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Uetze Unfall auf Röhndamm: Tankzug durfte fahren
Aus der Region Region Hannover Uetze Unfall auf Röhndamm: Tankzug durfte fahren
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00:16 06.05.2017
Von Anette Wulf-Dettmer
Der Tanklastzug mit dem Kondensat-Wasser-Gemisch an Bord war am Maifeiertag auf dem Röhndamm von der Fahrbahn gerutscht und drohte auf das benachbarte Feld zu stürzen. Quelle: Bismark
Obershagen

Das Fahrzeug war auf dem Weg zum Betriebsgelände von ExxonMobil auf Nienhagener Terrain. Geladen hatte der 40-Tonner ein Kondensat-Wasser-Gemisch, das wegen seines Benzolgehalts als Gefahrgut gilt. Deshalb wurde der ABC-Zug der Feuerwehr alarmiert. Acht Stunden dauerte es, bis der Tanklastzug wieder sicher auf dem Röhndamm stand. Von dem Kondensat-Wasser-Gemisch lief zum Glück nichts aus. Die Ladung konnte in ein zweites Fahrzeug umgepumpt werden.

Das Gemisch werde bei der Erdgasgewinnung mit an die Oberfläche gefördert und falle damit ohne Rücksicht auf Sonn- und Feiertage an, erklärt Klaus Torp, Pressesprecher des Konzerns. Das ist auch der Grund, weshalb der Tanklastzug am 1.  Mai unterwegs war. „Wir haben die entsprechende Genehmigung dafür.“ Etwa alle zwei Tage steuern laut Torp Tanklastzüge den Betriebsplatz an.

Zwar gebe es auf den Förderfeldern Zwischentanks für das Gemisch, aber diese hätten nur eine begrenzte Kapazität, erklärt Torp. Auf dem Betriebsgelände in der Nienhagener Gemarkung wird das Gemisch getrennt – in Kondensat und Wasser. „Während das Wasser zur Unterstützung der lokalen Erdölförderung verwendet wird, wird das Kondensat dem verkaufsfähigen Erdöl aus der lokalen Produktion beigemischt“, erläutert Torp.

Den Röhndamm, der als Transportstrecke für das Material zur Rekultivierung des Wathlinger Kalibergs von den Kommunen Burgdorf und Uetze favorisiert wird, hat die Region Hannover vor zwei Jahren für 500 000 Euro saniert. Im Zuge der Bauarbeiten wurde laut Regionssprecher Klaus Abelmann die Verschleißschicht verstärkt.

Der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat das Überschwemmungsgebiet der Burgdorfer Aue bei einem Jahrhunderthochwasser neu berechnet – und vorläufig gesichert. Die Folge: Obershagen kann sich kaum noch entwickeln, denn im Überschwemmungsgebiet gilt Bauverbot.

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