eine Kombination der Lösungen A und B. Dabei sollte man vom Anbau auf der Nordseite sowohl durch den Turm als auch durch eine Tür in Höhe des ersten Fensters ins Kirchenschiff gehen können.

Rund 100 Gemeindemitglieder sind der Einladung zur Gemeindeversammlung in der St.-Nicolai-Kirche gefolgt. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Nach Auskunft des stellvertretenden Kirchenvorstandsvorsitzenden Matthias Oppermann hat sich der Kirchenvorstand für den Vorschlag B entschieden. „Unter der Prämisse, dass der Turm optimal genutzt werden kann“, ergänzt er. Dort sollen sich auch kleine Gruppen treffen können. Der Kirchenvorstand habe für Variante B votiert, weil dabei der Kirchturm frei stehen bleibt und nicht alle Besucher durch die Teeküche gehen müssen, berichtet Oppermann.

Eine Herausforderung wird die Finanzierung der Baukosten sein. Weil künftig das Gotteshaus nicht nur für kirchliche Zwecke genutzt werden soll, will die Kirchengemeinde nach den Worten von Kirchenkreis-Fundraiserin Anke Kappler einen Zuschuss aus dem Leader-Förderprogramm der Europäischen Union beantragen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

Schwere Verletzungen hat am Mittwochmorgen eine Autofahrerin erlitten: Sie prallte auf der Bundesstraße 188 gegen ein Pferd, das von der Weide gelaufen war. Es starb nach der Kollision.

28.11.2018

Mit einer dreiteiligen Lesereise wollen Kunstspirale und Dorftreff in Hänigsen auf Weihnachten einstimmen. Als Vorleser konnten Hiltrud Schwetje, Richard Birkefeld und Fiete Schultz gewonnen werden.

27.11.2018

Zu einem Wohnhausbrand an der Jägerstraße in Uetze ist die Feuerwehr am Montagabend gerufen worden. Als die Einsatzkräfte dort eintrafen, konnten sie erleichtert aufatmen: Es war nur eine Übung.

27.11.2018