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Uetze Auf Einkaufstour mit 15 Euro
Aus der Region Region Hannover Uetze Auf Einkaufstour mit 15 Euro
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14:47 23.09.2018
Frauen aller Altersklassen gehen bei der Kleiderbörse in der Grundschule am Katenser Weg auf die Suche nach dem passenden Pulli. Quelle: Sandra Köhler
Uetze

 Nichts passendes anzuziehen? Das kennt wohl jede Frau. Zweimal im Jahr bietet die Börse in der Grundschule am Katenser Weg Abhilfe. Dort gibt es gut erhaltene Kleidung in den Größen XS bis XXL zum kleinen Preis. Ein Geheimtipp ist die Börse, die eine muntere Riege von 16 Frauen seit mehr als zehn Jahren organisieren, schon lange nicht mehr, wie die Schlangen vor der Tür beweisen. Was bekomme ich wohl für 15 Euro? Eigentlich ist mein Schrank voll, aber gucken kostet ja nichts.

In der Warteschlange vor dem Einlass treffe ich Monique Judel aus Hänigsen und Charleen Langemeyer aus Obershagen. Für beide ist es der erste Besuch der Frauen-Börse, die Baby-Börse besuchen beide jedoch regelmäßig: „Man findet immer was“, sagt Langemeyer. Warum nun die Frauenbörse? „Wir haben beide einiges an Gewicht verloren, sind aber noch nicht am Ziel. Und da wollen wir schauen, ob wir hier was finden, was jetzt passt“, erklärt Judel freimütig. Sie will nach Hosen schauen, ihre Freundin auch nach einer Winterjacke. Ich wünsche beiden Glück – und stürze mich selbst ins muntere Treiben.

Ein Teil der Frauen, die die Börse ehrenamtlich organisieren. Die anderen Teammitglieder können ihre Posten beim Basar nicht verlassen. Quelle: Sandra Köhler

Die Auswahl ist groß, fast wie in einem Bekleidungsgeschäft. Kein Wunder: Nehmen die Veranstalterinnen doch bis zu vier Klappkörben voller Kleidung von maximal 60 Anbieterinnen an. „Wir sind insgesamt etwa 36 Stunden beschäftigt“, sagt Daniela Bothe. Denn jedes Stück wird nicht nur mit Nummer und Preis ausgezeichnet. Sondern auch nach Art – Pullover, Hose, Jacke, Sport- oder Abendbekleidung – sortiert und in einzelnen Abteilungen ausgelegt. Oder auf Bügel gehängt und an Kleiderständern präsentiert.

Das spart Besucherinnen wie mir Zeit und Nerven. Die meisten haben große Taschen dabei und geben sich damit als alte Börsen-Hasen zu erkennen. Denn Einkaufswagen gibt es hier nicht. Meine Tochter hatte mir mit auf den Weg gegeben: „Wenn du einen schlichten Pulli mit Kapuze und Taschen findest, bring ihn mir bitte mit. Keine Aufschrift. Es sei denn, es steht Oberzicke oder sonst was Cooles drauf.“ Ok, also ran an die Stapel. Ein wenig geht es zu wie beim Schlussverkauf. Frauen jeden Alters scheinen es ebenfalls auf Langärmliges abgesehen zu haben. Tommy Hilfinger für fünf Euro, Esprit für vier: Inmitten der Stapel finden sich auch bekannte Hersteller für wirklich kleines Geld.

Nur nichts nach dem Geschmack meiner Tochter. Also schaue ich für mich selbst. Mehrere Minuten kreise ich um ein blaues Sweatshirt mit asymmetrischer Knöpfung. Ok, das kostet vier Euro und darf mit. Am Jeansstand ist die Auswahl erschlagend. Ich fische eine Hose mit netter Auswaschung für fünf Euro vom Tisch. Anprobieren? Nee, mach ich sonst auch eher selten. Anhalten. Wird schon passen. Passend zur Oberbekleidung gibt es auch Schuhe, Tücher, Schals und Taschen. Nicht meine Baustelle. Einen Ersatz für meine Gürteltasche, bei der der Reißverschluss aufgibt, finde ich leider nicht. Schade. Jacken. Hm. Eigentlich habe ich gefühlt 20 Stück. Trotzdem kann ich bei einer rot-weißen Skijacke mit Armstulpen und Kapuze nicht nein sagen. Außerdem: Sie kostet ja nur sechs Euro.

Ein Blick auf die Uhr: Ups, ich bin bereits eine Stunde am Schauen. Zeit, zur Kasse zu kommen. 15 Euro hat mich der Spaß gekostet. Und die Erkenntnis gebracht: Wenn mir demnächst wieder einmal der Sinn nach Shoppen steht, ist die Börse am 23. März eine Überlegung wert.

Von Sandra Köhler

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