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Uetze Wasserverband baut neue Druckrohrleitung
Aus der Region Region Hannover Uetze Wasserverband baut neue Druckrohrleitung
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09:47 29.01.2019
An der Erse-Brücke, die abgerissen werden soll, ist die alte Druckrohrleitung befestigt. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Eltze/Benrode

Die für 2020 geplante Erneuerung der Erse-Brücke zwischen Benrode und Eltze wirft ihre Schatten voraus. Wegen der bevorstehenden Bauarbeiten lässt der Wasserverband Peine im Bereich der Brücke auf rund 100 Metern Länge eine neue Druckrohrleitung verlegen. Der Grund: Die alte Leitung ist an der Brücke befestigt, die abgerissen werden soll. Die neue wird mit einem Düker in einem besonderen Schutzrohr unter der Erse hindurchgeführt.

Beim Bau der neuen Druckrohrleitung wendet die Baufirma das Horizontalbohrspülverfahren an, bei dem die Rohre unterirdisch verlegt werden, ohne einen Graben auszuheben. Nur einzelne Baugruben sind erforderlich. „Wenn die Wetterlage es zulässt, sollen die Arbeiten bis Ende Februar abgeschlossen werden“, sagt Sandra Ramdohr, Sprecherin des Wasserverbands. Anschließend würden die alten Rohre abgebaut. Für das Bauprojekt hätten die Planer Kosten in Höhe von 230.000 Euro veranschlagt.

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Durch die Druckrohrleitung befördert der Wasserverband das Abwasser aus Eltze und Dedenhausen von der Pumpstation auf dem früheren Eltzer Klärwerksgelände zunächst nach Benrode und von dort aus weiter zur Kläranlage bei Uetze. Während der Bauarbeiten müssen Haushalte laut Ramdohr nicht mit Einschränkungen bei der Abwasserbeseitigung rechnen – auch nicht, wenn die neue an die alte Leitung angebunden wird. Dann werde das Schmutzwasser für kurze Zeit im Abwassersystem gestaut.

Die Region Hannover plant, 2020 die Erse-Brücke zu erneuern. Ursprünglich war der Neubau für 2018 vorgesehen. Seit Kurzem liegt der Regionsverwaltung der Planfeststellungsbeschluss, also die Baugenehmigung, vor. In diesem Jahr will sie beim Land einen Baukostenzuschuss nach dem niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz beantragen. Der Baubeginn hängt von der Förderzusage ab. Wegen des schlechten Zustands der jetzigen Brücke ist auf der Kreisstraße 127 im Bereich der Überführung die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 50 begrenzt.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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