Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Uetze Arbeiterwohlfahrt will Kita in Uetze bauen
Aus der Region Region Hannover Uetze Arbeiterwohlfahrt will Kita in Uetze bauen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:25 22.11.2018
Im Versorgungsbereich Uetze/Eltze/Dedenhausen reichen die vorhandenen Plätze in den Kindertagesstätten nicht aus. Quelle: Archiv
Anzeige
Uetze

Die vorhandenen Kindergarten- und Krippenplätze im Versorgungsbereich Uetze/Eltze/Dedenhausen reichen nicht aus, um die Nachfrage nach einer Kinderbetreuung zu decken. Abhilfe könnte ein Neubau schaffen. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat bereits Interesse bekundet, im geplanten Neubaugebiet Schapers Kamp Ost ein Grundstück zu kaufen und darauf eine Kindertagesstätte mit zwei Krippen- und zwei Kindergartengruppen zu bauen. Erst im April hatte sie eine neue Kita in Hänigsen eröffnet.

Die Gemeindeverwaltung tendiert zu einem Neubau der AWO, stellt aber auch eine Kita der Kommune und eine Marktabfrage, an der sich freie Träger beteiligen können, den Ratsmitgliedern zur Diskussion. Ein Neubau in Eigenregie der Gemeinde hätte den Nachteil, dass die Planung erst in etwa drei Jahren beginnen könne, gibt Tamara Möller, Teamleiterin für Kindertagesstätten, zu bedenken. Vorher müsse die Gemeinde den Umbau des Dollberger Schulgebäudes unter dem Motto „Alle Kinder unter einem Dach“ und der Neubau des Feuerwehrhauses in Uetze abschließen. Hingegen könne die AWO kurzfristig in die Planung einsteigen, betont Möller.

Anzeige

Auch bei einer Marktabfrage würde die neue Kita wegen des Verfahrens für die Vergabe später als ein AWO-Neubau in Betrieb gehen. „Die Marktabfrage könnte gegebenenfalls die Trägervielfalt erhöhen. Allerdings müsste hier auf die Einhaltung der Qualitätsmerkmale besonders geachtet werden, damit dieser Wettbewerb nicht zulasten der Qualität geht“, schreibt Möller in einer Ratsdrucksache. Sie geht davon aus, dass sich die Kosten bei den drei Varianten ähneln werden. „Gegebenenfalls kann durch eine Marktabfrage ein günstiger Preis erzielt werden, der allerdings in Relation zu dem aufwendigen Verfahren und der Qualität gesehen werden muss“, fügt sie hinzu.

In Uetze, Eltze und Dedenhausen liegt die Versorgungsquote im Kindertagesstättenjahr 2019/2020 im Kindergartenbereich bei 93,86 Prozent und bei der Krippenbetreuung bei 45,85 Prozent. Eine sinkende Nachfrage nach Betreuungsplätzen ist laut Möller nicht zu erwarten, weil die Geburtenzahlen in diesen drei Orten stabil sind oder steigen. Die Teamleiterin rechnet damit, dass die Nachfrage nach Krippenplätzen auf 70 Prozent steigen wird. „Viele Eltern wollen im Jahr nach der Geburt wieder in den Beruf einsteigen und dann auch wieder voll arbeiten, sodass vor allem Ganztagskrippenplätze benötigt werden“, erläutert Möller.

Außerdem werde die Ausweisung von Neubaugebieten eine größere Nachfrage nach Betreuungsplätze nach sich ziehen. Das Verfahren für den Bebauungsplan Schapers Kamp Ost steht kurz vor dem Abschluss. Die SPD hat beantragt, auch in der Eigensheide Bauland auszuweisen.

Verwaltung plant neue Nachmittagsgruppe

Um kurzfristig die Nachfrage nach Kindergartenplätzen im Versorgungsbereich Uetze/Eltze/Dedenhausen abdecken zu können, schlägt die Verwaltung vor, in der Uetzer Kindertagesstätte Buddelkiste für eine Übergangszeit zusätzlich eine Nachmittagsgruppe einzurichten. Über diesen Vorschlag und den Bau einer neuen Kita in Uetze berät der Ratsausschuss für Jugend, Familie und Soziales am Dienstag, 27. November, ab 18 Uhr in der Mensa des Schulzentrums, Marktstraße 6. In der Sitzung setzt sich der Ausschuss auch mit dem Doppelhaushalt 2019/2020 auseinander. Weitere Tagesordnungspunkte sind die Kindertagesstättenbedarfsplanung, der Mietspiegel für die Gemeinde Uetze, die Feriencard 2019 und die Ferienfreizeiten im nächsten Sommer.fs

Von Friedrich-Wilhelm Schiller