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Uetze Region investiert 1,1 Millionen Euro am Dollberger Bahnhof
Aus der Region Region Hannover Uetze Region investiert 1,1 Millionen Euro am Dollberger Bahnhof
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17:42 24.10.2019
Hinter dieser Reihe mächtiger Eichen an der Ladestraße in Dollbergen wird die Park-and-ride-Anlage mit 133 Autostellplätzen gebaut. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
Dollbergen

Was lange währt, wird endlich gut. Einigkeit, dass am Dollberger Bahnhof dringend mehr Parkplätze für die Pendler benötigt werden, besteht schon seit Jahren. Doch die Kommunalpolitiker im Rat und im Ortsrat Dollbergen haben immer wieder diskutiert, wie die Zu- und Abfahrt der Fahrzeuge zu den neuen Autostellflächen auf einer Wiese in Bahnhofsnähe optimiert werden könnte. Das hat die Verabschiedung eines Bebauungsplans für die Park-and-ride-Anlage verzögert. Am Dienstagabend hat der Verwaltungsausschuss der Gemeinde endlich grünes Licht für den Plan gegeben.

Die Bauarbeiten sollen 2020 beginnen

Am Mittwoch konnte deshalb der Verkehrsausschuss der Region Hannover beschließen, für das Projekt mit 133 Autoparkplätzen, 160 überdachten Fahrradstellplätzen und einem Abstellbereich für Motorräder 1,1 Millionen Euro bereitzustellen. Die Bauarbeiten sollen schon im nächsten Jahr beginnen, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann. Rund 75 Prozent der Baukosten und 10 Prozent der Planungskosten will sich die Region vom Land – und zwar auf der Grundlage des Niedersächsischen Nahverkehrsgesetzes – wiederholen. Der Rest der Gesamtkosten wird aus der Regionskasse bezahlt.

Im Uetzer Gemeinderat sollte der B-Plan und die begleitende Flächennutzungsplanänderung für die Park-and-ride-Anlage auf der Südseite der Ladestraße erst am Donnerstagabend fallen. Die öffentliche Sitzung hat erst nach Redaktionsschluss begonnen.

1700 Pendler steigen täglich in die Regionalzüge

Den Dollberger Bahnhof nutzen an Werktagen rund 1700 Menschen aus der Gemeinde Uetze und den benachbarten Orten der Gemeinde Edemissen, um in die Regionalzüge nach Hannover und Wolfsburg zu steigen. Für sie gibt es derzeit eine Park-and-ride-Anlage im Süden der Gleise mit 57 Stellplätzen und eine im Norden mit 27 Parkplätzen. Deshalb parken die vielen Pendler jeden Tag die umliegenden Wohnstraßen zu – zum Verdruss der Anlieger. Die neue Anlage, die auf einer Wiese auf der Südseite der Ladestraße geplant ist, soll diese Situation entschärfen.

Zunächst sollen 133 zusätzliche Parkplätze entstehen

Die Wiese bietet Platz für einen Parkplatz für insgesamt 225 Personenwagen. In einem ersten Bauabschnitt sollen 133 Stellplätze entstehen. In einem zweiten Schritt könnten bei anhaltendem Bedarf weitere 92 Plätze angelegt werden. Die Ein- und Ausfahrt zu den Parkplätzen befindet sich an der Ackersbergstraße. Diese soll von den Autofahrern direkt von der Ladestraße aus angefahren werden – und nicht über die Berliner Allee mit ihren vielen Anwohnern. Die Ackersbergstraße ist in diesem Bereich nicht bebaut.

Vom Parkplatz aus wird ein Fußweg an der Reihe der mächtigen Eichen vorbei auf die Ladestraße führen. Eine Ein- und Ausfahrt auf den Parkplatz an dieser Stelle ist nicht möglich. Das wäre natürlich die beste Lösung gewesen, sagt Andreas Fitz, Sprecher der Gemeinde Uetze. Doch die Eichen sind als Naturdenkmal geschützt.

Region lässt Bike-and-ride-Anlage für 166 Fahrräder bauen

Die Bike-and-ride-Anlagen auf der Südseite wird erneuert. Die dortigen 144 Vorderradklemmen sind veraltet und werden ersetzt. In diesem Bereich sowie auf dem mit Schotter befestigten Vorplatz soll eine komplett überdachte Anlage mit Anlehnbügeln für 166 Fahrräder, 96 davon in abschließbaren Käfigen, entstehen. Außerdem sind Schließfächer sowie ein elektronisches Zugangssystem geplant, teilt Regionssprecher Abelmann mit. Auf dem Vorplatz des Bahnhofs wird darüber hinaus ein gepflasterter Abstellbereich für Motorräder angelegt.

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Von Anette Wulf-Dettmer

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