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Uetze Biobauer will Bullen auf Heidhof halten
Aus der Region Region Hannover Uetze Biobauer will Bullen auf Heidhof halten
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17:39 29.11.2018
Heidhof-Bewohner Stefan Kröger und Stolzes Mitarbeiter Laszlo Timar streichen in dem Stall, in dem in Kürze junge Bullen untergebracht werden, ein Gitter. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Schwüblingsen/Hänigsen

Der Schwüblingser Bauer Hendrik Stolze vergrößert seinen Bioland-Betrieb. Er hat die Ställe und 20 Hektar Weide des Heidhofs seit dem 1. November von der Warendorffschen Forstverwaltung gepachtet. Das Gelände am Rande des Beerbusches bietet nach seiner Ansicht ideale Bedingungen, um dort junge Bullen zu halten. Die Wohngruppe der FIPS (Förderung und Integration psychisch kranker Menschen) gGmbH bleibt auf dem Heidhof bestehen.

Derzeit richtet Stolze den Stall her, in dem er 40 junge Bullen unterbringen will. „Die lagern wir von zu Hause hierher aus“, sagt Stolze. Für deren Haltung biete der Heidhof gute Voraussetzungen, weil keine Kuh in der Nähe sei und das Grünland an den Stall grenze. „Sie sollen im Sommer Weidegang bekommen“, kündigt der Landwirt an. Wenn man das Wohlbefinden der Tiere verbessere, könnten sie sich besser entwickeln.

Die Umbauarbeiten im Stall sollen in wenigen Tagen abgeschlossen sein. „Wir haben zunächst alles entkernt“, berichtet der Schwüblingser. Weil der Fußboden fünf verschiedene Höhen gehabt habe, habe er einen neuen Boden betoniert. Außerdem habe er neue Gitter gesetzt.

Im Hühnerstall will er Legehennen halten. „Nach Bioland-Richtlinien“, sagt Stolze. Für ein neues Vordach des Hühnerstalls hat er einen Bauantrag gestellt. Auf dem Heidhof hat er bereits drei seiner Haflinger untergestellt. Stolze hat sich verpflichtet, auch die sieben auf dem Heidhof verbliebenen Pferde der Warendorffschen Forstverwaltung zu pflegen.

„Da sollen unsere Klienten mit helfen“, sagt FIPS-Geschäftsführer Hans-Jörg Fritzsche. Bisher haben sich die zehn Mitglieder der Wohngruppe, die von fünf Vollzeitkräften und mehreren geringfügig Beschäftigten der FIPS gGmbH betreut werden, im Rahmen ihrer therapeutischen Tätigkeiten auch um die Versuchstiere der Tierärztlichen Hochschule gekümmert, die bis Ende Oktober in den Ställen und auf den Weiden des Heidhofs waren. Außerdem haben sie in der Vergangenheit auch beim Brennholzmachen geholfen. Laut Fritzsche findet der Brennholz- und Weihnachtsbaumverkauf auf dem Heidhof nicht mehr statt.

„Für unsere Klienten wird weiter eine landwirtschaftliche Tätigkeit möglich sein“, sagt Fritzsche. Das müsse noch genau mit Stolze abgesprochen werden. „Ich denke, das wird eine gute Zusammenarbeit“, sagt der Fips-Geschäftsführer. Bei den Umbauarbeiten haben bereits einige Heidhof-Bewohner mit angepackt. Stolze: „Sie warten förmlich darauf, dass hier wieder Tiere herkommen.“

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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