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Uetze Kalibergabdeckung: Gemeinde hält alle Einwände aufrecht
Aus der Region Region Hannover Uetze Kalibergabdeckung: Gemeinde hält alle Einwände aufrecht
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08:00 23.05.2019
Das ist eine der beiden Rückstandshalden in Hänigsen. Die Gemeinde Uetze fordert, sie zu beseitigen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Hänigsen

Die K+S Baustoffrecycling GmbH hat im Planfeststellungsverfahren für die geplante Abdeckung des Wathlinger Kalibergs mit belastetem Bodenaushub und Bauschutt zahlreiche Unterlagen und Gutachten nachgereicht. Doch damit kann das Unternehmen nicht die Einwände der Gemeinde Uetze gegen das Projekt ausräumen. Die Gemeinde halte alle ihre bisherigen Forderungen aufrecht, bekräftigt der zuständige Fachbereichsleiter Sven Kuchenbecker in einer Stellungnahme zu den nachgereichten Unterlagen und Gutachten. Einstimmig hat der Ratsausschuss für Verkehr, Umwelt und Verkehr Kuchenbeckers Entwurf abgesegnet.

Die Hauptforderung der Gemeinde lautet, die Wathlinger Rückstandshalde des stillgelegten Bergwerks Niedersachsen-Riedel wieder in die Schachtanlage zu bringen. Darüber hinaus verlangt Uetze, auch die beiden kleineren Halden in Hänigsen-Riedel zu beseitigen. Es sei bisher nicht geprüft worden, ob man damit die Hohlräume des Bergwerks füllen oder damit den Wathlinger Kaliberg abdecken kann, kritisiert Kuchenbecker.

Er erinnert daran, dass während des Erörterungstermins mehrfach angeregt wurde, den Wathlinger Kaliberg zu durchbohren, um den Istzustand des Haldenkörpers so gut wie möglich zu erkunden. Solche Untersuchungen fordert die Gemeinde nach den Worten des Fachbereichsleiters „ausdrücklich“.

Hart geht Kuchenbecker mit der gebirgsmechanischen Stellungnahme des Instituts für Gebirgsmechanik ins Gericht. Es habe lediglich die Auswirkungen der Haldenabdeckung auf das Grubengebäude in Nähe der Halde betrachtet. „Eine Begutachtung im Bereich der Ortschaft Hänigsen ist unterblieben“, bemängelt Kuchenbecker. Das Institut für Gebirgsmechanik nenne im Quellenverzeichnis Gutachten, die der Gemeinde nicht vorlägen und auch nicht öffentlich zugänglich seien. „Ohne diese Unterlagen ist die gebirgsmechanische Stellungnahme nicht vollständig und somit nicht nachvollziehbar“, rügt Kuchenbecker.

Kein gutes Haar lässt der Fachbereichsleiter an der Ergänzung des Verkehrsgutachtens. Es seien nur Knotenpunkte in Wathlingen und Eicklingen untersucht worden, obwohl 75 Prozent des zu erwartenden Anlieferverkehrs zum Kaliberg durch Hänigsen rollen werde. Die Gutachter müssten auch die Leistungsfähigkeit der Einmündung der Kreisstraße 125 in die Landesstraße 311 am Pappaul, der Einmündung Rälingser/Altmerdingser Straße, des Schwüblingser Kreisels und der Kreuzung der L 311/Ortsumgehung Burgdorf untersuchen. Außerdem müssten die Verkehrsprognosen wegen der geplanten Anlieferung von Haldenwasser aus anderen Kalirevieren überarbeitet werden.

Der größte Teil des Anlieferverkehrs wird durch Hänigsen rollen. Die Leistungsfähigkeit der Einmündung der Kreisstraße 125 in die Landesstraße 311 am Pappaul ist aber nicht untersucht worden. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Die Aufforderung des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie, innerhalb von 14 Tagen zu den nachgereichten Unterlagen Stellung zu nehmen, war am 16. Mai im Rathaus eingegangen. Den Zeitdruck sprach Bürgermeister Werner Backeberg (SPD) an: Um den Entwurf für die Stellungnahme dem Ausschuss für Verkehr, Umwelt und Planung vorlegen zu können, habe Kuchenbecker am Wochenende durchgearbeitet. Auch Georg Beu (Grüne) lobte den Fachbereichsleiter: „Herr Kuchenbecker hat darauf hingewiesen, dass Gutachten versprochen, aber nicht angefertigt wurden.“

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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