Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Uetze Recyclinganlage am Kaliberg: Hänigser Ortsrat fordert Umleitung für die Lastwagen
Aus der Region Region Hannover Uetze Recyclinganlage am Kaliberg: Hänigser Ortsrat fordert Umleitung für die Lastwagen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:15 20.09.2019
Seit dem 9. September fahren Lastwagen durch Hänigsen zur Baustelle der Recyclinganlage in Wathlingen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Hänigsen

Der Schwerlastverkehr, der durch Uetze-Hänigsen in Richtung Wathlinger Kaliberg rollt, ist dem Hänigser Ortsrat ein Dorn im Auge. Einhellig hat er sich hinter den Vorschlag der SPD gestellt, dass die Gemeinde Uetze dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) drei Varianten für die Lenkung des Lastwagenverkehrs um Hänigsen herum vorlegen soll.

Der Konzern K+S plant, die Abraumhalde des stillgelegten Bergwerks Niedersachsen-Riedel in Wathlingen mit belastetem Bauschutt und Bodenaushub abzudecken. Dafür steht die Genehmigung des LBEG noch aus. Die Behörde hat aber bereits K+S gestattet, schon jetzt mit dem Bau einer Recyclinganlage zu beginnen. Auf dem Recyclingplatz soll das angelieferte Material kontrolliert, geschreddert, sortiert und zwischengelagert werden. Seit Baubeginn rollen Sattelzüge durch Hänigsen, die Baumaterialien nach Wathlingen bringen.

Ein Vorschlag: Südostumgehung von Hänigsen

Geprüft werden soll der Ausbau von Wirtschaftswegen zu einer Südostumgehung Hänigsens. Nach dem zweiten Vorschlag soll der Anlieferverkehr von der Bundesstraße 3 von der Anschlussstelle Ehlershausen zunächst über den Bahndamm und dann südlich des Waldgebiets Brand zur L311 geführt werden. Laut der dritten Variante soll das Gleis der Grubenanschlussbahn von Ehlershausen zum Kaliberg reaktiviert werden. Dafür müsste östlich von Ehlershausen ein Umschlagplatz gebaut werden, auf dem das Abdeckmaterial von Lastwagen auf Eisenbahnwaggons verladen wird.

„Mit diesen Vorschlägen würden auch Sorgensen und Dachtmissen entlastet“, sagte Manfred Scheller (SPD). Er erinnerte daran, dass K+S Faltblätter verteilt habe, bevor der Konzern 2004 mit der Flutung des Bergwerks Niedersachsen-Riedel begonnen habe. Damals habe K+S geschrieben, dass keine Abdeckung des Kalibergs geplant sei. Und zwar mit der Begründung, dass Hänigsen und Wathlingen unter der Verkehrsbelastung zu leiden hätten.

„Wir sollten Dachtmissen und Sorgensen mit ins Boot holen“, sagte Burkhard Denecke (CDU). Nach seiner Ansicht ist es am sinnvollsten, den Verkehr von der B 3 über den Röhndamm zu leiten. K+S baue den Recyclingplatz viel zu dicht an der Siedlung Wathlingen-Kolonie, kritisierte Denecke.

Land sucht Entsorgungsmöglichkeiten

„Auch ich finde das alles nicht gut“, ergriff Klaus Cording (CDU) das Wort. Er zeigte sich allerdings skeptisch, dass die Vorschläge Aussicht auf Erfolg haben. K+S werde dem Ortsrat keinen Millimeter entgegenkommen. Das Land Niedersachsen suche Entsorgungsmöglichkeiten für belasteten Bauschutt und Bodenaushub. „Das ist ein Teil unseres Problems“, sagte Cording. Nach seiner Einschätzung ist die entscheidende Frage bei der Genehmigung der Haldenabdeckung, ob die Wathlinger Kalihalde Kontakt mit dem Grundwasser hat.

Der Landvolk-Gemeindevorsitzende Helmut Habermann wies darauf hin, dass die vorgeschlagenen Straßenführungen durch die Gemarkung zum größten Teil über Wege des bäuerlichen Realverbands führen. Deshalb hätte man vorher mit den Landwirten darüber reden müssen. „Wir können die Verkehrssicherungspflicht nicht übernehmen“, sagte Habermann. Ein Ausbau der Wege koste Millionen. Außerdem führten sie durch Landschaftsschutzgebiete.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

Ihren Förderverein möchte die Grundschule Uetze nicht mehr missen, denn er macht das Schulleben bunter. Damit das so bleibt, sucht der reinweibliche Vorstand Helfer fürs Schulfrühstück und die Bücherei.

20.09.2019

Die Firma Baywa r.e. kommt bei der Aufrüstung des Windparks Uetze-Süd/Immenberg nicht voran. Nach der Senvion-Insolvenz muss das Unternehmen erst einmal einen neuen Anlagenhersteller finden.

19.09.2019

Das Flohmarktteam Hänigsen lädt für Sonntag, 22. September, zur Schnäppchenjagd auf den Schützenplatz des Ortes ein – zum letzen Mal in diesem Jahr. Dort dürfen nur Privatleute Trödel, Kleidung und Kurioses anbieten. Für Besucher wird ein großes Kuchenbüfett aufgebaut.

19.09.2019