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Uetze Denkfabrik wird im August gegründet
Aus der Region Region Hannover Uetze Denkfabrik wird im August gegründet
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00:16 28.05.2017
Von Anette Wulf-Dettmer
Im Uetzer Rathaus wird die Denkfabrik Uetze 2030 im August zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammenkommen.
Im Uetzer Rathaus wird die Denkfabrik Uetze 2030 im August zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammenkommen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Uetze

Die Entscheidung hat der Rat am Dienstagabend einstimmig gefällt. In der Denkfabrik sollen Ideen entwickelt werden, die Uetze vor allem in finanzieller Hinsicht zukunftssicher machen sollen. Externe Berater sollen die Arbeit des neuen Gremiums begleiten und vor allem auch Impulse geben.

Die Idee für die Denkfabrik mit dem Titel „Uetze 2030“ stammt von der Ratsfraktion Balu, dem Bündnis für ein bürgernahes, attraktives und lebenswertes Uetze. Deren Vorsitzender Oliver Wempe begründete den Antrag seiner Fraktion damit, dass es der Gemeinde weder derzeit noch künftig gelinge werde, den Haushalt allein mit Einsparungen zu sanieren. „Das funktioniert unseres Erachtens nur, wenn wir über strukturelle Veränderungen ergebnisoffen diskutieren“, sagte Wempe. Diese Arbeit soll in der Denkfabrik geleistet werden, wobei Wempe sich von externen Fachleuten vor allem einen unverstellten Blick auf die Gemeinde sowie Ideen für eine positive Entwicklung erhofft.

Der SPD sei es wichtig, die Bürger stark einzubinden, sagte SPD-Ratsfrau Thordies Hanisch in der Ratssitzung. „Wir wünschen eine öffentliche Auftaktveranstaltung und eine Online-Befragung. Denn die Bürger kennen die Potenziale der Gemeinde am besten.“

Bürgermeister Werner Backeberg nannte dem Rat vier Punkte, die aus seiner Sicht für eine erfolgreiche Arbeit der Denkfabrik unerlässlich sind: Dazu gehörte eine klare Zuständigkeit in der Verwaltung über die gesamte Dauer des Projekts. Weil die Arbeit für Uetze von erheblicher strategischer Bedeutung sein könne, schlage die Verwaltung dafür die Erste Gemeinderätin Ursula Tesch vor.

„Wir brauchen ausreichende Ressourcen“, sagte Backeberg. Deshalb sei nach der konstituierenden Sitzung im August ein Budget aufzustellen. Eine externe Beratung sei erforderlich, weil die Verwaltung dies intern nicht leisten könne. Und schließlich: „Bei aller Offenheit der Ergebnisse halte ich es für unabdingbar, dass wir eine inhaltliche Verknüpfung mit den Finanzen der Gemeinde hinbekommen. Ohne dem geht es nicht.“ Genau dies sei der Sinn der Denkfabrik, kommentierte Wempe kurz und knapp.

Die Ratsfraktionen werden in der Denkfabrik wie folgt vertreten sein: Oliver Wempe (Balu), Georg Beu (Grüne), Ulf-Hendrik Schrader (FDP), Dirk Rentz und Werner Hübner (beide CDU), Jürgen Buchholz und Rudolf Schubert (SPD).

Anette Wulf-Dettmer 28.05.2017
Antje Bismark 24.05.2017