Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Uetze Kleine Wohnungen fehlen in der Gemeinde
Aus der Region Region Hannover Uetze Kleine Wohnungen fehlen in der Gemeinde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:11 25.03.2019
Auf der Ostseite der Straße Schapers Kamp ist ein Mischgebiet für Wohnhäuser und nicht störende Gewerbebetriebe geplant. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Anzeige
Uetze

Auch wenn in anderen Kommunen in der Region Hannover die Wohnungsnot weitaus größer als in Uetze ist, mangelt es auch in der Fuhsegemeinde an Wohnraum. „Es fehlen kleine Wohnungen, die bis 50 Quadratmeter groß sind“, sagt Uetzes Bürgermeister Werner Backeberg. Das gehe aus dem Wohnraumversorgungskonzept der Region Hannover hervor.

Schon im Demografiebericht für die Gemeinde Uetze aus dem Jahr 2010 hatte die Autorin Ruth Rohr-Zänker auf die steigende Zahl kleiner Haushalte hingewiesen. Junge Singles und alleinstehende Senioren bevorzugen kleine Wohnungen. Rohr-Zänker hatte dafür plädiert, Mietwohnungen zu bauen.

Anzeige

Insbesondere gebe es in der Ortschaft Uetze eine lange Liste Wohnungssuchender, berichtet Backeberg. Die meisten würden lieber in ein Ein- oder Zweifamilienhaus als in einen Wohnblock einziehen. Daher folgert der Bürgermeister: „Wir brauchen auch Baugrundstücke zu niedrigen Preisen. Preiswertes Bauen muss möglich sein.“ Man müsse auch Haushalten mit geringem Einkommen ermöglichen, ihren Traum vom Eigenheim zu erfüllen.

Der Bürgermeister erinnert daran, dass die Gemeinde Uetze in den vergangenen Jahren erfolgreich auf die sogenannte Innenraumverdichtung gesetzt habe. Hier und da wurden Baulücken geschlossen. Dadurch sind laut Backeberg neue Wohnungen auf den Markt gekommen. Künftig müssten jährlich 25 neue Wohneinheiten entstehen, um die Nachfrage decken zu können. Das sei mit der Innenraumverdichtung nicht zu schaffen. Deshalb müsse die Gemeinde neue Baugebiete entwickeln.

Derzeit werden die Bebauungspläne Südlich des Birkenwegs für Dollbergen und Schapers Kamp Ost in Uetze vorbereitet. Der Entwurf für das neue Dollberger Baugebiet mit etwa 34 Bauplätzen lag im Herbst öffentlich aus. Rat und Verwaltung müssen nun über die eingegangenen Bedenken befinden. Die öffentliche Auslegung des Entwurfs für das Mischgebiet zwischen Schapers Kamp und Imkernhof läuft noch bis zum 12. April. Im südlichen Bereich sollen sich eine Altenpflegeeinrichtung, eine Kindertagesstätte und nicht störendes Gewerbe ansiedeln. Der nördliche Bereich ist für Wohnbebauung vorgesehen.

Nach Backebergs Einschätzung werden diese Baugebiete nicht ausreichen, um die Nachfrage nach Bauplätzen abzudecken. „Das ist nur ein erster Schritt zur Entspannung der Situation.“ Wenn das vollständige regionale Wohnraumversorgungskonzept vorliege, werde sich der Ratsausschuss für Planung intensiv mit dem Thema Wohnraumbeschaffung auseinandersetzen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller