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Wedemark Goltermann-Kreuzung in Elze: Ampel erkennt Motorräder nicht
Aus der Region Region Hannover Wedemark Goltermann-Kreuzung in Elze: Ampel erkennt Motorräder nicht
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17:35 07.08.2019
Dieser Motorradfahrer muss eine Weile warten, bis er auf der Goltermann-Kreuzung in Elze grünes Licht erhält. Offenbar sind die Sensoren nicht richtig eingestellt. Quelle: privat
Elze

Sie steht und hat Strom: Die mobile Ampel auf der Kreuzung von Wasserwerkstraße und Plumhofer Straße in Elze ist seit knapp zwei Wochen in Betrieb – aber funktioniert offenbar nicht richtig. Motorräder oder Fahrräder, die an den Haltelinien auf ein grünes Signal warten, scheint die Anlage auf der Goltermann-Kreuzung nicht zu erkennen. Die Region Hannover kündigt nach Beschwerden an, die Schaltung im Laufe der Woche überprüfen zu lassen.

Ein Motorradfahrer musste am Wochenende auf der Plumhofer Straße in Richtung Süden an der Ampel anhalten. Doch es geschah lange Zeit nichts. Erst, als ein Auto sich von hinten näherte und auf das Fahrzeug fast auffuhr, erkannte die Anlage, dass jemand wartet. Die Ampel sprang auf Grün um, und das Motorrad konnte weiterfahren. Da stellt sich die Frage: Stimmt die Schaltung der Anlage? Ist die Ampel richtig programmiert?

Wasserwerkstraße hat dauerhaft Grün

Nach Auskunft von Regionssprecherin Christina Kreutz ist die Ampel so programmiert, dass Verkehrsteilnehmer auf der Wasserwerkstraße (K109) „Dauergrün“ und somit freie Fahrt haben. Auch ohne Lichtsignale hatten Autofahrer auf der Wasserwerkstraße Vorfahrt. „Es sei denn, an einer der beiden anderen Abzweigungen der K107 – oder an beiden – warten Fahrzeuge, oder Fußgänger fordern Grün an“, berichtet Kreutz.

Bis Verkehrsteilnehmer auf einem der beiden Stränge der Plumhofer Straße dann Grün bekommen, könne es bis zu 50 Sekunden dauern. Dies sei die Summe aus maximaler Grünphase und dem Übergang zwischen den Lichtsignalen. Insgesamt sollte keiner der Verkehrsteilnehmer Kreutz‘ Angaben zufolge länger als zwei Minuten auf Grün warten müssen. Ist auf den Straßen weniger Verkehr, sollten sich die Zeiten nach Angaben der Regionssprecherin verkürzen. „Bei geringer Belastung sollte niemand länger als 60 Sekunden warten müssen“, sagt Kreutz.

Sensoren erkennen wartende Fahrzeuge

Damit die Ampel erkennt, von wo aus Verkehrsteilnehmer kommen und auf ein grünes Signal warten, ist sie mit Sensoren ausgestattet. Die Ampel sei so programmiert, „dass die Sensoren auch Radfahrer und Motorräder erkennen sollten“, berichtet Kreutz auf Nachfrage. „Es kann jedoch geschehen, dass die Sensoren verstellt werden.“ Die Region will deshalb die Schaltung überprüfen lassen.

Dass an der Goltermann-Kreuzung jetzt eine mobile Ampel steht, hängt mit der Baustelle auf der Autobahn 7 zusammen. Seit dem Frühjahr buddeln Bauarbeiter auf der Fernstraße. Die Anwohner in Elze sind vom Umleitungsverkehr geplagt. Dieser führt auswärtige Autofahrer zwar offiziell über die Landesstraße 190, doch auch auf der Plumhofer und Wasserwerkstraße sind viele Fahrzeuge unterwegs. Täglich fahren Tausende Autos und Lastwagen über die Kreuzung in dem Ort.

Zunächst sahen Region Hannover und die Gemeinde Wedemark keine Notwendigkeit, den Verkehr an dem Knotenpunkt durch Lichtsignale regeln zu lassen. Nach einem Ortstermin Anfang Juli änderten sie ihre Meinung. Die Region kündigte an, dort kurzfristig eine mobile Anlage aufzustellen. Seither ragen Masten am Straßenrand in die Höhe und Kabel sind über die Fahrbahnen gespannt.

Dauerhafte Ampel soll kommen

Seit Ende Juli funktioniert die Ampel nun auch. Wirbel um den Stromanschluss hatte die Inbetriebnahme verzögert. Die Region Hannover schätzt, dass die Ampel monatlich rund 1500 Euro kostet. Nach Plänen der Behörde soll die Anlage bis zum Ende der Bauarbeiten auf der Autobahn – voraussichtlich im Dezember dieses Jahres – auf der Kreuzung stehen bleiben. Doch auch dauerhaft soll der Verkehr an dem unübersichtlichen und kurvenreichen Knotenpunkt durch Lichtsignale geregelt werden. Die Region Hannover plant dort die Installation einer festen Ampel. Frühestens in zwei Jahren sei die Anlage fertiggestellt, sagte Regionssprecher Klaus Abelmann Mitte Juli auf Nachfrage.

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