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Wedemark Ortsrat und Gemeinde schauen sich Baustelle an
Aus der Region Region Hannover Wedemark Ortsrat und Gemeinde schauen sich Baustelle an
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00:21 23.11.2018
Mitglieder des Ortsrates, Anwohner und sowie Mitarbeiter vom Wasserverband und Avacon schauen sich gemeinsam mit Thorsten Dick (dritter von links) aus dem Team Tiefbau der Gemeinde die gemachten Arbeiten an. Quelle: Julia Polley
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Resse

 Es ist geschafft: Die Bauarbeiten rund um die Leipziger Straße in Resse sind nach mehr als eineinhalb Jahren Bauzeit fast abgeschlossen. Bis auf kleine Reparaturarbeiten durch das ausführende Unternehmen Rohr- und Tiefbau Hoya, die Thorsten Dick aus dem Team Tiefbau der Gemeinde als „Kosmetik“ bezeichnet, ist alles fertig. Bei einer gemeinsamen Begehung von Ortsratsmitgliedern mit Anwohnern, der Gemeinde und Mitarbeitern von Avacon und des Wasserverbands Garbsen-Neustadt haben sich diese das Ergebnis angeschaut.

Mitte der Sechzigerjahre ist das Baugebiet südlich der Leipziger Straße in Resse entstanden. Jetzt war es an der Zeit die Stromleitungen zu erneuern. Doch nicht nur Avacon hat als Dienstleister der Gemeindewerke Wedemark am Stromnetz gearbeitet. Auch der Wasserverband hat die Wasserleitungen ausgetauscht. Die Gemeinde Wedemark nutzte anschließend die Chance und pflasterte die Fuß- und Stichwege zu den Reihenhäusern neu. „Günstiger können wir nicht die Fußwege sanieren“, sagt Dick.

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Arbeiten seit Anfang 2017

Anfang 2017 haben die Arbeiten rund um die Leipziger Straße begonnen: Gehwege wurden aufgebuddelt, und der Asphalt der Straßen aufgefräst. Auch in einigen Vorgärten der Häuser hat Avacon neue Stromleitungen verlegt und eine Trafostation bereitgestellt. „Insgesamt haben wir 161 Hausanschlüsse für Strom erneuert“, sagt Projektleiter Andreas Laue. Zudem wurden seinen Angaben zufolge 530 Meter Mittelspannungs- und 2,3 Kilometer Niedrigspannungskabel in die Erde gelassen. Für diese Arbeiten erhalten die Gemeindewerke nun eine Rechnung von 566.000 Euro.

Auf eigene Kosten hat Avacon außerdem leere Rohre für Glasfaserkabel mit verlegt. „Sonst müssten wir in ein paar Jahren wieder alles aufreißen“, sagt Laue. „Jetzt konnten wir alles in Eins machen.“ Insgesamt 139 Häuser haben einen Anschluss für die künftige Breitbandversorgung erhalten, 3,5 Kilometer Leerrohre liegen unter der Erde. „Die Glasfaserkabel werden dann später in die Rohre eingeblasen“, sagt Laue. Einen Provider, das heißt Betreiber für die Breitbandversorgung, gibt es aber noch nicht.

Auch der Wasserverband hat dazu beigetragen, dass in den Straßen einige Kilometer Rohre im Erdreich verschwunden sind. In zwei Bauabschnitten haben insgesamt 166 Haushalte neue Hausanschlüsse erhalten. „Rund 1,6 Kilometer Leitungen haben wir verlegt“, sagt Torsten Matussek, Leiter der Wasserverteilung beim Wasserverband. Insgesamt haben die Arbeiten 1,4 Millionen Euro gekostet.

Unmut bei Anwohnern

Bei den Anwohnern hatte sich in den vergangenen Monaten Unmut über die lange Dauer der Arbeiten breit gemacht. „Die Kombination der Arbeiten hat mehr Zeit gekostet“, sagt Matussek. Laue ergänzt: „Wir mussten die einzelnen Schritte untereinander koordinieren. Zudem ist eine Sanierung der Leitungen immer mit großem Aufwand verbunden.“ Das alte Netz können nur nach und nach abgeschaltet werden, sonst könnten die Kunden nicht mehr versorgt werden.

„Vom Grundsatz ist es sinnvoll die Arbeiten zu bündeln und nur einmal die Straßen und Gehwege aufzumachen“, sagt Ortsbürgermeister Jochen Pardey. Es wäre allerdings besser gewesen, wenn die Kommunikation mit den Anwohnern klarer gelaufen wäre – auch in Bezug auf die Verzögerungen bei der Fertigstellung. Andreas Ringat von der Wählergemeinschaft Wedemark Resse überreichte Dick eine Mappe mit Fotos von Schäden, die bei einer Anwohner-Begehung vor zwei Wochen festgehalten wurden. Ob diese allerdings im Zusammenhang mit den Arbeiten stehen, soll nun geprüft werden. So auch Absenkungen auf der Straße Im Felde, auf die Anwohnerin Sabine Lippmann aufmerksam gemacht hat.

Bei dem Rundgang wurden nur kleinere Schäden festgestellt. Insgesamt zeigten sich alle zufrieden mit dem Ergebnis. „Die Stichwege zu den Häusern sind toll geworden“, sagt die stellvertretende Ortsbürgermeisterin Antje Kaufmann. Dick ergänzt: „Die Straßen wurden dadurch aufgewertet.“

Von Julia Polley

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