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Wedemark Lösungen für zwei Knackpunkte in Sicht
Aus der Region Region Hannover Wedemark Lösungen für zwei Knackpunkte in Sicht
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00:15 13.05.2017
Von Roman Rose
Anwohner hatten sich für mehr Sicherheit an der Kaltenweider Straße in Mellendorf eingesetzt und Gehör bei Politikern und der Gemeinde gefunden. Quelle: Archiv/Roman Rose
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Wedemark

Weniger Tempo für die Autos führt zu mehr Sicherheit für die Anwohner - das ist die Maxime, nach der auf der Kaltenweider Straße bis zum Ortseingang von Mellendorf aus Richtung Hellendorf demnächst die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 70 km/h reduziert wird. Diesem Wunsch von Anliegern und Gemeinde habe die zuständige Landesbehörde kürzlich ihre Zustimmung gegeben, berichtete Bürgermeister Helge Zychlinski jetzt im Rat. Auch Politiker von CDU und SPD hatten sich für die Anlieger eingesetzt.

Das Ergebnis wird ein sogenannter Geschwindigkeitstrichter sein, beginnend rund 200 Meter vor dem Ortseingang. Konkret werden die Autofahrer mittels Schildern von den bis dahin erlaubten 100 km/h erst auf 70 und am Ortseingang auf Tempo 50 heruntergebremst. Die Gemeinde konnte an dieser Stelle nicht selbst entscheiden, da es sich im eine Landesstraße handelt.

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„Wir haben lange intensive, aber konstruktive Gespräche mit den Mitarbeitern des Niedersächsischen Landesamtes für Straßenbau und Verkehr geführt“, fasst Bürgermeister Helge Zychlinski die Entwicklung der vergangenen Monate zusammen. Der Bereich sei kein Unfallschwerpunkt gewesen, deshalb habe man deutliche Überzeugungsarbeit leisten müssen. Schließlich hätten sich die Gemeindeverwaltung, Polizei und die Landesbehörde einvernehmlich auf die neue Regelung einigen können. „Es ist schön, dass es möglich ist, fixe Regelungen zugunsten der Bürger auszulegen. Es muss erfreulicherweise nicht erst ein Unglück geschehen, damit auch Maßnahmen getroffen werden, die über die Mindestanforderungen hinausgehen", ergänzte er im Nachgang in einer Pressemitteilung.

Derzeit stimmen sich die Behörden über den weiteren Weg ab, damit die Verkehrsberuhigung bald umgesetzt werden kann. Wegen der Beteiligung zahlreicher Behörden wird die Umsetzung einige Wochen dauern. 

Probleme an Industriestraße

Weniger erfolgreich war die Gemeinde bei Gesprächen mit privaten Grundstückseigentümern in der Frage, ob an der Industriestraße ein Fußweg gebaut werden kann. Das Problem: Den erforderlichen Grundstücksstreifen muss die Gemeinde ankaufen. Es gebe von zwei wichtigen Eigentümern aber keinerlei Bereitschaft, zu verkaufen, teilte Zychlinski im Rat mit. Man sei nicht einmal bis zur Preisfrage gekommen. Eine Enteignung würde viele Jahre dauern, sei deshalb keine Lösung.

Ein Ausweg sei, den Fuß- und Radweg auf der anderen Straßenseite zu bauen, wo sich allerdings ein Graben befindet. Das bedeutet noch höhere Kosten. Damit weder die Gemeinde noch die bisherigen Anlieger diese allein tragen müssen, schlug Zychlinski vor, dort im gleichen Zuge weiteres Gewerbe anzusiedeln. Dann würden auch die neuen Eigentümer herangezogen.

Gleichzeitig arbeitet die Gemeinde an der Zwischenlösung, einen Fußweg über die Eitzer Föhre einzurichten. Auch dort müssen aber private Eigentümer mitziehen. Im Juni solle von dieser Seite eine Entscheidung fallen, berichtete der Bürgermeister und zeigte sich optimistisch.

Tempo 50 am Haltestelle in Abbensen?

Den jüngsten Unfall am Montag an der Haltestelle Paul-Lincke-Weg in Abbensen nimmt die Gemeinde zum Anlass, dort noch einmal Tempo 50 zu fordern. Auch das berichtete der Bürgermeister im Rat. Entscheiden muss auch dort das Land, da die Alte Zollstraße eine Landesstraße ist. Bisher gilt dort Tempo 70. Am Montag war ein Autofahrer auf einen haltenden Bus aufgefahren, er verletzte sich leicht. Vor zweieinhalb Jahren war ein Kind nach dem Aussteigen aus dem Bus getötet worden.

Roman Rose 13.05.2017
Roman Rose 12.05.2017
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