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Wedemark Straße der Kinderrechte: Resser Schüler enthüllen neues Kunstwerk
Aus der Region Region Hannover Wedemark Straße der Kinderrechte: Resser Schüler enthüllen neues Kunstwerk
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13:24 12.07.2019
Künstler Fred Ahrens berichtet bei der Übergabe des Kunstwerks, welche Mühen er mit dem Material Aluminium hatte. Quelle: Ursula Kallenbach
Resse

Ein Herz im Übermaß: 2,90 mal 3,40 Meter, komplett aus Aluminium gebaut und geformt, hineingestellt sind Eltern mit Kind. Dies ist das neueste Kinderrechte-Kunstwerk in der Wedemark. In Resse, auf einem Stück Gemeindegrund am Frischmarkt Pagel, springt es mit seiner Botschaft täglich öffentlich ins Auge. Resser Grundschüler haben Vorarbeit geleistet, der Wedemärker Künstler Fred Ahrens hat sie ausgeführt.

Denn er ist zugleich Hausmeister an dieser Grundschule, und die Abstimmung zwischen Künstler und den Kindern der dritten und vierten Klassen ging leicht. Gleichwohl: „Es war eine schwere Aufgabe, ich habe es probiert“, sagte Ahrens bei der Enthüllung der Skulptur. Aus vielen Einzelmodellen der Mädchen und Jungen hatte er das Herz gestaltet. Eine Beleuchtung wäre noch schön, wünschte er sich, während die stellvertretende Ortsbürgermeisterin Antje Kaufmann sich für Sitzbänke dort aussprach.

Kinder wählen Recht auf Fürsorge aus

Das Recht auf elterliche Fürsorge hatten die Resser Schüler aus den zehn von den Vereinten Nationen verbrieften Kinderrechten ausgewählt, um mit ihren Lehrern an dem Thema zu arbeiten. „Familie ist der innerste Schutzraum“, bekräftigte Schulleiterin Christina Jarolin den Impuls der Kinder. Der Schutz und die Liebe im Elternhaus, später erweitert in der Schule, seien unglaublich wichtig. Auch als Vorbilder sollten Eltern diesen Schutz leben, sagte sie. Von einem anderen, auch dringenden Wunsch der Jungen und Mädchen im Familienalltag berichtete Ahrens: „Kinder haben mir auch gesagt, dass Eltern nicht so viel ihr Handy betätigen sollen“.

Neun Kunstwerke sollen in gemeinsamen Projekt entstehen

Dies ist schon das zweite Kinderrechte-Kunstwerk in der Wedemark, mit der die Kommune das Thema Kinderrechte in eine Kooperation mit Neustadt und Wunstorf erweitert. Das erste wurde kürzlich vor der Kapelle in Negenborn aufgestellt. Insgesamt sollen neun Kunstwerke in diesem gemeinsamen Projekt der Kunstschulen in den drei Kommunen entstehen, die dabei zusammen als Leader-Region Meer & Moor von der EU gefördert werden.

Die Idee, Kinderrechte sichtbar zu machen, ging 2008 von der bundesweit ersten Straße der Kinderrechte in Mellendorf aus. „Da haben wir sechs Objekte geschaffen“, berichtete Bernd Tschirch, Leiter der Kinder- und Jugendkunstschule Wedemark. Verlängert wurde diese Kunstwerke-Straße dann als „Kinderrechte mal 16“ schrittweise hinein in 16 Wedemärker Ortschaften. Am Ende stehen die Kunstwerke im Raum Wedemark-Wunstorf-Neustadt und machen auf die Rechte der Kinder aufmerksam.

Gemeinde hat viele zertifizierte Projekte entwickelt

„Wir sind total stolz und freuen uns, dass dieses Projekt jetzt auf andere Kommunen übergeht“, betonte Wedemarks Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier. Dies sei ein Verdienst von Kunstschulleiter Tschirch. Die Gemeinde Wedemark habe sich schon vor vielen Jahren mit den Kinderrechten auf den Weg gemacht und auch viele Projekte als zertifizierte kinderfreundliche Kommune entwickelt. „Es ist wichtig, dass wir Erwachsenen Euch immer mit einbeziehen“, bestätigte Schönemeier den Resser Schulkindern.

Die Hannoversche Volksbank (VR-Stiftung) gehört von Beginn an dem Arbeitskreis Kinderrechte in der Wedemark an und unterstützt die Vorhaben als Sponsor. „Die Kunstwerke-Reihe ist mit vielen Kosten verbunden“, verdeutlichte Kunstschulleiter Bernd Tschirch. Mit der Erweiterung fließen nun Leader-Zuschüsse aus Europa.

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Von Ursula Kallenbach

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