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Uetze Anhaltende Trockenheit bereitet Landwirten große Sorge
Aus der Region Region Hannover Uetze Anhaltende Trockenheit bereitet Landwirten große Sorge
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00:15 27.04.2019
Die Frühkartoffeln müssen beregnet werden. Wegen des bisherigen warmen Wetters sind sie in ihrer Entwicklung weiter als sonst zu dieser Jahreszeit. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

„Die anhaltende Trockenheit ist besorgniserregend“, sagt der Schwüblingser Landwirt Carsten Fricke. Er wünscht sich sehnlichst einen „flächendeckenden Landregen“ herbei. Sollte die Trockenheit den Sommer über anhalten, müssten er und seine Berufskollegen trotz eines erheblichen Aufwands für die Feldberegnung mit Ertragseinbußen rechnen.

Wie Fricke hatte auch Heinrich Wrede, Vorsitzender des Beregnungsverbands Uetze III, gehofft, dass nach der Dürre im vorigen Jahr ausreichende Mengen an Regen und Schnee im Winter fallen. Doch daraus wurde nichts. „Wir hatten einen viel zu milden und trockenen Februar“, sagt Wrede. Im März habe es 70 Millimeter Niederschlag gegeben. „Das ist für März ein durchschnittlicher Wert“, stellt der Uetzer fest. „Der April war aber durchgängig zu trocken“, klagt Wrede. Zudem habe der böige Ostwind in den vergangenen Tagen dem Boden Feuchtigkeit entzogen, sagt Fricke.

Sogar das Gras auf den Wiesen wachse derzeit nicht, berichtet Helmut Habermann. Vorsitzender des Landvolk-Gemeindeverbands. Normalerweise müsste um diese Zeit der Boden in einem halben Meter Tiefe feucht sein. Dass er in dem Bereich trocken sei, sei eine Folge des vergangenen Jahres und dieses Winters, sagt Habermann.

Bleibt es so trocken, wird es schlimmer als in 2018

Wegen der Trockenheit haben Landwirte bereits vor einigen Tagen Frühkartoffeln beregnet. „Auch das Wintergetreide braucht dringend Wasser“, sagt Wrede. Wenn nicht in den nächsten Tagen Regen falle, müsse auch in Kürze das früh gesäte Sommergetreide bewässert werden, kündigt er an. Möhren und Zwiebeln benötigten Regen, um gut aufzulaufen, fügt Fricke hinzu.

Für Habermann ist es allerdings noch zu früh, um in Panik zu verfallen. „Abgerechnet wird erst am Schluss“, sagt der Hänigser. Das Wetter könne sich im Laufe des Jahres noch ändern. Aber: „Wenn es trocken bleibt, wird es schlimmer als im vorigen Jahr.“

Das bisherige warme Wetter hat aber auch gute Seiten für die Landwirtschaft. Für die Feldbestellung seien die Bedingungen ideal gewesen, berichtet Fricke. Weil die Böden abgetrocknet gewesen seien, hätten die hiesigen Landwirte bereits im Februar Kartoffeln pflanzen können, erinnert sich der Schwüblingser. „Die Frühkartoffeln sind in ihrer Entwicklung 14 Tage weiter als normal“, sagt Wrede.

Lesen Sie auch: So wird das Wetter in der Region in den nächsten Tagen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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