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Wedemark Leinenzwang: CDU fordert freien Auslauf für Hunde
Aus der Region Region Hannover Wedemark Leinenzwang: CDU fordert freien Auslauf für Hunde
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00:15 20.05.2019
Nach Meinung der CDU Wedemark sollen sich Hunde in der Brut- und Setzzeit austoben können - ohne Leine. Quelle: Philipp von Ditfurth (Archiv)/ Symbolbild
Wedemark

Die Idee stammt von Wedemarks stellvertretenden Bürgermeister Hans-Joachim von Einem (CDU). Nach seinem Dafürhalten sollen sich auch in der Gemeinde während der sogenannten Brut- und Setzzeit – sie dauert immerhin vom 1. April bis zum 15. Juli – Hunde einmal austoben können. Auf entsprechenden Auslaufflächen – wie es in vielen Kommunen wie etwa Langenhagen möglich ist. In der Flughafenstadt gibt es entsprechende Areale etwa im Wietzepark oder auch im Stadtpark.

Aus diesem Grund wollen die Wedemärker Christdemokraten die Gemeindeverwaltung beauftragen, geeignete Flächen in der Kommune „zu suchen und nach Beschluss des Rates auszuweisen“, heißt es in einem Antrag, der dem Gremium in der öffentlichen Sitzung am Montag, 20. Mai, vorgestellt wird.

Christdemokraten haben das Tierwohl im Auge

Die CDU begründet den Vorstoß auch damit, dass der Deutsche Tierschutzbund in Sachen Haltung von Hunden ausführt, dass es sich dabei um Lauftiere mit einem großen Bewegungsbedürfnis handele, die während des allgemeinen Leinenzwangs nicht gegeben sei. Doch genau das widerspreche dem Bedürfnis der Tiere, untermauert Susanne Brakelmann als stellvertretende Wedemärker Bürgermeisterin den Antrag ihres Parteikollegen und spricht von einer „langen Zeit, in der Hunde in der Feldmark nicht frei laufen dürfen“. Kontakte zwischen den Hunden sei aber für das soziale Verhalten immens wichtig, argumentiert sie. Damit sie auch mal spielen können, betont sie. Und das gelte auch außerhalb dieses Zeitraumes, betont Brakelmann.

Die Kommunalpolitikerin erinnert dabei aber auch daran, dass zum einen Niedersachsen eines der wenigen Bundesländer ist, die diese Leinenpflicht vorschreiben würden. Und auch, dass es inzwischen diverse Kommunen gäbe, die es Frauchen oder Herrchen dank der Auslaufflächen bei der Hundehaltung allgemein leichter machen würden. Die CDU möchte Brakelsmanns Angaben zufolge keine eingezäunten Areale. Vielmehr solle die Gemeindeverwaltung doch zunächst einfach einmal prüfen, wo es in der Wedemark ohne großen Aufwand entsprechende Plätze gebe. Der CDU schweben etwa Flächen im Bereich von Regenrückhaltebecken oder entlang von Wegen vor.

Gemeindeverwaltung soll Optionen prüfen

Allerdings, da wird Brakelmann deutlich, gehe das etwa auch nicht ohne die Zusammenarbeit mit den Jägern. So müsste geklärt werden, ob auf dem gegebenenfalls ins Auge gefassten Areal nicht etwa die „letzte Rebhuhn-Kolonie“ Wedemarks brüte. Ihr sei es auch wichtig, dass die Gemeindeverwaltung nicht unbedingt nur eine Fläche aufzeige, gar favorisiere. „Es wäre ja gut, den Hund nicht quer durch die Wedemark zu karren“, unterstreicht sie die Forderung nach möglichst vielen dezentralen Gebieten in der Kommune. Dabei rufen die Christdemokraten die Bürger aktiv zur Mithilfe auf.

Wer eine Idee hat, kann sich per E-Mail an Antragsteller Hans-Joachim von Einem per E-Mail an achim.von.einem@arcor.de wenden. Die öffentliche Sitzung des Wedemärker Rates beginnt am Montag, 20. Mai, um 20 Uhr im Saal des Bürgerhauses in Bissendorf, Am Markt 1.

Von Sven Warnecke

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