Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Uetze Planung für Ortsumgehung soll beginnen
Aus der Region Region Hannover Uetze Planung für Ortsumgehung soll beginnen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:44 25.01.2019
Die Frohburger Straße soll bis zur B 188 verlängert und so zu einer Ortsumgehung werden. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Die Mehrheitskoalition im Uetzer Rat will die Planungen für eine Ortsumgehung am südwestlichen Uetzer Ortrand von der Frohburger Straße bis zur Bundesstraße 188 mit Nachdruck vorantreiben. Ihrem Antrag, im Doppelhaushalt 2019/2020 im nächsten Jahr 30.000 Euro für die Planung zur Verfügung zu stellen, folgte der Ratsausschuss für Gemeindeentwicklung, Wirtschaft und Finanzen. Außerdem empfahl das Gremium, 2020 den Betrag für Grunderwerb um genau diese Summe auf 510.000 Euro zu kürzen, um damit die Planung zu finanzieren.

„Der Antrag soll die Ernsthaftigkeit unterstreichen, dass es im Südwesten Uetzes kurzfristig losgehen soll“, sagte CDU-Fraktionschef Dirk Rentz. „Es wird nicht kurzfristig losgehen können“, erwiderte Bürgermeister Werner Backeberg (SPD). Zunächst müssten die Voraussetzungen für das Bauvorhaben geschaffen werden. Um die Umgehungsstraße in einem Guss bauen zu können, ist nach Einschätzung der Verwaltung für die Straße ein Planfeststellungsverfahren erforderlich. Während dieses Genehmigungsverfahrens müssten auch Alternativen betrachtet werden. Dafür seien Verkehrszählungen und Lärmgutachten erforderlich.

Daher war es für Backeberg nicht nachvollziehbar, dass es die Ratsmehrheit im Verkehrsausschuss abgelehnt hat, 15.000 Euro für ein Verkehrsgutachten auszugeben. Rentz antwortete, dass die Koalition noch einmal intern darüber sprechen werde.

Weitere Änderungsanträge zum Doppelhaushalt

Budgets der Ortsräte: Sowohl die Ratskoalition als auch die SPD hatten gefordert, die Budgets der Ortsräte zu erhöhen. Allerdings hatten beide Lager unterschiedliche Vorstellungen über den Verteilerschlüssel. Sie einigten sich darauf, dass jeder Ortsrat künftig einen Sockelbetrag von 600 Euro erhält. Zusätzlich bekommen die Ortsvertretungen einen Euro pro Einwohner. Nach diesem Modell erhalten alle Ortsräte im nächsten Jahr zusammen 26.700 statt 19.200 Euro.

Straße Am Fließgraben: Mit den Stimmen der Ratsmehrheit sprach sich der Ausschuss dafür aus, dass die Erneuerung der Straße Am Fließgraben um ein Jahr verschoben werden soll. Die Planungen sollen erst in diesem Jahr beginnen und 2020 fortgesetzt werden. Für die Planung sollen dann jeweils 90.000 Euro zur Verfügung stehen. Die Baukosten hat die Verwaltung mit einer Million Euro veranschlagt. Diese muss die Gemeinde voraussichtlich 2021 aufbringen. Die Verschiebung begründete Rentz damit, die Verwaltung angesichts der Großprojekte „Alle Kinder unter einem Dach in Dollbergen“ und Neubau eines Feuerwehrhauses in Uetze entlasten zu wollen.

Schulhof der Grundschule Uetze: Die SPD ist mit ihrem Antrag gescheitert, auf dem Schulhof der Uetzer Grundschule am Eingang an der Eichendorffstraße und am Zugang vom Parkplatz am Katenser Weg Tore aufzustellen. Damit will sie verhindern, dass sich Jugendliche nach Unterrichtsschluss unberechtigt auf dem Schulhof aufhalten, dort Lärm machen und randalieren. „Wir können da nicht einfach Tore hinsetzen“, sagte die Erste Gemeinderätin Ursula Tesch. Außerschulische Nutzer müssten die Turnhalle auch am Nachmittag und am Abend erreichen können.

Abdeckung des Wathlinger Kalibergs: Beim Erörterungstermin im Planfeststellungsverfahren für die Abdeckung des Wathlinger Kalibergs hatten ein Rechtsanwalt und Fachbereichsleiter Sven Kuchenbecker vor wenigen Tagen die Interessen der Gemeinde Uetze vertreten. Damit sich die Gemeinde Uetze auch 2020 in diesem Verfahren von einem Anwalt beraten und vertreten lassen kann, sollen dann dafür im Doppeletat 10.000 Euro eingeplant werden.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

Die Pläne, die Zulassungsstelle im Uetzer Rathaus aufzugeben, sind vom Tisch. Der Finanzausschuss des Rats hat sich einstimmig dagegen ausgesprochen.

24.01.2019

Die Digitalisierung und das Verbot zahlreicher Pflanzenschutzmittel bescheren dem Landmaschinengeschäft der Raiffeisen-Warengenossenschaft Osthannover hohe Zuwächse.

24.01.2019

20 Jahre integrativer Kindergarten – wie läuft der Alltag im Schneckenhaus ab und vor allem was hat sich im Laufe der Jahre geändert? Leiterin Susanne Persson berichtet von damals, heute und morgen.

23.01.2019