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Uetze Fahrerin verletzt sich bei Unfall mit Pferd
Aus der Region Region Hannover Uetze Fahrerin verletzt sich bei Unfall mit Pferd
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16:59 28.11.2018
Mit schweren Verletzungen hat ein Rettungswagen eine Uetzerin ins Krankenhaus gebracht, sie hatte sich beim Zusammenstoß mit einem Pferd schwer verletzt. Quelle: Symbolbild
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Dahrenhorst

Bei einem Unfall mit einem Pferd hat sich am Mittwoch gegen 5 Uhr eine 59 Jahre alte Autofahrerin aus Uetze schwer verletzt. Die Frau war nach Polizeiangaben mit einem VW Tiguan auf der Bundesstraße 188 unterwegs, als sie das Tier bei absoluter Dunkelheit in Dahrenhorst erst zu spät bemerkte. Sie konnte nicht mehr ausweichen, so dass sie mit ihrem Auto gegen das auf der Fahrbahn stehende Pferd prallte. Es wurde auf das Fahrzeugdach geschleudert.

Der Zusammenstoß war nach Aussage eines Polizeisprechers so heftig, dass die Fahrerin dabei das Bewusstsein verlor. Ihr Wagen rollte nach der Kollision führerlos und ungebremst noch etwa 170 Meter entlang der Bundesstraße, ehe es am linken Fahrbahnrand einen Jägerzaun durchbrach und auf dem angrenzenden Grundstück erst stehen blieb. Zeugen alarmierte die Rettungskräfte, sie befreiten die Frau aus ihrem Wagen. Sie erlitt schwere Verletzungen und musste mit einem Rettungswagen zur stationären Behandlung ins Krankenhaus Lehrte gebracht werden.

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Polizei sieht keine Hinweise auf Fremdverschulden

Für das Pferd kam jede Hilfe zu spät, es überlebte den Aufprall nicht und starb. Ein weiteres Tier, das nach bisherigen Ermittlungen ebenfalls die nahe gelegene Weide verlassen hatte, konnte noch rechtzeitig vor dem Auto davonlaufen. Derzeit ermittelt die Polizei, wie die beiden Pferde von der Weide entkommen konnten. „Das Gatter stand nicht offen“, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage und reagierte damit auf Kommentare in sozialen Medien. Er widersprach auch Aussagen, dass sich dort oft Tiere auf der Fahrbahn befänden. Die Nutzer hatten spekuliert, dass Unbekannte in der Nacht das Tor geöffnet und nicht wieder verschlossen hätten – wie es des öfteren geschehe. „Die Ermittlungen dauern noch an“, betonte der Sprecher und fügt hinzu, die zuständigen Beamten würden sich die Unfallstelle noch bei Tageslicht genauer anschauen. „Dort ist es stockdunkel“, sagte er.

Seinen Angaben zufolge mussten die Polizisten die Bundesstraße 188 im Bereich der Unfallstelle bis 7 Uhr voll sperren, es kam zu Behinderungen im morgendlichen Berufsverkehr. Den Gesamtschaden schätzen die Ermittler auf 12.500 Euro.

Von Antje Bismark