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Uetze Bringt der Weihnachtsmarkt Adventsstimmung?
Aus der Region Region Hannover Uetze Bringt der Weihnachtsmarkt Adventsstimmung?
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13:36 25.11.2018
Sabine Werner versieht ihre Woll- und Papierarbeiten mit Preisschildern. Quelle: Sandra Köhler
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Obershagen

 Bereits sehr zeitig, nämlich immer vor Totensonntag, lädt der Schützenverein Obershagen die Besucher zu seinem Weihnachtsmarkt ins Schützenheim ein. Was bei den zahlreichen Besuchern für kuschelige Adventsstimmung sorgt, bedeutet für die Veranstalter in erster Linie viel Organisation und Stress.

Seit acht Jahren organisiert Christina Langemeyer den Markt, bei dem am Sonnabend erstmals auch ein Kinderkarussell zum Mitfahren einlud. „Bekomme ich den Platz vom letzten Jahr?“ „Ich bräuchte eine Stellwand“, „Weiß du, wo die Etiketten sind?“: Eigentlich bräuchte die Frau des Obershagener Schützenchefs zehn Hände und mindestens ebenso viele Ohren. Denn bereits ab dem frühen Vormittag geht es rund im und ums Schützenheim. Die Aussteller müssen betreut, der Verkauf von Kaffee und Kuchen, Kakao, Glühwein sowie das beliebte Knobeln geplant und werden. Der Erlös kommt schließlich dem Schützenheim zugute.

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Karin Willenberge häkelt gerne und bietet ihre Figuren auf dem Obershagener Weihnachtsmarkt an. Quelle: Sandra Köhler

„Es ist viel Arbeit“, sagt Langemeyer. Und die beginne bereits im Sommer. „Die ersten Anmeldungen kommen schon im Juni.“ Wichtig sei ihr, dass die Mischung des Angebotenen passe. So finden Besucher neben wunderschönen Adventsgestecken auch Wollarbeiten, Schmuck, Schwibbögen, Papierkunst und anderes Apartes. Rund die Hälfte der Aussteller –13 sind es im Schützenheim, fünf bauen ihren Stand draußen auf – war schon mehrmals da. Wie Karin Willenberge. Die liebt es zu häkeln und hatte ihre phantasievollen Figuren schon im Vorjahr in Obershagen angeboten. Wegen des guten Besuches und der zivilen Standpreise war die Hobbyhandarbeiterin erneut angereist. „Mal schauen, wie es wird“, sagte sie und hatte es sich mit ihrer Tochter bereits hinter dem Stand gemütlich gemacht. So richtig weihnachtlich sei ihr aber noch nicht zumute. „Der Sommer war ja sehr lang. Aber vielleicht kommt das noch.“

Währenddessen bestückte Sabine Werner ihren Stand noch mit Preisschildern. Für sie war es die Obershagener Premiere. Ihre Papierarbeiten –Spannmappen und ähnliches – fertigt sie aber bereits seit Jahren an. „Die verschenke ich auch als Dankeschön an Menschen, die mich über das Jahr begleitet haben.“ Und weil schönes Papier im Ausland günstiger sei als in Deutschland, darf ihr Mann auch schon mal eine Rolle davon mit in den Flieger bringen. Die Wollarbeiten ergänzen ihr Angebot. Auch für sie sind weihnachtliche Gefühle noch weit weg. „Das war anders, als die Eltern noch lebten und wir dann immer alle zusammen waren.“

Von Sandra Köhler

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