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Uetze Geschichtsunterricht mit Meißel und Hammer
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00:17 31.05.2019
Alexander Mlasowsky (Zweiter von rechts) begutachtet die Fundstücke, die ihm die Schüler bringen. Quelle: privat
Uetze

Ein tropischer Ozean mit vielen Lebewesen, die heute längst ausgestorben sind: Das war vor 80 Millionen Jahren die Mergelgrube bei Höver. Die Forscherklasse des Uetzer Gymnasiums Unter den Eichen hat sich gemeinsam mit dem Paläontologen Alexander Mlasowsky auf die Suche nach Spuren dieses urzeitlichen Erdzeitalters gemacht. Denn die Grube ist ein guter Fundort für versteinerte urzeitliche Meeresbewohner. Auf den Ausflug mit dem Experten aus Burgdorf hatten sich die jungen Forscher aus Uetze gut vorbereitet.

Geschichtsunterricht mit Meißel und Hammer

Für die Fossiliensuche hatten die Schüler nicht nur wetterfeste Kleidung angezogen, sondern auch Schutzbrille, Meißel und Hammer mitgebracht. Begleitet wurden sie von ihren Lehrerinnen Linda Bleck und Frauke Perl. Als das Tor zur Mergelgrube sich öffnete, konnte die Suche nach den Fossilien beginnen. „Das war zunächst gar nicht einfach, weil alles in Weiß-Grau daherkam“, berichten die Lehrerinnen. War der Brocken, den man in der Hand hielt, tatsächlich ein Fossil oder nur ein bizarr geformtes Stück Mergel? Deshalb begutachtete Mlasowsky jedes Stück, das die Kinder ihm brachten, und gab geduldig Auskunft. Nach einer halben Stunde hatten die Schüler ihren Blick geschärft und konnten stolz die ersten Fossilienfunde vermelden: Teile von Seeigeln, Korallen, diverse Schwämme, einige seltene Haifischzähne und vor allem sogenannte Donnerkeile. Letzteres sind die versteinerten Überreste von Kopffüßlern, die den heutigen Tintenfischen ähnelten.

Eine Stimmung wie im Goldrausch

Ermutigt von diesen Erfolgen suchten die Jungen und Mädchen eifrig – „fast wie im Goldrausch“ – nach weiteren Zeugen der Urzeit. „Am Ende der Exkursion gingen alle mit dreckigen Hosen, aber Taschen voll urzeitlicher Relikte glücklich nach Hause“, ziehen die Lehrerinnen Bilanz. Am Mittwoch, 5. Juni, kommt Alexander Mlasowsky ins Gymnasium, um mit den Schülern die Fundstücke genau zu bestimmen.

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Von Anette Wulf-Dettmer

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