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Uetze Pro regio wird weiter gefördert
Aus der Region Region Hannover Uetze Pro regio wird weiter gefördert
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11:41 27.12.2018
Während der Kausa-Fachtagung in Hannover diskutiert pro-regio Geschäftsführerin Yvonne Salewski (von links) mit Günter Hirth von der Industrie- und Handelskammer Hannover, Reinhard Biederbeck von der Region Hannover und anderen Teilnehmern. Quelle: pro regio e.V.
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Uetze

Die Arbeit des in Uetze ansässigen Vereins Ausbildung im Verbund pro regio ist bis 2022 gesichert. Der Verein, der sich rund um den Bereich Berufsausbildung engagiert, kann über Mai 2019 hinaus drei weitere Jahre als sogenannte Kausa-Servicestelle für die Region Hannover arbeiten. Über das Kausa-Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Europäischen Sozialfonds hat pro regio in den vergangenen Jahren hauptsächlich seine Arbeit finanziert. Außerdem kann pro regio sein Projekt Ausbildungsinitiative Region Hannover fortsetzen. Dieses wird von der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung der Region Hannover vorerst weiter bis Ende 2022 gefördert.

Das Kausa-Programm hat zum Ziel, Firmeninhaber mit ausländischen Wurzeln als Ausbilder zu gewinnen und den Anteil junger Migranten an den Auszubildenden zu erhöhen. Künftig wird der Schwerpunkt auf Betriebsberatung und Ergebnistransfer liegen. „Wir haben bisher auch Einzelfallberatung von Neuzugezogenen gemacht. Das fällt weg. Das war ein großer Bereich“, sagt die pro-regio-Geschäftsführerin Yvonne Salewski. Das hat zur Folge, dass sich das Team verkleinern muss. Statt 5,5 Vollzeitstellen wird es nur noch 2,5 geben. Die Zahl der Mitarbeiter wird sich nach Salewskis Angaben von sieben auf fünf verringern.

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Beim Kausa-Projekt hatte pro regio im September seine Kooperationspartner zu einer Fachtagung nach Hannover ins Stadtteilzentrum Krokus eingeladen. Diskussionsthemen waren eine bessere Vernetzung der Akteure untereinander, die Ergänzung von Unterstützungsangeboten für Ausbildungsbetriebe und die Weiterentwicklung von Informationsangeboten für Jugendliche, Eltern und Multiplikatoren.

Weitere Beispiele dokumentieren die Arbeit der Kausa-Servicestelle. Gleich zweimal richtete pro regio wegen der großen Nachfrage im Oktober ein neues kostenfreies Seminar „Guter Start in die Ausbildung“ aus. „Das Seminar hilft den Teilnehmern dabei, Stolpersteinen beim Start ins Berufsleben aus dem Weg zu gehen. Das Wissen über die Erwartungen der Betriebe und ein angemessenes Verhalten am Arbeitsplatz gibt den Jugendlichen mehr Selbstbewusstsein und Sicherheit“, erläutert pro-regio-Mitarbeiterin Heike Hinrichs. Pro regio will auch 2019 solche Seminare anbieten. Außerdem hat der Verein mit Unterstützung des niedersächsischen Kultusministeriums die Grafik „Wege in den Beruf“ aktualisiert und dazu ein Begleitheft für Beratungskräfte erarbeitet.

Die Mitgliederwerbung des Vereins im zurückliegenden Jahr war erfolgreich. Als neue Mitglieder hat er die Firmen Mussmann Heizungstechnik aus Uetze und Christof Wegner Güterkraftverkehr aus Altmerdingsen sowie die Stadt Wunstorf gewonnen. Damit zählt pro regio laut Geschäftsführerin Salewski derzeit 23 Mitglieder.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller