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Uetze Die Teerkerle renovieren ihr Hänser Teermuseum
Aus der Region Region Hannover Uetze Die Teerkerle renovieren ihr Hänser Teermuseum
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06:14 07.06.2019
Thomas Degro (links) und Klaus-Wilhelm Brandes rollen den Teppich aus, den sie im Ausstellungsgebäude des Hänser Teermuseums verlegen wollen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Hänigsen

Etliche Exponate aus dem Hänser Teermuseum sind noch bis Pfingstmontag im Burgdorfer Stadtmuseum zu sehen. Dann endet dort die Ausstellung „Glück auf, der Steiger kommt – Bergleute und Ölarbeiter aus Burgdorf, Hänigsen und Umgebung“. „Nach Pfingsten holen wir unsere Ausstellungsstücke wieder ab“, sagt Klaus-Wilhelm Brandes, einer der ehrenamtlichen Mitarbeiter des Teermuseums, die sich Teerkerle nennen.

Ausstellungsgebäude auf dem Kuhlenberg wird renoviert

Die vorübergehende Auslagerung von Bohrturmmodellen und anderen Exponaten ins Burgdorfer Stadtmuseum nutzen die Teerkerle für die Renovierung ihres eigenen kleinen Ausstellungsgebäudes auf dem Kuhlenberg. „Wir haben die Wände neu gestrichen“, sagt Teerkerl Thomas Degro. In dieser Woche haben er und andere Helfer im Aufenthaltsraum einen neuen Teppichboden verlegt.

Diesen Raum wollen die Teerkerle künftig mehr als bisher als Ausstellungsraum nutzen. Über der Eingangstür haben sie bereits Fotos von der Freilegung einer Teerkuhle auf dem Kuhlenberg im Jahr 1986 und von den frühen Ölbohrungen auf dem Kuhlenberg aufgehängt. „Die älteste Aufnahme ist von 1898“, weiß Degro. Die freigelegte Teerkuhle ist die Keimzelle des Hänigser Museums. In ihr führen Museumsmitarbeiter Besuchern vor, wie früher Hänigser Einwohner Öl abgeschöpft haben, das in den Gruben auf dem Kuhlenberg an die Erdoberfläche trat.

Manfred Kindel führt an der freigelegten Teerkuhle vor, wie früher die Teerkerle das Öl abgeschöpft haben. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller( Archiv(

Geophysik-Ecke: Exponate sollen neu sortiert werden

Die Exponate im großen Ausstellungsraum wollen die Teerkerle thematisch neu ordnen. „Da wollen wir eine Mobil-Vacuum- und zusätzlich eine Geophysik-Ecke einrichten“, sagt Degro. Die Firma Mobil Vacuum, die 2002 im Konzern Exxon Mobil aufgegangen ist, hat bis 1997 auf dem Feld Hänigsen-Süd Erdöl gefördert. „Am Ende der Förderung steigt immer der Wasseranteil“, sagt Degro. 1997 habe der Ölanteil an dem südlich von Hänigsen geförderten Öl-Wasser-Gemisch nur noch etwa ein Prozent betragen. Daher sei die Förderung nicht mehr wirtschaftlich gewesen.

In der Geophysik-Ecke wollen die Teerkerle unter anderem ein Oszilloskop ausstellen, an den sie ein Geofon anschließen. So könne man auf dem Bildschirm des Oszilloskops Schwingungen sichtbar machen, die Besucher erzeugen, wenn sie zum Beispiel mit einem Fuß auf dem Boden auftreten, erläutert Museumsmitarbeiter Jürgen Meister.

Besuchergruppen können Termine vereinbaren

Nach Terminabsprache zeigen die Teerkerle Besuchergruppen ihr Museum. Interessierte können Termine für Führungen mit Manfred Kindel, Telefon (05147) 8181, E-Mail waltraud.kindel@web.de, Thomas Degro, Telefon (05136) 9723700, E-Mail thomas.degro@t-online.de, oder Rudolf Baumeister, Telefon (05136) 4314, E-Mail rudolfbaumeister@web.de, vereinbaren.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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