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Uetze Ein Stück der Berliner Mauer als Freundschaftspfand
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17:19 22.10.2019
Peter Brandes zeigt im Schulungsraum der Hänigser Feuerwehr das Mauerstück, das die Falkenseer Musikanten 1990 dem Feuerwehrmusikzug Burgdorf-Hänigsen geschenkt haben, und die Noten des Marsches "Gruß an Falkensee". Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Hänigsen

Die Öffnung der innerdeutschen Grenze jährt sich am 9. November zum 30. Mal. Ein Stück der Berliner Mauer erinnert im Feuerwehrhaus in Uetze-Hänigsen an die deutsche Teilung. Es ist ein Geschenk der Falkenseer Musikanten aus der früheren DDR an den Feuerwehrmusikzug Burgdorf-Hänigsen.

Die Kontakte zwischen der Musikkapelle aus Falkensee, einem in Brandenburg gelegenen Vorort Berlins, und den Feuerwehrmusikern aus Hänigsen und Burgdorf hatten sich unmittelbar nach dem Mauerfall am 9. November 1989 angebahnt. „Nachdem die Grenze gefallen war, gab es in der Nacht einen Freudentaumel in der ganzen DDR und in Berlin“, erzählt Peter Brandes, der das Archiv des Feuerwehrmusikzugs führt. Aus Freude über die Grenzöffnung hätten die Falkenseer Musikanten damals in Berlin spontan auf der Straße gespielt.

Hänigser Feuerwehrmusiker erlebt Maueröffnung mit

Zufällig war in der Nacht ein inzwischen verstorbener Feuerwehrmusiker aus Hänigsen in Berlin. Dieser habe die Falkenseer Musikanten angesprochen und mit ihnen Adressen ausgetauscht. „Wir haben sie dann eingeladen“, sagt Brandes. Die Bundesregierung habe damals dafür geworben, dass Vereine und Verbände aus Westdeutschland Partnerschaften mit Organisationen in der damaligen DDR eingehen sollten. Über Ostern 1990 waren die Musiker aus Falkensee in Hänigsen zu Besuch.

„Dann sind wir zu einem Gegenbesuch nach Falkensee gefahren“, erinnert sich Brandes. Das war am 22. und am 23. September 1990, also wenige Tage vor der Wiedervereinigung. Die Gastgeber richteten für die Feuerwehrmusiker aus Burgdorf und Hänigsen einen Niedersachsenabend aus.

Bernd Weber komponiert Marsch für die Falkenseer

Während der Veranstaltung überreichte der Leiter der Falkenseer Musikanten, Klaus Pagel, dem damaligen Korpsführer des Feuerwehrmusikzugs Burgdorf-Hänigsen, Helmut Wedekind, das rund 40 Zentimeter lange, 20 Zentimeter hohe und sieben Zentimeter dicke Mauerstück. Es ist auf einem Brett montiert. Auf dem Holz ist auch ein Messingschild befestigt. Darauf steht die Widmung: „Aus der Mauer geschlagen für unsere Freunde aus Burgdorf/Hänigsen im September 1990. Die Falkenseer Musikanten“.

„Ich finde, das ist ein schönes Geschenk“, sagt Brandes. Als Dank habe der damalige Dirigent des Feuerwehrmusikzugs, Bernd Weber, einen Marsch mit dem Titel „Gruß an Falkensee“ für die befreundeten Musiker aus dem Berliner Vorort geschrieben. Auch diese Komposition wird im Hänigser Gerätehaus aufbewahrt.

Heute gibt es nur noch lockere Kontakte

„Lockere Kontakte zu den Falkenseer Musikern gibt es immer noch“, sagt Brandes. Dass sie nicht mehr so eng wie nach dem Mauerfall seien, liege daran, dass die meisten Stützen der Partnerschaft inzwischen gestorben seien. Und die jüngeren Mitglieder beider Musikensembles hätten die deutsche Teilung nicht mehr miterlebt.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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