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Wedemark Vandalismus ist ein Problem am Schulcampus
Aus der Region Region Hannover Wedemark Vandalismus ist ein Problem am Schulcampus
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18:15 22.12.2018
Der Schulcampus in Mellendorf ist ein weites Feld auch für jugendlichen Vandalismus. Quelle: Ursula Kallenbach
Mellendorf

Noch kurz vor dem Jahreswechsel nennt die Gemeinde Wedemark jetzt erstmals öffentlich ein gravierendes Problem auf dem Campus W in Mellendorf beim Namen: Vandalismus von Schülern und Wedemärker Jugendlichen auf dem Schulgelände und dem Fritz-Sennheiser-Platz.

Im Rückblick auf das ablaufende Jahr resümieren Bürgermeister Helge Zychlinski und die Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier, dass alle Beteiligten des Vandalismus dort nicht Herr geworden seien. Zu den immer wieder festgestellten, von Schülern verursachten Schäden in den Schulen – vor allem in den Sanitärbereichen – kämen ständige Regelverstöße auf dem Campus und an der Bushaltestelle davor. Während eines Pressegesprächs im Rückblick auf das Jahr 2018 ist vom Bürgermeisterzimmer aus live zu sehen, wie Jugendliche um die Mittagszeit an der Bushaltestelle etwas in Brand setzen und Rauchschwaden ziehen. „Das kommt öfter vor“, stellt die Verwaltungsspitze fest.

Abends treffen sich dort regelmäßig etwa 40 Jugendliche, überwiegend Wedemärker. Darunter fallen zahlreiche 13- bis 14-jährige Mädchen auf, die oft stark alkoholisiert sind. Diese Erkenntnisse gewinnt die Verwaltung aus dem Einsatz von zwei Sozialarbeitern aus der Jugendpflege der Gemeinde, die eigens für diese Arbeit dort am Platz abgestellt sind. „Es gibt die Überlegung, die auffälligen Jugendlichen in die Jugendhalle hinüberzuziehen und dort zu betreuen“, erläutert der Bürgermeister. Als Sofortmaßnahme gegen den Vandalismus auf dem Außengelände des Campus W hat die Gemeindeverwaltung einen Sicherheitsdienst mit der Kontrolle außerhalb der Schulzeiten beauftragt. Seit Oktober sind auch die beiden Sozialarbeiter abends vor Ort, um zur Deeskalation beizutragen und Übergriffe schon im Vorfeld zu verhindern.

Konkrete Kosten zum Beseitigen der Schäden und zum Personaleinsatz hat die Gemeindeverwaltung bislang nicht zusammengestellt. Schon lange haben auch die Schulen selbst in ihren Räumen auf dem Campus mit Vandalismus zu kämpfen und stellen intern ihre Regeln auf; doch haben auch sie in der Vergangenheit auf Fragen von außen die Probleme nur vorsichtig benannt oder bestätigt. Die Gemeindeverwaltung sieht durchaus, dass Schulleitungen die Vorfälle oft den jeweils anderen Schulformen und Schülern zuordnen, weil sie gegenüber ihrer eigenen Elternschaft standhalten und den Ruf wahren müssen. Der Schulträger Gemeinde habe seinerzeit bei Eröffnung des neuen Schulzentrums eine Vereinbarung mit allen Schülern zum respektvollen Umgang mit dem teuren Neubau getroffen, erinnert Zychlinski, doch seien die Schulen intern für die Regulation verantwortlich.

Um eine einheitliche Strategie zu finden, erörtern seit Gründung im Herbst 2018 an einem Runden Tisch Schüler, Eltern, alle Schulen am Campus , Schulträger Gemeinde, Polizei, Sicherheitsdienst, Jugendpflege, Sozialarbeiter und die Jugendhilfestation der Region die Problematik. „Im Januar 2019 kommen wir wieder zusammen“, kündigen Zychlinski und Schönemeier an. „Es kann so nicht weitergehen.“ In zwei Beratungsrunden habe der Kreis die Lage inzwischen bewertet; nun eruieren Kleingruppen, was konkret zu tun ist.

Von Ursula Kallenbach

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