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Wedemark A-7-Baustelle: Region stellt mobile Ampel an Goltermann-Kreuzung auf
Aus der Region Region Hannover Wedemark A-7-Baustelle: Region stellt mobile Ampel an Goltermann-Kreuzung auf
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13:26 12.07.2019
Autobahnbaustelle: Bereits am ersten Ferientag quält sich eine Blechlawine durch die Wedemark. Probleme gibt es speziell an der Goltermann-Kreuzung in Elze. Quelle: Sven Warnecke
Elze

Jetzt also doch: Die Region Hannover stellt kurzfristig eine mobile Ampelanlage an der Kreuzung von Wasserwerkstraße und Plumhofer Straße in Elze auf. Das ist Ergebnis eines Ortstermins von Gemeindevertretern und Region Anfang der Woche. „Wir sind uns einig, dass die Ampel kommen soll“, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann jetzt auf Nachfrage. Wann die Anlage wirklich aufgestellt wird, konnte der Sprecher nicht auf den Tag genau sagen. Voraussichtlich in der kommenden Woche.

Entscheidung für die Ampel an der Goltermann-Kreuzung kommt zu spät

Angesichts der bereits begonnenen Sommerferien in Niedersachsen scheint diese Entscheidung zu spät zu kommen. Bereits am Donnerstag herrschte wegen Baustellenstaus auf der Autobahn 7 an der sogenannten Goltermann-Kreuzung zeitweise Chaos, verbunden mit langen Wartezeiten. Am Sonnabend steht der erste Hauptreisetag bevor. „Wir haben bisher keine Notwendigkeit gesehen“, sagt der Regionssprecher. Doch in naher Zukunft soll dort auch dauerhaft eine Ampel den Verkehr am Knotenpunkt regeln.

Während der Bauarbeiten auf der Autobahn 7 im vergangenen Jahr hatte die Region dort bereits eine mobile Anlage installiert, um den Verkehr besser zu koordinieren. Die Goltermann-Kreuzung liegt zwar nicht auf der offiziellen Umleitungsstrecke durch die Wedemark, dennoch rollen dort täglich Tausende Fahrzeuge rüber, die von Navigationsgeräten geleitet den Stau umfahren wollen. Seit dem Frühjahr wird der nächste Abschnitt der A7 saniert – eine Ampel wurde bislang jedoch nicht aufgestellt. Region und Gemeinde waren sich zunächst einig, dass dies bisher nicht nötig gewesen ist. Doch die Region wollte kurzfristig handeln, falls dies erforderlich ist. Jetzt ist es so weit: Am vergangenen Wochenende hat die Sanierung auf der A7 – kurz vor dem Start der Sommerferien – so richtig begonnen. Täglich bilden sich seither auf dem Abschnitt kilometerlange Staus. In der Folge wird die Wedemark als Umleitungsstrecke genutzt.

Nur auswärtige Kennzeichen: Bereits am ersten Ferientag quält sich eine Blechlawine über die Goltermann-Kreuzung in Elze. Quelle: Sven Warnecke

„Die Sicherheit geht vor“, sagt Abelmann. Die Region habe eine Firma gesucht, die die Anlage aufstellen könne. Am Donnerstag erteilte die Behörde den Auftrag. Der Aufbau sei „kein großer Akt“. Die genauen Kosten kann die Region noch nicht beziffern. „Wir schätzen, dass das Aufstellen der Anlage mit rund 4000 Euro zu Buche schlägt, der Betrieb mit etwa 1500 Euro im Monat“, sagt Abelmann. Die Ampel soll bis zum Ende der Bauarbeiten auf der A7 – voraussichtlich im Dezember – stehenbleiben. Für Fußgänger gibt es drei mit Lichtsignalen ausgestattete Querungsmöglichkeiten.

Zusätzliches Tempolimit nachts in Elze, Meitze und Gailhof

Die Gemeinde Wedemark begrüßt diese Entscheidung – drängt allerdings auf Zeit. „Wir warten sehnsüchtig darauf, dass die Ampel kommt“, sagt Sprecher Ewald Nagel. „Mit dem, was da kommt, sind wir sehr zufrieden.“ Zudem werde es auf der Kreisstraße 107 von Elze über Meitze nach Gailhof von 20 bis 6 Uhr innerorts ein Limit von Tempo 30 geben – so, wie in den Orten entlang der Landesstraße 190 – , kündigt Nagel an.

Autobahnbaustelle: Bereits am ersten Ferientag quält sich eine Blechlawine durch die Wedemark. Probleme gibt es speziell an der Goltermann-Kreuzung in Elze. Quelle: Sven Warnecke

Und eine zweite wichtige Entscheidung ist gefallen: Auch dauerhaft will die Behörde an der sogenannten Goltermann-Kreuzung eine Ampel installieren. Die Nachricht über den Bau einer dauerhaften Lösung in Elze überbrachte der SPD-Regionsabgeordnete Walter Zychlinski dem Ortsrat Elze/Meitze in der jüngsten Sitzung. Regionssprecher Abelmann bestätigte das Vorhaben der Behörde auf Nachfrage. „Das ist unsere Problemkreuzung“, sagt Zychlinski. Nicht nur, weil der Punkt auf dem Schulweg von vielen Kindern liege. „Von Norden muss man immer einen Blindflug machen“, sagt der Regionsabgeordnete. Zudem sei der Umleitungsverkehr problematisch.

Regionssprecher: Dauerhafte Ampel steht frühestens in zwei Jahren

Eine dauerhafte Ampel sei deshalb „eine ganz, ganz wichtige Geschichte“. Zychlinskis Angaben zufolge soll die Anlage bedarfsorientiert von Rot auf Grün oder andersherum springen. So sollen Wartezeiten verkürzt werden. „Wir wollen eine intelligente Steuerung“, sagt Ortsbürgermeister Benk. „Das Projekt wird noch in diesem Jahr in die Umsetzung gehen“, schreibt der Sozialdemokrat in einer Mitteilung. Bis die Ampel in Betrieb gehe und die Kreuzung ausgebaut ist, werde es „voraussichtlich mehr als ein Jahr“ dauern.

„Wir stehen ganz am Anfang der Planung“, sagt Abelmann. „Die genaue Ausgestaltung ist demnach noch offen.“ Der Zeitplan hänge von der Ausschreibung ab. Frühestens in zwei Jahren sei alles fertiggestellt. Das Ziel der Behörde sei eine „Vollsignalisierung der Ampel“, sagt der Regionsprecher. Die Kosten kann er noch nicht beziffern. Diese seien Bestandteil der Planung. Doch eine dauerhafte Ampel sei Schritt zwei. „Wir kümmern uns erstmal um die jetzige Situation dort“, erklärt Abelmann.

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