Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Wedemark Erlebnispfad muss nachgebessert werden
Aus der Region Region Hannover Wedemark Erlebnispfad muss nachgebessert werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 13.04.2019
Die Region Hannover, der Behindertenbeirat und die Gemeinde Wedemark sind sich einig: Der Weg, der zum Erlebnispfad in Resse führt, muss nachgebessert werden, weil der Splitt zu grob ist. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
Resse

 Barrierefreiheit auf dem Prüfstand: Die Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier hat gemeinsam mit Daniel Dietrich, Betreuer des Behindertenbeirats, und einigen Mitgliedern des Beirats sowie Projektleiter Marcel Hollenbach von der Naturschutzbehörde der Region Hannover, den Moorerlebnispfad in Resse unter die Lupe genommen. Deren Augenmerk galt Problemen für Menschen mit Handicap. Das Fazit aller Beteiligten: Es muss nachgebessert werden. Etwa am Zubringer zum Holzsteg. Denn der Splitt ist speziell für Rollstuhlfahrer zu grob – und damit unüberwindbar. Das soll nun noch vor der offiziellen Eröffnung am 17. Mai nachgebessert werden.

Gabriele Wolff von Behindertenbeirat steigt bei der Probe auf dem Parkplatz des SV Resse an der Osterbergstraße zunächst aus dem Fahrzeug aus und setzt sich in ihren Rollstuhl. Als erstes stellt sie gleich fest, dass die Hinweisschilder für mobilitätseingeschränkte Menschen viel zu niedrig hängen. „Das muss sich ändern“, sagt Wolff. Weiter geht es mit der rund 20-köpfigen Gruppe auf den Rundkurs des Erlebnispfades. Bereits nach einigen Metern gibt Wolff auf: Die Steigung des Fußweges übersteige sechs Prozent. Da komme auch ihr Rollstuhl mit elektrischen Antrieb nicht mehr hoch. Also muss ihr Mann Günter Anschub geben.

Feinere Deckschicht für Rollstühle

Bei dem Test-Rundgang schaut sich die Gruppe die Arbeiten sehr genau an – das sei die „Preview, um Nacharbeiten zu ermöglichen“, sagt der Projektleiter. Die Gelegenheit nimmt der Behindertenbeirat ganz besonders ernst. Neben der Rollstuhlfahrerin Gabriele Wolff ist auch der sehbehinderte Uwe Nautscher vom Beirat dabei. Hollebach erläuterte anschließend den Teilnehmern, dass die Arbeiten noch nicht abgeschlossen seien und Details – ihren Wünschen entsprechend – nachgebessert werden könnten. „Eine feinere Deckschicht für Rollstühle und Rollatoren sowie taktile Induktionsleisten für Blinde sollen noch nachgesteuert werden.“

Wolff und Nautscher hatten bei dem Probelauf auf dem Holzsteg des Moorerlebnispfades weiter keine großen Probleme, allein voranzukommen. Für den blinden Nautscher ist indes die Wegführung mit seinem Stab etwas uneben. Aber er orientiert sich am Holzgeländer und kommt nach eigenem Bekunden auch so gut voran. Wolff kann den rund einen Kilometer langen Steg dann auch ohne weitere Anschubhilfe meistern. Auch die Schautafeln, die über das Moor informieren, sind laut Wolff in richtiger Höhe angebracht. Nachbesserung soll noch beim QR-Codes für Blinde erfolgen, kündigt der Projektleiter an. „Dann können Nichtsehende den Code ertasten und auf ihren Mobiltelefon mit entsprechenden Informationen speichern.“

Im Moor ist Kneipen gut möglich

Toben, Natur erleben und Spaß haben. Das ermöglicht der Pfad durch das Resser Moor sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Davon sind ein Kilometer barrierefrei – zwei Kilometer aber nicht. Insgesamt sieben Stationen laden zu einem besonderen Erlebnis ein. Die kleinen und großen Besucher können im Moor etwa „kneipen“, über Holzbalken balancieren, den Torfstich kennenlernen, Kraniche in den Fokus nehmen und auf Bänken die Natur im Moor entspannt genießen.

Den Holzsteg halten 1,6 bis drei Meter lange, verzinkte Schraubfundamente. Diese gut 100 Jahre haltenden Schrauben sind nach Angaben des Projektleiters durchaus mit den Naturschutz vereinbar. „Betonfundamente wären das Schlimmste für die Natur“, erklärt Hollenbach. Die Region Hannover investiert in den Erlebnispfad 600.000 Euro.

Je nach Interesse bietet Margret Mahler, Geschäftsführerin vom Mooriz, Führungen an. Die offizielle Eröffnung des Moorerlebnispfades erfolgt am Freitag, 17. Mai, um 14 Uhr vom Parkplatz des SV Resse an der Osterberg Straße.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

Die Polizei Wedemark sucht Unbekannte, die in eine Werkstatt der Kläranlage in Bissendorf eingebrochen sind. Die Täter haben diverse Werkzeuge und Maschinen gestohlen.

10.04.2019

Die Eiskunstläufer aus der Wedemark haben wieder Klasse bewiesen. Beim SCC Pokal in Berlin hat es neben Siegen auch mehrere Podestplätze gegeben.

13.04.2019

Im Spaßbad Mellendorf beginnen die Vorbereitungen auf die neue Saison. Der Frühjahrsputz hat am 1. April begonnen. Ab Ende April können Schwimmer ins kühle Nass springen.

12.04.2019