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Uetze Gemeinde will besseren Hochwasserschutz für Uetze
Aus der Region Region Hannover Uetze Gemeinde will besseren Hochwasserschutz für Uetze
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10:48 11.06.2019
Die Fuhse ist fast 100 Kilometer lang. Unterhalb der Wilhelmshöhe bei Uetze ist ein Wehr entfernt worden, damit sich dort bei Hochwasser kein Treibgut mehr sammelt und die anliegende Ackerflächen überschwemmt werden. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Feuerwehrleute stapeln Sandsäcke vor der Mühle Amme, vor der gegenüberliegenden Villa und vor einem Haus am Ende der Schünebuschstraße in Uetze. Unterdessen hat das Wasser der Fuhse bereits die Kleingartenkolonie Sonnenland am Seeweg überflutet. Solche Szenen wie beim Hochwasser im Januar 2003 sollen sich nicht wiederholen. Daher macht die Gemeinde Uetze bei der neu gegründeten Hochwasserschutz-Kooperation Fuhse-Aue-Erse mit. Der Kooperation gehören 13 Kommunen von Salzgitter im Süden bis Celle im Norden sowie der Wasserverband Peine und der Regionalverband Großraum Braunschweig an.

„Wenn man erfolgreich Hochwasserschutz betreiben will, muss man die Fuhse in ihrer Gänze und auch ihre Nebengewässer betrachten“, sagt Uetzes Bürgermeister Werner Backeberg. Bei der Kooperation gehe es um ein grenzübergreifendes Konzept, sagt Sandra Ramdohr vom Wasserverband Peine. Denn die Fuhse fließe durch mehrere Landkreise und Kommunen. Hochwasserschutzmaßnahmen im Oberlauf wirkten sich auch auf die Anlieger des Flusses im Unterlauf aus, gibt Ramdohr zu bedenken.

Fachbüros erarbeiten Maßnahmenkatalog

Aufgabe des Wasserverbands ist es, die Schutzmaßnahmen zu koordinieren. Er wird Fachbüros beauftragen und einen Maßnahmenkatalog mit einer Prioritätenliste zusammenzustellen. Dafür bekommt der Wasserverband 160.000 Euro vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). „Der Betrag wird über Jahre gesplittet“, sagt Ramdohr.

Der Wasserverband hat bereits Erfahrungen bei der Koordination von Hochwasserschutzmaßnahmen. 2011 und 2012 hat er einen Maßnahmenkatalog für acht Kommunen im Harzvorland aufstellen lassen. Diese Städte und Gemeinden arbeiteten nach wie vor zusammen und setzten die Vorschläge – zum Beispiel Hochwasserschutzwälle – nach und nach um, berichtet Ramdohr.

Für Backeberg ist der Prangenhohl „die Schaltstelle für den Hochwasserschutz der Ortschaft Uetze. Da muss man sehen, ob man noch etwas verbessern kann“, sagt der Bürgermeister. Der Prangenhohl in Höhe der Eltzer Mühle verbindet die Fuhse mit der Erse. Der vor Jahrhunderten angelegte Graben soll bei Hochwasser vier Fünftel des Fuhse-Wassers aufnehmen und in die Erse leiten, um die Ortschaft Uetze vor Überschwemmungen zu schützen.

Wehre in der Fuhse sind längst verschwunden

„Wir haben in den vergangenen Jahren schon einiges für den Hochwasserschutz getan“, sagt Backeberg. So hat die Gemeindeverwaltung unmittelbar nach dem Hochwasser 2003 begonnen, einen Hochwasseralarmplan für die Gemeinde aufzustellen. Außerdem wurden Wehre in der Fuhse und in der Erse entfernt, hinter denen es zum Rückstau kam, weil sich an den Hindernissen Treibgut gesammelt hatte.

Schutzdamm für Obershagen an der Aue?

Obershagens Ortsbürgermeister Andreas Staas wiederum fordert, die Grenzen des Überschwemmungsgebiets der Burgdorfer Aue in Obershagen zu überprüfen und gegebenenfalls einen Schutzdamm zu bauen, wie es ihn schon einmal gab. Nach Berechnungen des NLWKN werden bei einem Aue-Hochwasser Teile von Obershagen überschwemmt. Nach Backebergs Worten geht es bei der Hochwasserschutz-Kooperation nicht vorrangig um die Festsetzung von Überschwemmungsgebieten. Die Gemeinde stehe aber hinter Staas’ Forderung. Der NLWKN habe das Überschwemmungsgebiet bei Obershagen nur anhand von Modellen berechnet, ohne die Örtlichkeiten zu untersuchen, kritisiert Backeberg.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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