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Wedemark Bauarbeiten auf A 7: Ausfahrt Mellendorf wird gesperrt
Aus der Region Region Hannover Wedemark Bauarbeiten auf A 7: Ausfahrt Mellendorf wird gesperrt
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00:22 29.06.2019
Die Auf- und Abfahrt Mellendorf in Richtung Norden bleibt geöffnet. Gleiches gilt für die Auffahrt in Richtung Süden. Quelle: Sven Warnecke
Mellendorf

Auf der Autobahn 7 ändert sich ab dem Wochenende die Baustellenführung. Ausgerechnet zum Beginn der Sommerferien wird es eng auf der wichtigen Nord-Süd-Verbindung. Dadurch muss die Abfahrt Mellendorf/Fuhrberg in Richtung Süden gesperrt werden – bis zum Ende der Arbeiten. Bis Ende des Jahres soll – Stand jetzt – ein Großteil der Fahrbahngrunderneuerung auf dem circa sechs Kilometer langen Abschnitt Richtung Hannover abgeschlossen sein. Das sagt Ricke Graue, Fachbereichsleiter Bau bei der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Verden.

Von 15 und 19 Uhr werde die Baustelle am Sonnabend, 29. Juni, zwischen der Anschlussstelle Berkhof und dem Autobahndreieck Hannover Nord umgebaut. Der gesamte Verkehr in Richtung Süden wird auf die Fahrbahn gen Hamburg verlegt. „Hierbei kommt es während der Umlegung des Verkehrs zu Behinderungen“, heißt es in einer Mitteilung der Landesbehörde. Gen Norden stehen dann drei Fahrstreifen zur Verfügung, Richtung Süden verengt sich die Fahrbahn auf zwei Spuren.

Verzögerungen: Sperrung der Abfahrt spart Bauzeit

Dadurch muss die Abfahrt Mellendorf in Richtung Hannover gesperrt werden. Eine Auffahrt in Mellendorf in Richtung Süden ist aber weiterhin möglich. Die Sperrungen sei der Verzögerungen im Vergabeverfahren geschuldet, sagt Graue. Die Landesbehörde habe dadurch erst später den Auftrag für die Arbeiten erteilen können. Die Abfahrt sei zugunsten der Bauzeit dicht. „Man spart dadurch wirklich mehrere Wochen“, sagt der Fachbereichsleiter. In Richtung Hamburg können Autofahrer an der Anschlussstelle weiterhin auf- und abfahren.

Verkehrsteilnehmer, die in die Wedemark wollen, werden bereits in Berkhof von der Autobahn geleitet und fahren dann über die offizielle Umleitungsstrecke auf der Landstraße 190.

Ende des Jahres – so das Ziel der Landesbehörde – soll es auf dem Autobahnabschnitt eine deutliche Entspannung geben, weil dann ein Großteil der Arbeiten abgeschlossen sein sollen. Dann gebe es keine Verschwenkungen mehr, sagt Graue. Der Verkehr könne auf den jeweiligen Richtungsfahrbahnen geführt werden. Restarbeiten an den Seiten- und Mittelstreifen würden jedoch bis Februar nächsten Jahres andauern. „Witterungsbedingte Verzögerungen sind möglich“, heißt es von der Landesbehörde weiter. Die Baukosten für die Gesamtmaßnahme beziffert sie auf circa 21 Millionen Euro. Die Behörde dankt den Verkehrsteilnehmern für ihr Verständnis und „bittet gleichzeitig um erhöhte Aufmerksamkeit im Baustellenbereich“.

Gemeinde will Sanierung nicht verhindern

„Wir haben der Maßnahme erst zugestimmt, nachdem die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zugesagt hat, wieder alle bewährten Maßnahmen des vergangenen Jahres zur Verkehrsberuhigung zu installieren“, sagt Wedemarks Bürgermeister Helge Zychlinski. Er könne und wolle die Autobahnsanierung nicht verhindern, eine intakte Autobahn sei schließlich im Interesse aller. Er sei aber auch für die Sicherheit in seiner Gemeinde zuständig, betont Zychlinski.

Deshalb müsse die Landesbehörde beispielsweise bei der mobilen Ampelanlage an der Kreuzung von Landesstraße 310 und Kreisstraße 107 in Gailhof nachsteuern. „Die Ampel in Gailhof ist nicht so für Fußgänger ausgestattet, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagt Wedemarks Bürgermeister. Auch ein paar Schilder, die die Höchstgeschwindigkeit in den Orten entlang der offiziellen Umleitungsstrecke nachts auf Tempo 30 beschränken, müssten noch aufgestellt werden. Zudem wird ein Hinweisschild installiert, das den Verkehr Richtung Westen zur A 352 nicht auf die Wedemarkstraße führt, sondern direkt zur Anschlussstelle Kaltenweide. Die Landesbehörde habe Zychlinskis Angaben zufolge gegenüber der Verwaltung zugesagt, die Maßnahmen umzusetzen, bevor die Autobahnausfahrt gesperrt wird.

Landesbehörde: Keine Änderungen an Ampel möglich

Graue bestätigt, dass bei den Tempo-30-Schildern vonseiten der Landesbehörde bereits nachgebessert wurde. Auch das Hinweisschild soll wieder kommen. „Das wird auf jeden Fall – wenn es nicht schon steht – kurzfristig aufgestellt“, sagt er am Mittwoch auf Nachfrage. Auch eine Anfrage zur Ampel in Gailhof sei bei der Landesbehörde angekommen. Allerdings ging es dabei um eine extra Grünphase für Linksabbieger in Richtung Autobahn, so Graue. Diese ist aus Sicht der Behörde nicht möglich. Das verschlechtere die Situation in beide Richtungen, denn der Gegenverkehr müsste länger Rot haben, sagt der Fachbereichsleiter. Eine separate Abbiegespur ist ebenfalls keine Option – dafür fehle die Breite.

Weiter keine Ampel in Elze

An der Goltermann-Kreuzung in Elze hat die Region Hannover bisher noch keine Ampel installiert. „Aktuell wäre es nicht nötig gewesen, eine aufzustellen“, sagt der Wedemärker Bürgermeister. „Wir haben von der Region die Zusage, dass sie schnell reagieren, wenn sich die Sachlage ändert.“ Regionssprecherin Christina Kreutz bestätigte bereits Anfang Juni, dass die Behörde – falls erforderlich – kurzfristig reagieren wolle. Beobachtungen hätten keinen signifikanten Anstieg der Fahrzeuge ergeben.

Nach Abschluss der Arbeiten zwischen Berkhof und Hannover-Nord fehlt noch ein letzter Abschnitt auf der Autobahn 7, der saniert werden muss. Auch dafür hat die Landesbehörde bereits einen Plan: „Im März schließt sich unmittelbar der letzte Abschnitt zwischen Allertal und Berkhof in Richtung Hannover an “, sagt Fachbereichsleiter Graue.

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