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Wedemark Gemeindespitze sucht Dialog mit Schülern
Aus der Region Region Hannover Wedemark Gemeindespitze sucht Dialog mit Schülern
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00:16 27.01.2019
Gemeindekämmerer Joachim Rose im Gespräch mit Schülern der Stammgruppe 10.2 der IGS. Quelle: Gemeinde Wedemark, Ewald Nagel
Mellendorf

Kinder und Jugendliche sollen stärker an Verwaltungsabläufen beteiligt werden. Das ist ein Ziel des Projektes „Kinderfreundliche Kommune“ der Gemeinde Wedemark. Grund genug für drei Repräsentanten der Gemeinde, mal wieder die Schulbank zu drücken. Beim Bürgermeistertag besuchten Verwaltungschef Helge Zychlinski, die Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier und Gemeindekämmerer Joachim Rose über fünf Stunden 15 Klassen der Realschule, der Integrierten Gesamtschule (IGS) und des Gymnasiums in Mellendorf. Im Gespräch mit den Kindern und Jugendlichen erfuhren sie, was die Schüler bewegt.

„Der Zustand der Schultoiletten, vermüllte Spielbereiche, fehlende Radwege, volle Busse und schlechtes WLAN – das waren die wesentlichen Themen der Schüler“, fasste Gemeindekämmerer Joachim Rose anschließend zusammen. Doch es wurde auch einiges gelobt: Mit dem Schulzentrum und den Freizeitmöglichkeiten in der Wedemark zeigten sich die Jungen und Mädchen indes überwiegend zufrieden.

Zur Präsentation ihrer Sorgen und Wünsche nutzten die Schüler vielfältige Darstellungsformen: Mal inszenierten sie eine Talkshow, mal gestalteten sie ein Plakat, mal trugen sie ihre Wünsche in Form von Rap-Gesang vor. „Eine 8. Klasse hat jeden Tag die verschmutzten Toiletten in einer bestimmten Schulsporthalle fotografiert“, berichtete Carmen Mucha, didaktische Leiterin der IGS.

Dass am Wochenende und abends oft keine Busse fahren, war eine immer wieder vorgetragene Klage der Schüler. Deshalb will die Verwaltung den Service des Anruf-Sammel-Taxis (AST) bekannter machen. Zychlinski versprach zudem Gespräche mit Regiobus über die Situation der Personenbeförderung nach Schulschluss. Er empfahl: „Dokumentieren Sie es, wenn ein Schüler wegen eines übervollen Busses nicht mehr mitgenommen wird.“ Außerdem will sich der Bürgermeister für mehr Spiel- und Sportmöglichkeiten außerhalb von Schule und Vereinen stark machen. „Die Schüler wollen einfach mal irgendwo Fußball oder Basketball spielen.“

Damit die Wünsche der Schüler nicht in Vergessenheit geraten, wurden die Gespräche zwischen ihnen und Gemeindevertretern protokolliert. Zychlinski versprach, den Schülern Rückmeldungen zu geben, und sagte: „Manches wird schnell umzusetzen zu sein, manche Dinge wie Bauvorhaben dauern natürlich länger.“

Von Gabriele Gerner

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