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Wedemark Schulleiter Behrens geht in den Ruhestand
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00:17 31.01.2019
Nach 23 Jahren als Leiter der Grundschule in Resse verabschiedet sich Werner Behrens in den Ruhestand. Quelle: Ursula Kallenbach (Archiv)
Resse

Werner Behrens verabschiedet sich am 30. Januar nach 23 Jahren als Schulleiter der Grundschule Resse offiziell in den Ruhestand. Im vergangenen Oktober feierte der 64-jährige Pädagoge sein 40-jähriges Dienstjubiläum. Wohin die Reise wohl weiter geht für Schüler, Eltern und Lehrer – dazu hat sich der scheidenden Rektor durchaus geäußert.

Einstimmen am Wochenanfang: Schulleiter Werner Behrens musiziert und singt mit den Grundschülern. Quelle: Ursula Kallenbach

In erster Linie bleibt für Behrens der gute Zusammenhalt in der ganzen Resser Schulgemeinschaft. Schüler, Lehrer, Eltern und Gäste waren immer willkommen, wenn die Kinder singen, auf Instrumenten spielen, Gedichte aufsagen, Geburtstage besingen oder Themen aus dem Unterricht präsentieren würden. „Das bringt gute Laune“, sagt er mit einem Lächeln. Außerdem würden dabei so Informationen zur anstehenden Woche gegeben und Vorfälle und Beschwerden aus der Vorwoche benannt.

Inklusion ist eine der größten Aufgaben

Der Schulleiter sieht eine ganze Menge Vorzüge, die die Resser Grundschule zu bieten hat – und er zählt sie auch gern auf. „Wir sind seit 2017 eine offene Ganztagsschule mit teilgebundenen Zügen im dritten und vierten Jahrgang. Unser Kooperationspartner, die Kita Resse direkt nebenan, sorgt für Mittagstisch und Betreuung“, sagt er.

Für ihn ist eine der größten Aufgaben das Thema Inklusion. Aber auch: „Die besondere Herausforderung in den nächsten Jahren wird die Umsetzung der Ganztagsschulen sein. Jeder Standort hat seine eigenen Bedingungen und stellt eine besondere Herausforderung dar“, meint er. Komplett gegen den Strich gehe ihm die Tatsache, dass Ganztagsschulen noch nicht die vorgesehene hundertprozentige finanzielle und personelle Unterstützung durch das Land erhalten. „Was die nötigen Räumlichkeiten angeht, gibt es viel Luft nach oben. Es sind viele Wünsche und Ideen da – aber sie müssen finanziert werden“, sagt er und fügt hinzu: „Um Inklusion und Integration in den Grundschulen zu verwirklichen, muss noch sehr viel getan werden.“

Grundschulleiter Werner Behrens hat in Resse den Spendenlauf etabliert. Quelle: Sven Warnecke (Archiv)

Digitale Vernetzung der Schulen fehlt

Doch es hat sich auch einiges getan, etwa auch in der Resser Grundschule. So werden dort seit 20 Jahren konsequent Computer eingesetzt. „Wir haben eine Schullizenz zu einem Lernprogramm, das Unterstützung für die Fächer Deutsch, Mathematik, Sachunterricht und Englisch anbietet“, erläutert Behrens das Rezept. Seinen Angaben zufolge würden die Lehrkräfte die Programme je nach ihrer eigenen Affinität zu digitalen Medien anwenden. Mittlerweile gebe es auch einen Internetzugang. „Hätte ich noch mehrere Dienstjahre vor mir, würde ich daran arbeiten, dass eine bessere digitale Vernetzung der Schule in Angriff genommen wird, vielleicht auch Laptop-Klassen eingerichtet werden“, sagt der 64-Jährige.

Und wovor hat ein Schulleiter besondere Angst? „Die zunehmende Bürokratie und Verwaltungsaufgaben waren oft eine Herausforderung für mich“, sagt Behrens und ergänzt: „Mir half es dann immer, im Unterricht die Fröhlichkeit und Unbeschwertheit der Kinder zu erleben.“ Das wird ihm nun ab Donnerstag fehlen.

Zur Person: Gitarre ist der Anker durch das ganze Leben

Bevor Werner Behrens im Februar 1996 Rektor an der Grundschule Resse wurde, war er von 1985 bis Januar 1996 schon als Lehrer in Helstorf tätig. So bringt es der Pädagoge auf 34 Jahre Grundschulerfahrung. Zählt man die gemeinsamen Berufsjahre mit seiner Frau Rosemarie seit 2004 an der Resser Schule noch hinzu, sind im Hause Behrens in Helstorf nun 48 Jahre kunterbuntes Lehrerleben versammelt. In der Familie fordern nach den Kindern Franziska und Martin mittlerweile der zweijährige Enkel Tom und die im November geborene Lia Aufmerksamkeit. Ihnen möchte Werner Behrens in seinem Ruhestand mehr Zeit widmen, ebenso der Arbeit in Haus und Garten, dem Reisen, Sport und – dem Musizieren. Mit der Konzertgitarre hat Behrens seinen Weg gemacht, sie war sein Anker: „Seit meiner eigenen Schulzeit habe ich permanent Gitarrenunterricht erteilt.“

Von Ursula Kallenbach

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