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Uetze Streit um die Osterstraße geht weiter
Aus der Region Region Hannover Uetze Streit um die Osterstraße geht weiter
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16:03 22.11.2018
Auch der asphaltierte Abschnitt (im Vordergrund) der Osterstraße soll saniert werden. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Uetze

Die Osterstraße soll nach der Sanierung eine Sammelstraße für den Anliegerverkehr und den Verkehr aus den Nebenstraßen bleiben. Das hat der Uetzer Ortsrat empfohlen. Anwohner hatten sich während der Sitzung noch einmal gegen den Ausbau zu einer innerörtlichen Verbindungsstraße ausgesprochen. Vergeblich hatten sie hingegen gefordert, nicht das südliche Teilstück der Straße zu erneuern.

Einstimmig folgte der Ortsrat dem Vorschlag Rosemarie Böhnkes (SPD) die Osterstraße als Sammelstraße herzurichten. Allerdings solle der Ortsrat die Verwaltung bitten, noch einmal zu prüfen, ob man im nördlichen Bereich der Osterstraße von der Mühlenstraße bis zur Bushaltestelle an der Fuhse das vorhandene Basaltpflaster erhalten und nur neue Gehwege anlegen kann, sagte Böhnke. Das hatte allerdings die Verwaltung im Vorfeld abgelehnt. Fußgänger- und Autoverkehr müssten getrennt werden, betonte Jens Schumacher (CDU). Die Osterstraße müsse ähnlich wie die Mühlenstraße, die derzeit saniert wird, ausgebaut werden.

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Anders als bei einer innerörtlichen Verbindungsstraße muss die Fahrbahn bei einer Sammelstraße nicht sechs Meter breit sein. „Das kann einen breiteren einseitigen Gehweg und möglicherweise sogar beidseitige Gehwege ermöglichen“, hatte Achim Koch aus der Uetzer Bauverwaltung in einer Ratsdrucksache geschrieben.

Die Sanierung des südlichen Abschnitts der Osterstraße zwischen Seeweg und Dedenhäuser Straße, der im Gegensatz zur übrigen Straße asphaltiert ist, hielt der Anlieger Edgar Harms nicht für notwendig. Die Absenkungen in der Gosse könne man beseitigen. Die Risse in der Fahrbahn führte auf die mangelnde Straßenunterhaltung zurück. „Wenn man die Straße besser unterhalten hätte, wäre die Fahrbahndecke noch dicht“, sagte Harms.

„Die Straße entspricht nicht mehr dem heutigen Regelwerk“, hielt ihm der Planer Lutz Wackermann entgegen. Die mangelnde Tragfähigkeit des Unterbaus habe Risse verursacht. Nach Meinung des Anwohners Frank Bahlau kann die Gemeinde sparen, wenn sie nicht die Osterstraße auf ganzer Länge ausbaue. Dann müsse die Kommune in einigen Jahren die Straße reparieren, erwiderte Ortsbürgermeister Klaus Finger (SPD).

Nach der Sitzung hatten einige Anwohner Zweifel daran, dass es bei der Empfehlung des Ortsrats bleibt, die Osterstraße als Sammelstraße auszubauen. Sie befürchten, dass sich der Gemeinderat für den Bau einer innerörtlichen Durchgangsstraße entscheidet, weil dann die Gemeinde einen Teil ihrer Kosten vom Land erstattet bekommen kann. „Eine Verbindungsstraße ist eine Entwertung der Grundstücke“, hatte Einwohner Karsten Kobbe während der Sitzung gesagt.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller