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Uetze Frauen bekommen im Rathaus weniger Spitzengehälter als Männer
Aus der Region Region Hannover Uetze Frauen bekommen im Rathaus weniger Spitzengehälter als Männer
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09:00 09.09.2019
Im Uetzer Rathaus arbeiten mehr Frauen als Männer. Die meisten Spitzenverdiener sind aber Männer. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Nach wie vor gilt ganz allgemein: Frauen verdienen im Uetzer Rathaus weniger als Männer. Sie sind in den höheren Entgeltgruppen 10 bis 12 für Angestellte und in den höheren Besoldungsgruppen A12 und A13 für Beamte unterrepräsentiert. Das geht aus dem Zwischenbericht zum Gleichstellungsplan 2018 bis 2020 hervor. Stichtag für den Bericht, der den Ratsmitgliedern vorliegt, war der 30. Juni.

In die Entgeltgruppen 10 bis 12 für Angestellte sind 17 Männer und nur drei Frauen eingestuft. In der Entgeltgruppe 10 beträgt zum Beispiel der monatliche Bruttoverdienst in der untersten Altersstufe 3331, in der höchsten 4749 Euro. Fast ausgeglichen ist das Geschlechterverhältnis in den oberen Besoldungsstufen der Beamten. Vier Männer und drei Frauen beziehen ein A-12- oder ein A-13-Gehalt. Noch besser dotiert sind die Stellen der Wahlbeamten, des Bürgermeisters Werner Backeberg und der Ersten Gemeinderätin Ursula Tesch.

Sechs Frauen sind Teamleiterinnen

Außer Tesch sind sechs weitere Frauen in Führungspositionen. Sie leiten sechs der elf Teams der Gemeindeverwaltung. „Alle weiteren höher dotierten Stellen wie zum Beispiel die des Wirtschaftsförderers sind mit Männern besetzt“, sagt Tesch. „Bei näherer Betrachtung fällt auf, dass es nur in den unteren Entgeltgruppen gelungen ist, Verbesserungen in Bezug auf Gleichstellung zu erreichen“, stellt die Autorin des Zwischenberichts, Andrea Grobe, fest.

Insgesamt arbeiteten 374 Frauen und Männer Ende Juni bei der Gemeinde Uetze. Vor einem Jahr waren es 372. „Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der männlichen Beschäftigten leicht gestiegen“, schreibt Grobe. Die Männerquote stieg gegenüber 2018 von 23,66 auf 25,67 Prozent. Der Frauenanteil fiel somit von 76,34 auf 74,33 Prozent. Betrachtet man nur die 190 Beschäftigten der Kernverwaltung und des kommunalen Eigenbetriebs Gebäudeservice und Bauhof, so kommt man zu dem Ergebnis, dass 41,58 Prozent Männer und 58,42 Prozent Frauen sind. Vor einem Jahr betrug das Verhältnis noch 38,83 zu 61,17 Prozent.

17 Männer arbeiten in den Kitas

In den Kindertagesstätten betreuen 184 Beschäftigte die Kinder. Davon sind 167 Frauen (90,76 Prozent) und 17 Männer (9,23 Prozent). „Im Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes ist es der Gemeinde Uetze gelungen, den Anteil an männlichen Beschäftigten weiter zu erhöhen“, berichtet Grobe. Vor Jahresfrist betrug hier der Männeranteil nur 8,15 Prozent.

Um die Unterrepräsentanz der Geschlechter in den verschiedenen Bereichen abzubauen, ist für den 30. September eine Schulung für Führungskräfte der Gemeinde zum Thema Gleichstellungskompetenz geplant.

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Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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