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Uetze Wathlinger Rat: „Verkehrsführung ist unzumutbar“
Aus der Region Region Hannover Uetze Wathlinger Rat: „Verkehrsführung ist unzumutbar“
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02:34 02.03.2018
Hänigsen muss mit mehr Lastwagenverkehr rechnen, falls K+S die Pläne zur Abdeckung der Wathlinger Kalihalde genehmigt bekommt. Quelle: Schiller
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Wathlingen/Hänigsen

 Gegenwind gegen die Pläne des Konzerns K+S,  den Wathlinger Kaliberg mit Bauschutt und Bodenaushub abzudecken, kommt jetzt auch aus dem Rat der Gemeinde Wathlingen. Er hat eine Liste mit 15 Forderungen aufgestellt. Diese sind Grundlage für die 30-seitige Stellungnahme Wathlingens, die eine Rechtsanwältin ausarbeiten und beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) einreichen soll.

Der Wathlinger Rat kritisiert die geplante Verkehrslenkung der Materialtransporte zur Kalihalde, die zusätzliche Lastwagenfahrten durch Hänigsen, Wathlingen und Nienhagen zur Folge hätte. „Angesichts zur Verfügung stehender  Alternativen halten wir die Verkehrsführung durch unsere Ortschaften für unzumutbar“, heißt es in dem Ratsbeschluss.  Eine Anbindung des Rhöndamms an die Landesstraße 311 zwischen Hänigsen und Wathlingen verspreche eine weitgehende Entlastung der Orte.

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Das LBEG soll auch prüfen, ob man die frühere Grubenanschlussbahn für die Anlieferung nutzen kann. „Soweit das anzuliefernde Material nicht bereits am Herkunftsort für die Bahn verladen werden kann, sondern erst vor Ort auf die Bahn umzuschlagen ist, fordern wir einen Umschlagplatz in unmittelbarer Nähe der Kreuzung des Schienenstrangs und der Bundesstraße 3“,  heißt es im Beschluss des Wathlinger Rates.

Die frühere Grubenanschlussbahn führt zum Kaliberg. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Ein wichtiger Aspekt für die Gemeindevertretung ist, ob der Kaliberg, der zu 94 Prozent aus Steinsalz besteht, Kontakt mit dem Grundwasser hat und dieses versalzt. Das müsse das LBEG unbedingt klären. Es müsse auch prüfen, ob K+S auch belasteten Boden der Schadstoffklasse Z2 einbauen darf. 

Kein Verständnis hat der Rat dafür, dass K+S bereits jetzt eine Genehmigung dafür haben will, nach Abschluss der Abdeckung Haldenwasser in die Fuhse einleiten zu dürfen. Bis dahin könnten sich die zulässigen Grenzwerte ändern. „Wathlingen lehnt grundsätzlich eine Einleitung von Salzwasser in die Fuhse ab“, ist sich der Rat einig. Außerdem ist er dagegen, dass K+S salziges Haldenwasser anderer Bergwerke in die stillgelegte Hänigser und Wathlinger Schachtanlage Niedersachsen-Riedel pumpen will.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller