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Wedemark Brelinger Kirche kreiert aus D-Mark Hilfe für die Diakonie
Aus der Region Region Hannover Wedemark Brelinger Kirche kreiert aus D-Mark Hilfe für die Diakonie
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18:05 23.08.2019
In vielen Haushalten findet sich die alte Währung noch - und kann als Spende gute Hilfe leisten. Quelle: Friedrich Bernstorf
Brelingen

Beim Zählen des Geldes hat Kirchenvorsteherin Marion Bernstorf kürzlich nach einem Sonntagsgottesdienst in der Brelinger Kirche eher ungewöhnliches Kollektengeld in ihren Händen gehalten: In einem der beiden kleinen Holzkästchen, die nahe den Kirchentüren stehen, fand sie mehrere Münzen und einen Schein mit der Aufschrift Deutsche Mark. Diese Vorgängerwährung des Euro war in Deutschland bis zum 31. Dezember 2001 offizielles Zahlungsmittel.

Auch alte DM-Scheine und -münzen sind im Kollektenkasten der Brelinger St.-Martini-Kirche willkommen. Quelle: Friedrich Bernstorf

„Wir sind auch für D-Mark und Pfennige dankbar“, betont die Kirchenvorsteherin, denn Münzen und Scheine können über die Deutsche Bundesbank in Euro umgetauscht werden. Dazu fährt Bernstorf zur Landesbank nach Hannover. Anschließend zahlt die Pfarrsekretärin das Geld auf das Konto der Diakonie der St.-Martini-Kirchengemeinde ein.

Alte D-Mark stecken in die Kollekte

Die Kirchengemeinde nimmt das alte Geld gerne an. Mehr noch: Bernstorf ruft dazu auf, in Haushalten noch vorhandene D-Mark Bestände zusammenzusammeln und diese in den Klingelbeutel oder Kollektenkasten der Kirche zu stecken.

„Wir unterstützen damit Menschen in der Gemeinde, die unverschuldet in Not geraten sind“, berichtet die Kirchenvorsteherin. Oft seien es nur kleine Beträge, die aus dem Gesammelten vergeben werden können. „Doch auch damit kann geholfen werden, wenn mal ein Kleidungsstück, Schulbedarf, Spielsachen für Kinder oder ein regelmäßiges Mittagessen finanziert werden muss.“ Aus der Mark wird so ein Diakonie-Euro, der innerhalb der Kirchengemeinde mit den Dörfern Brelingen, Negenborn und Oegenbostel Nöte lindern kann.

Bei vielen reicht die Rente nicht

„Auch bei uns gibt es Menschen, denen es finanziell nicht gut geht, obwohl sie jahrzehntelang gearbeitet haben“, verdeutlicht die Kirchenvorsteherin. Bei vielen älteren Menschen reiche die Rente nicht. Die Zahl der Bedürftigen sei in den vergangenen Jahren gestiegen, haben Bernstorf und die Pastorin festgestellt. Die Kirche versuche, unbürokratisch zu helfen.

„Unsere Pastorin hat in ihrem Amtszimmer auch eine kleine Kasse stehen und kann Menschen, die an der Tür klingeln, kurzfristig weiterhelfen“, berichtet Bernstorf. Ebenso gebe es in der Kirchengemeinde eine Kleiderkammer. Öffentlich würden alle diese Hilfen im Einzelfall nicht; Vertraulichkeit sei dabei selbstverständlich.

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Von Ursula Kallenbach

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