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Wedemark Künstlerin Elisabeth Röpert zeigt Malereien in Brelinger Mitte
Aus der Region Region Hannover Wedemark Künstlerin Elisabeth Röpert zeigt Malereien in Brelinger Mitte
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00:16 10.05.2019
Elisabeth Röpert hat sich die Ausstellung ihrer Bilder so schön nicht vorgestellt. Quelle: Ursula Kallenbach
Brelingen

Ein Lebenswerk der Künstlerin Elisabeth Röpert ist zurzeit im Kulturverein Brelinger Mitte zu sehen: Mode- und Werbegrafiken aus den Fünfzigerjahre, Tuschezeichnungen und Aquarelle aus den Achtziger- und Neunzigerjahre, Figurzeichnungen, Aktskizzen, Stillleben, Blumen- und Landschaftsaquarelle. Die Ausstellung der 1930 geborenen Hamburger Künstlerin steht Besuchern bis zum 24. Mai in der Brelinger Mitte offen.

„Immer wieder Anders“ – der Titel verweist auf den Geburtsnamen Anders der Künstlerin, die über viele Stationen der Ausbildung, des kreativen beruflichen Schaffens in Werbeagenturen und der Familiengründung es dennoch nicht aufgab, sich der Malerei zu widmen. „Sie haben ihre Kinder um sich geschart, die bringen Ihren Erfolg jetzt zum Glänzen“, hob Bettina Arasin bei der Ausstellungseröffnung in Anwesenheit der Künstlerin hervor. 2013 ist Röpert in die Wedemark gezogen, um in der Nähe der Familie ihrer Tochter leben zu können, sagte die Vorsitzende des Kulturvereins.

„Jede Menge Arbeiten liegen noch im Keller“

Das ganze Lebenswerk sei dies nicht, betonte die Tochter, Anne Röpert-Kütemeier. „Diese ganz besondere Ausstellung zeigt einen Ausschnitt. Jede Menge Arbeiten liegen noch im Keller.“ Bei der Haushaltsauflösung der Wohnung ihrer Mutter in Hamburg hätten sie als Kinder „diesen Schatz mitgenommen“. Erst über Kontakte in Brelingen sei die Idee entstanden, die Werke öffentlich zu zeigen. Sohn Christian Röpert, Gitarrist aus Hamburg, schenkte seiner Mutter und den Gästen zur Ausstellungseröffnung eine ruhige Besinnung: je ein Musikstück aus Barock, Klassik und dem 20. Jahrhundert spielte er.

„Lassen Sie sich auf eine Zeitreise bringen“, gab Arasin den Gästen mit auf den Weg durch die Schau der Zeichnungen und Malerei ab 1970. Schon als kleines Kind zeichnete und malte Röpert täglich mit Begeisterung. Als es kurz nach Kriegsende für die damals 15-Jährige um die Frage der Berufswahl ging, soll ein Freund der Mutter, Kunstmaler, den entscheidenden Satz gesagt haben: „Die Deern muss malen!“

Künstlerin gibt Beruf für Familie auf

An der Hamburger Meisterschule für Mode absolvierte sie die Ausbildung zur Modegrafikerin und arbeitete ab 1949 zunächst freiberuflich für die Deutsche Presseagentur. An den Laufstegen der Hamburger Nachkriegszeit skizzierte sie die Mode der Fünfzigerjahre mit großem Erfolg. Doch dem Vater war das freiberufliche Wirken der kreativen Tochter nicht ganz geheuer und er drohte, sie als Bürokraft unterzubringen, sollte sie keine Festanstellung finden. So arbeitete die junge Frau mehrere Jahre in verschiedenen Werbeagenturen, bevor sie heiratete und ein Jahr später zugunsten der Familiengründung ihren Beruf aufgab.

In den Achtzigerjahren versuchte sie den Wiedereinstieg in ihren Beruf und stellte fest, dass die Modegrafik inzwischen durch Fotografie und Computertechnik abgelöst worden war. Ihren Beruf gab es nicht mehr. Diese ernüchternde Erkenntnis markierte den Beginn ihres künstlerischen Schaffens. Fortan lernte sie bei Jens Cords, einem Weggefährten Horst Janssens, die Aquarellmalerei, später wurde sie von ihrem Lehrer Karl-Heinz Hoche beeinflusst.

Info: Bis zum 24. Mai wird die Ausstellung „Immer wieder Anders‘“ zu folgenden Zeiten für Besucher geöffnet: Montag, Mittwoch, Donnerstag und Sonnabend von 11 bis 12 Uhr sowie Dienstag und Freitag von 16 bis 17 Uhr, außerdem zu den Bürozeiten am Freitag von 9 bis 13 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Von Ursula Kallenbach

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