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Uetze Borkenkäfer: Fichten auf dem Friedhof sind tot
Aus der Region Region Hannover Uetze Borkenkäfer: Fichten auf dem Friedhof sind tot
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00:19 20.05.2019
Auf dem Uetzer Friedhof stehen ungezählte tote Fichten - der Borkenkäfer hat die Bäume so stark geschädigt, dass sie abgestorben sind. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

 Hunderte tote Fichten stehen auf dem Friedhof der Kirchengemeinde Uetze. Ursache ist der Borkenkäfer, der sich im vergangenen trockenen Sommer explosionsartig vermehrt und die Leitungsbahnen für Wasser und Nährstoffe zerstört hat. Besucher fürchten nun um ihre Sicherheit, sollte ein Sturm über das Areal fegen und die toten Nadelgehölze abknicken. Diese Sorge teilt Pastorin Heidrun Kück indes nicht: „Für Passanten besteht keine Gefahr.“

Seit Längerem registriere er, dass sich niemand um die abgestorbenen Bäume kümmere, sagt ein Friedhofsbesucher, der sich für ein schnelles Abholzen ausspricht. Er habe beobachten können, wie der Borkenkäfer die Bäume nacheinander befallen und damit zerstört habe. Die Fichten seien zum Teil bis zu 25 Meter hoch, sie stünden dicht beieinander – ideal für eine weiterhin rasante Ausbreitung der Borkenkäfer. „Wenn die befallenen Bäume nicht gefällt werden, besteht aus meiner Sicht die Gefahr, dass sie als Brutstätte für eine neue Generation dienen“, sagt der Uetzer. Denn in den abgestorbenen Bäumen sind bereits die Eier abgelegt worden.

Drei Käfergenerationen schaden den Fichten

In trockenen und heißen Sommern wie 2018 vermehren sich Borkenkäfer besonders gut, weil die Abwehrmechanismen der Bäume geschwächt sind. Bei Trockenheit bilden die Fichten nach Aussage von Revierförster Benjamin Evers nur wenig Harz und damit haben die Schädlinge leichtes Spiel. So gab es 2018 nicht eine, sondern bis zu drei Käfergenerationen. Bei Temperaturen ab 17 Grad fingen die Tiere wieder an zu fliegen, erklärt Evers, zuständig unter anderem für das Burgdorfer Holz. Dort hatten Forstarbeiter die betroffenen Bäume im Frühjahr gefällt.

Auch die Kirchengemeinde sehe die Gefahr, sagt Kück und fügt hinzu, sie habe deshalb bei der Gemeindeverwaltung Uetze eine Sondergenehmigung für die Arbeiten beantragt: „Normalerweise dürfen Bäume um diese Jahreszeit nicht entfernt werden, aber wir hoffen auf eine Ausnahme wegen der Brisanz.“ Sobald die Gemeinde dem Fällen zustimme, könnten die Arbeiten auf dem Friedhof beginnen. Unklar sei bislang, wie viel Geld die Kirchengemeinde dafür ausgeben müsse. „Klar ist aber, dass wir vorerst auf den Kosten sitzen bleiben“, sagt die Pastorin.

Ihren Angaben zufolge will der Friedhofsausschuss der Kirchengemeinde in den nächsten Wochen entscheiden, wie die nach dem Fällen frei gewordenen Flächen aussehen sollen. In jedem Fall strebe die Kirchengemeinde neue Pflanzungen an, mit welchen Blumen, Sträuchern oder Bäumen sei aber noch offen. „Möglicherweise können wir Fördergeld beantragen, wenn wir die Areale ökologisch und im Sinne der Biodiversität gestalten“, sagt Kück hoffnungsvoll – allerdings steht aus ihrer Sicht davor eine grundsätzliche Entscheidung, die der Kirchenvorstand treffen muss. „Viele Menschen wollen beispielsweise gute Lebensräume für Bienen schaffen und bemängeln zugleich, wenn Rasenflächen einmal nicht ganz kurz gemäht sind“, sagt sie und betont, beides gehe nicht.

Von Antje Bismark

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