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Uetze Im kleinen Eltze schlummert viel künstlerisches Potenzial
Aus der Region Region Hannover Uetze Im kleinen Eltze schlummert viel künstlerisches Potenzial
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17:06 03.11.2019
Die Ausstellungsstücke sind wahre Blickfänge im Gemeindehaus. Quelle: Laura Beigel
Eltze

Das Gemeindehaus in Eltze hat sich jetzt für einen Tag in eine Kunstgalerie verwandelt. Sechs Eltzer haben ihre beeindruckenden Arbeiten am Reformationstag den vielen Besuchern, die den Weg ins Gemeindehaus fanden, gezeigt. Die Idee für die gemeinsame Ausstellung der Eltzer Hobbykünstler kam von der Fördergemeinschaft der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde.

Leidenschaftliche Naturfotografen

Karin Heim (77) sucht nach Fotomotiven im eigenen Garten. Quelle: Laura Beigel

„Alles, was nicht niet- und nagelfest ist, kommt bei mir vor die Linse“, sagte Karin Heim und konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. Ob Libellen, Schmetterlinge, Mohnblumen, Tulpen und sogar ein Eisvogel – die 77-Jährige hat in ihrem Garten eine große Auswahl an Fotomotiven. Deshalb sei sie dort Tag und Nacht mit ihrem Fotoapparat unterwegs, erzählte sie. Auch in anderen Gärten halte sie Ausschau nach geeigneten Motiven.

Martin Sander (67) sieht sich selbst nicht als Fotograf, sondern als „Knipser“. Quelle: Laura Beigel

Auch Martin Sanderhat besonderen Gefallen an der Naturfotografie gefunden. In den vergangenen zehn Jahren sei dieses Hobby langsam gewachsen, sagte er. Auf seinen Bildern finden sich vor allem Tiere wie Amseln, Igel und Greifvögel. „Ich habe einfach Spaß daran, die Tiere zu beobachten und zu schauen, wie sie sich in ihrer Umwelt verhalten“, berichtete der 67-Jährige. Für seine Fotografien lege er sich jedoch nicht auf die Lauer, sondern drücke spontan den Auslöser, wenn sich ein gutes Motiv ergebe: „Ich sage immer, dass ich kein Fotograf bin, sondern eher ein Knipser.“

Sandra Ebeling malt mit viel Detailtreue

Sandra Ebeling (44) malt am liebsten mit Ölfarben. Quelle: Laura Beigel

Als ob sie nur eine Armlänge entfernt sind und jederzeit aufschrecken könnten – so lebensecht wirken die Löwen, die Sandra Ebeling mit Ölfarben gemalt hat. Wie lange sie für diese Malerei gebraucht hat, weiß die 44-Jährige nicht genau. Wenn sie Farben und Pinsel in der Hand hält, spielt die Zeit keine Rolle mehr. „Beim Malen kann ich gut abschalten“, sagte sie. „Es ist für mich in der Freizeit ein guter Ausgleich.“ Inzwischen habe sie sogar neben ihrem Beruf ein Studium für Malerei und Grafik in Bochum begonnen. Dort lerne sie neue Maltechniken, um ihr Können weiterzuentwickeln.

Hilde Illmer liebt die Landschaftsmalerei

Hilde Illmer (85) sammelt die Inspirationen für ihre Bilder auf ihren Reisen. Quelle: Laura Beigel

Sechsmal war Hilde Illmer bereits in Norwegen, jedes Mal ließ sie sich von der Landschaft zu neuen Bildern inspirieren. Zwei dieser Malereien hat sie im Gemeindehaus ausgestellt. Ebenso hat die 85-Jährige die Kreidefelsen von Rügen in einem Bild verewigt. „Manchmal male ich auch einfach so drauflos“, sagte Illmer. Rund 50 Bilder habe sie bisher erstellt, zwölf davon hängen in ihrem eigenen Wohnzimmer. Ihr Interesse daran sei durch eine private Malstunde in Ehlershausen gewachsen.

Eckhard Irmer ist ein Multitalent

Eckhard Irmer (64) lässt seinen Gedanken beim Malen freien Lauf. Quelle: Laura Beigel

Eckhard Irmer malt nicht nur gern, er arbeitet ebenso gern mit Holz. Ins Gemeindehaus brachte er Arbeiten von beiden Hobbys mit. Sofort ins Auge fielen seine großformatigen Bilder in kräftigen Farben. Seine Inspiration für die Bilder ist schnell erklärt. „Ich male das, was mir durch den Kopf geht“, sagte der 64-Jährige. Rund 500 Zeichnungen habe er auf diese Art und Weise gefertigt. Seine Holzschnitzarbeiten entstehen auf seiner Drechselbank im Keller. Aus Eiben- und Kirschholz sowie dem Apfelbaum seines Nachbarn gestaltete er Schalen und Figuren. „Reste verwerten“, nannte der Eltzer das bescheiden.

Kristina Kocharyan hat ein Faible für Sonnenuntergänge

Kristina Kocharyan (39) liebt es, Sonnenuntergänge zu fotografieren. Quelle: Laura Beigel

Als Chorleiterin und Organistin der Kirchengemeinde in Eltze ist Kristina Kocharyan aus Uetze viel mit dem Auto unterwegs. Vor allem in den Abendstunden, wenn die Sonne allmählich hinter dem Horizont verschwindet, zücke sie am liebsten ihre Handykamera, sagte die 39-Jährige. „Ich kann nicht weiterfahren, ohne den Sonnenuntergang zu fotografieren“, gestand sie. Ihre ausgestellten Fotografien zeigten solche Momente, wenn Kocharyan schnell am Straßenrand hält und den Auslöser drückt. Inzwischen halte sogar ihre Familie nach spontanen Schnappschüssen Ausschau, erzählte sie.

Von Laura Beigel

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