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Uetze Ortsumgehung: Koalition lehnt Gutachten ab
Aus der Region Region Hannover Uetze Ortsumgehung: Koalition lehnt Gutachten ab
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00:17 24.01.2019
Die Frohburger Straße endet bislang am Kreisel in Höhe des Katenser Wegs. Die geplante Umgehungsstraße soll am Kreisel angeschlossen werden. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Die Ratskoalition aus CDU, Grünen, Freien und Balu will die Planungen für eine Verlängerung der Frohburger Straße bis zur Bundesstraße 188 mit Nachdruck vorantreiben. Um eine solche Ortsumgehung, wie sie im Flächennutzungsplan (F-Plan) am südwestlichen und westlichen Uetzer Ortsrand vorgesehen ist, konkret planen zu können, hält die Gemeindeverwaltung ein Verkehrsgutachten für unerlässlich. Doch die Koalition hat es im Ratsausschuss für Verkehr, Umwelt und Planung abgelehnt, dafür 15.000 Euro im Haushalt 2019 einzustellen.

Nach den Vorstellungen der Verwaltung soll ein Sachverständiger vorhandene Daten auswerten, neue Verkehrszählungen machen und Prognosen erstellen. Das Gutachten könnte dann Grundlage für die weitere Planungen – zum Beispiel für ein schalltechnisches Gutachten oder einen Bebauungsplanentwurf – sein.

„Das Verkehrsgutachten halten wir nicht für erforderlich“, sagte Georg Beu (Grüne). Das Geld solle man lieber für die Planung verwenden. Es gehe auch darum, zwischen dem jetzigen Ortsrand und der neuen Umgehungsstraße Bauland zu entwickeln. Andreas Kohlmeier (SPD) berichtete, dass seine Partei mit einem Landwirt gesprochen habe, dessen große Ackerfläche von der neuen Straße durchschnitten würde. Möglicherweise sei es sinnvoller, mit einer Ortsumgehung weiter südlich einen größeren Bogen zu schlagen. Dann könne man eventuell vorhandene Wege einbeziehen. Auch für diese Alternative benötige man ein Verkehrsgutachten, sagte Kohlmeier.

Daraufhin erinnerte Beu daran, dass es beim Aufstellen des Flächennutzungsplanes in den Neunzigerjahren Konsens im Rat war, am südlichen Ortsrand eine Ortsumgehung zu planen. Jetzt müsse die Verwaltung abfragen, welche Grundeigentümer zum Landverkauf bereit seien.„Die Reihenfolge ist eine andere“, entgegnete Kohlmeier. Die Verkehrsuntersuchung müsse den Gesprächen mit den Grundeigentümern vorausgehen. Im Übrigen sei der F-Plan schon alt. „Er bindet die Gemeinde nicht für alle Zeiten“, sagte der Sozialdemokrat. Er konnte sich allerdings mit seinen Argumenten nicht durchsetzen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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