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Wedemark Gemeinde sucht Investoren für Grundstück in Resse: Wer hat eine Idee?
Aus der Region Region Hannover Wedemark Gemeinde sucht Investoren für Grundstück in Resse: Wer hat eine Idee?
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16:57 19.11.2019
Um diese Fläche an der Straßenecke Altes Dorf und Vor den Höfen geht es: Direkt angrenzend befindet sich der seniorengerechte Wohnkomplex (links), fußläufig der Frischmarkt Pagel (im Hintergrund). Quelle: Gabriele Gerner
Resse

Eine Gastronomie, Dienstleistungen oder ein Geschäfts- und Bürogebäude: Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie das Grundstück an der Straßenecke Altes Dorf und Vor den Höfen in Resse genutzt werden kann. Die Kommune Wedemark sucht jetzt Investoren für die Fläche, die seit mehreren Jahren brach liegt. Die Kommune kommt damit einem Vorschlag aus dem Ortsrat nach. Das Dorf soll „einen Anlaufpunkt für das Ortsleben bekommen“, heißt es in einer Mitteilung.

„Die Gemeinde verkauft dort ein vollerschlossenes Grundstück“, sagt Kay Petersen, Fachbereichsleiter Planen und Bauen in der Verwaltung. „Auf der 672 Quadratmeter großen Fläche soll Nutzung entstehen, die das Gebiet um den vorhandenen Supermarkt noch attraktiver macht – dafür werden gute Konzepte und Ideen gesucht.“ Das Areal grenzt an die Fläche des Frischmarkts, der im kommenden Jahr ausgebaut werden soll.

Das Grundstück ist 672 Quadratmeter groß. Das Gebäude muss eine Mischnutzung zulassen und darf maximal zweigeschossig sein. Quelle: Gabriele Gerner

Laut einer Mitteilung aus dem Rathaus suche die Gemeinde Investoren, die eine Idee haben, „die für alle Generationen interessant und publikumswirksam seien und dazu noch eine gute Ergänzung zur vorhandenen Infrastruktur darstellten.“ Es sei beispielsweise auch eine Gastronomie oder ein Ort für kirchliche, kulturelle, gesundheitliche oder sportliche Zwecke denkbar. Auch Einzelhandelsbetriebe seien zulässig – ausnahmsweise. „Reine Wohnbebauung ist nicht gewünscht und vorgesehen“, sagt der Fachbereichsleiter. Die zu verkaufende Fläche ist als Mischgebiet festgesetzt.

Bisher gibt es keinen Interessenten

In einem im Dezember 2018 einstimmig beschlossenen Antrag hatte der Ortsrat für das Baugrundstück einen Investorenwettbewerb vorgeschlagen. Seit mehreren Jahren liegt die Fläche, die der Verwaltung gehört, brach. Bislang hat sich nach Aufstellung des B-Plans kein Interessent gefunden. Der Ortsrat fordert eine baldmögliche Bebauung mit einer Kombination aus Wohnen und Gewerbe oder Dienstleistung.

Ortsbürgermeister freut sich über Initiative der Gemeinde

Resses Ortsbürgermeister Jochen Pardey begrüßt das jetzige Vorgehen und die Initiative der Gemeinde. „Eine weiterhin positive Entwicklung der Einwohnerzahl verbessert die Möglichkeit, das Infrastrukturangebot weiter auszubauen“, schreibt Pardey auf Nachfrage. Denkbar sei auf dem Areal beispielsweise unter anderem die Ansiedlung einer Tagespflegeeinrichtung. Die von der Gemeinde genannten Nutzungsmöglichkeiten entsprechen der inhaltlichen Abstimmung mit dem Ortsrat, berichtet Pardey. „Es ist zu wünschen, dass möglichst bald Konzeptvorschläge von interessierten Investoren vorliegen“, berichtet der Ortsbürgermeister. „Sobald dies der Fall ist, wird sich der Ortsrat damit beschäftigen, denn natürlich ist eine möglichst baldige Verwirklichung wünschenswert.“

WWR: Warum passiert erst jetzt etwas?

Auch die Wählergemeinschaft Wedemark-Resse (WWR) begrüßt es, dass „nach zehn Jahren dieses Grundstück nun endlich angefasst wird“ – das schreibt Sprecher Andreas Ringat. Warum es erst jetzt passiere, sei jedoch „völlig unverständlich“. Die WWR habe in der Vergangenheit diverse Nachfragen im Ortsrat an die Verwaltung gerichtet – jedoch „immer ohne Ergebnis“, berichtet Ringat. Da der Frischmarkt erweitert wird und damit einhergehend auch das Café vergrößert wird, wünschen sich viele Resser kein weiteres Café. „Eine Möglichkeit wäre sicherlich die Ansiedlung eines Seniorenbetreuungsdienstes, der durch die Lage auch für Teile von Garbsen und Neustadt interessant wäre“, so der WWR-Sprecher. „Kleingewerbe oder eine Zweigstelle einer Apotheke wären auch vorstellbar.“

Interessierte Bewerber müssen pro Quadratmeter 130 Euro zahlen, um das Grundstück zu erwerben. Das Gebäude darf in den Entwürfen maximal zweigeschossig sein. Zudem darf höchstens 35 Prozent der Fläche bebaut werden. Bewerber können sich per E-Mail an bauland@wedemark.de wenden.

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