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Uetze Obershagen: Ortsbürgermeister will Überprüfung von Überschwemmungsgebiet
Aus der Region Region Hannover Uetze Obershagen: Ortsbürgermeister will Überprüfung von Überschwemmungsgebiet
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06:01 31.05.2019
Schwer nachzuvollziehen: Bei Hochwasser soll die Südseite (links) der Straße Im Winkel unter Wasser stehen, aber nicht die Nordseite. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Obershagen

 Ortsbürgermeister Andreas Staas fordert, das Überschwemmungsgebiet der Burgdorfer Aue zu überprüfen. Wer in Obershagen innerhalb des Gebiets bauen will, kann das zurzeit nicht ohne Weiteres, sondern muss mit erheblichen Auflagen rechnen. „Es geht nicht nur ums Bauen. Man darf noch nicht einmal einen Zaun setzen“, sagt Staas.

Die Region Hannover arbeitet noch an der Verordnung für die Festsetzung des Überschwemmungsgebiets der Burgdorfer Aue. Bis diese in Kraft tritt, gilt die vorläufige Sicherung des Gebiets – was einer Veränderungssperre gleichkommt. Die Sicherung basiert auf Berechnungen des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Nach Arbeitskarten, die das NLWKN der Regionsverwaltung zur Verfügung gestellt hat, würden bei einem Jahrhunderthochwasser ein Großteil des Dorfes und der Milchhof Osterwiese unter Wasser stehen. Auch die etwas höher gelegenen Gehöfte Beneke und Müller in den Osterwiesen sind demnach nicht mehr trockenen Fußes erreichbar, weil das Hochwasser bis an sie heranreichen werde.

Als Mitarbeiter der Regionsverwaltung im Frühjahr 2017 die Karten des NLWKN in Obershagen vorstellten, hagelte es Kritik, insbesondere von Landwirten. „Dort, wo angeblich Wasser stehen soll, kann es aufgrund der Höhenverhältnisse gar nicht hinkommen“, bekräftigt Ortsbürgermeister Andreas Staas die damaligen Einwände. So sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Südseite der Straße Im Winkel überschwemmt sein soll und die Nordseite nicht. Für ihn stellt sich die Frage: „Über wie viele Zentimeter sprechen wir eigentlich?“ Vielleicht könne man Schutzmaßnahmen ergreifen. Früher habe einmal ein Damm Obershagen vor Überflutungen geschützt, wenn die Aue über die Ufer getreten sei.

Staats erinnert an die Zusage, dass die Höhenangaben in den Arbeitskarten noch einmal überprüft werden sollen. „Im Bereich Obershagen haben sich seit dem Frühjahr 2017 keine neuen Erkenntnisse oder Änderungen ergeben. Gutachten, die mögliche Unstimmigkeiten an dem derzeit gesicherten Überschwemmungsgebiet nachweisen oder auf diese hinweisen, liegen der Region Hannover bis dato nicht vor“, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann. Eventuell werde die Regionsverwaltung noch Ortstermine anberaumen, um gegebenenfalls Details in Teilbereichen zu ändern.

Staas hofft, dass bei einer Überprüfung das Überschwemmungsgebiet kleiner ausfällt als bisher. Er ist sich auch im Klaren darüber, dass andererseits die Gefahr besteht, dass es sogar noch vergrößert wird.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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