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Uetze Unfälle häufen sich auf der B 188
Aus der Region Region Hannover Uetze Unfälle häufen sich auf der B 188
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00:18 22.12.2018
Bei diesem Unfall an der Einmündung Burgdorfer Straße /B 188 war im Oktober ein 76 Jahre alter Autofahrer schwer verletzt worden. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Uetze

Die sich häufenden Unfälle auf der Bundesstraße 188 bereiten Bürgermeister Werner Backeberg Sorgen. Er hat dieses Thema beim alljährlichen Besuch der Verwaltungsspitze in der Polizeistation an der Kaiserstraße zur Sprache gebracht. Der Rathauschef gewann den Eindruck, dass sich in den vergangenen Monaten insbesondere Karambolagen an der Einmündung der Burgdorfer Straße in die Ortsumgehung von Uetze gehäuft hätten.

Nach den Worten von Polizeidienststellenleiterin Alexandra Frost ist oft menschliches Versagen wie Unachtsamkeit die Unfallursache. Unfallträchtig sei auch die Kreuzung Markt-/Umgehungsstraße. Die Verkehrsunfallkommission habe sich diese Kreuzung kürzlich genauer angeschaut, berichtete Frost. Ihr Kollege Frank Jädick machte darauf aufmerksam, dass sich die Sonne bei einem ganz bestimmten Sonnenstand in den Lichtern der dortigen Ampel spiegele. Dann sei nicht zu erkennen, ob sie Rot oder Grün zeige. Nach Frosts Einschätzung ist ein weiteres Problem, dass Autofahrer, die aus Richtung Abbeile kommen, an der Kreuzung gegen Abend in die tief stehende Sonne gucken müssen.

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Die Kreuzung Marktstraße/B 188 gilt als unfallträchtig. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Bislang gab es 2018 in der Gemeinde einen tödlichen Unfall. Auch der ereignete sich auf der B 188, und zwar in Höhe der Krausenburg. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zur Unfallursache dauern nach wie vor an.

Frost hatte auch erfreuliche Nachrichten für Backeberg und die Erste Gemeinderätin Ursula Tesch. „Wir haben in diesem Jahr signifikant wenig Einbrüche zu vermelden“, berichtete die Polizistin. Inzwischen seien viele Einwohner für dieses Thema sensibilisiert worden und sprächen zum Beispiel Fremde an. Wichtig sei, dass Einwohner sofort verdächtige Personen und andere Auffälligkeiten der Polizei mitteilen und damit nicht einen oder mehrere Tage warten. „Da muss man keine Scheu haben, die Polizei anzurufen“, sagteFrost.

„Die Jugendkriminalität ist auf einem extrem niedrigen Stand“, berichtete sie. Tesch gab zu bedenken, dass sich nach wie vor Jugendliche aus der Gemeinde im Internet mobbten. „Da sind ganz verschiedene Welten“, stellte sie fest. Nach Frosts Worten kommt Mobbing allerdings nicht nur unter Jugendlichen vor.

Dass die Internetkriminalität immer mehr zunimmt, spiegelt sich ebenfalls im Alltag der Polizeistation wider. Immer häufiger muss die Dienststelle laut Frost Warenkreditbetrügereien bearbeiten, weil Waren online unter falschem Namen bestellt worden seien.

Immer mehr Einsätze im Landkreis Celle

Die Sanitäter der DRK-Rettungswache sind immer häufiger außerhalb der Gemeinde Uetze im Einsatz. „Wir fahren tief ins Celler Gebiet hinein“, berichtete Ralf Kunter, Betriebsleiter des DRK-Rettungsdienstes für Burgdorf und Uetze, Bürgermeister Werner Backeberg und der Ersten Gemeinderätin Ursula Tesch bei deren Vorweihnachtsbesuch in der Rettungswache.

Nach Einschätzung des Betriebsratsvorsitzenden Renè Dirschau wird die Zahl der Einsätze im Landkreis Celle weiter zunehmen. Denn die Rettungswache Wienhausen werde nach Lachendorf verlegt. Die Sanitäter aus Uetze würden auch aus den Landkreisen Gifhorn und Peine angefordert. Außerdem würden sie nach Hämelerwald und zu Unfällen auf der A 2 gerufen. „Wir sind hier im Vier-Länder-Eck“, stellte Dirschau angesichts der Randlage in der Region Hannover fest.

„Werden Sie als Rettungskräfte bei Einsätzen bedroht?“ wollte Tesch wissen. „Der Respekt sinkt spürbar“, antwortete Kunter. Dirschau berichtete, dass Schaulustige im September beim Brand an der Kirchstraße die Löscharbeiten behindert hätten. Als er und seine Kollegin die Neugierigen wegschicken wollten, seien sie grob beleidigt worden. Kunter klagte darüber, dass Schaulustige immer öfter die Notfallsaniäter bei der Versorgung der Verletzten filmten. Das irritiere die Sanitäter und sei vor allem für die Unfallopfer beschämend.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller