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Wedemark Truppmann-Ausbildung: Feuerwehranfänger beweisen sich
Aus der Region Region Hannover Wedemark Truppmann-Ausbildung: Feuerwehranfänger beweisen sich
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17:50 17.11.2019
Als stellvertretender Gemeindeausbildungsleiter der Feuerwehr organisiert Eike Hanebuth den praktischen Teil der Prüfungen auf dem Gelände des Wasserwerks Elze und führt die Ausbilder. Quelle: Ursula Kallenbach
Elze

Bei ungeliebten Betriebsveranstaltungen meldet sich bekanntlich ein Teil der Gruppe krank – nicht so bei den Truppmannausbildungen und -prüfungen der Gemeindefeuerwehr Wedemark. „Die Krankheitsausfälle gehen generell gegen null“, hält Eike Hanebuth fest. So haben er als stellvertretender und Dirk Thelow als Gemeindeausbildungsleiter der Feuerwehr jetzt bei den Truppmannprüfungen 1 und 2 ihre Prüflinge komplett munter an Bord.

„Bei der Truppmann 1 lernen sie gehen, bei der T 2 lernen sie laufen“, sagt Thelow, um beides sollte es an diesem Wochenende erneut gehen. 20 Teilnehmende stellen sich im Feuerwehrgerätehaus Elze und auf dem Gelände des Wasserwerks Elze den Aufgaben der Truppmann-1-Prüfung in Theorie und Praxis. Ein Drittel von ihnen – Männer wie Frauen – ist als Quereinsteiger zur Feuerwehr gekommen, betont Hanebuth. „An diesem Ergebnis merken wir unsere offensive Werbung.“ In diesem Jahrgang sei allerdings der Anteil der Frauen darunter mit nur zweien geringer als in den Vorjahren. Truppmann 2 – da haben die Feuerwehranfänger schon regelmäßig ihre ergänzende Grundausbildung in den Ortsfeuerwehren hinter sich gebracht. Aus diesen Reihen absolvieren die Abnahme diesmal mehr als 40 Feuerwehrleute.

Die Truppmannausbildung – das heißt: Feuerwehranfänger lernen wichtige Handgriffe und Technik. Das Wasserwerkgelände in Elze ist für Prüfungen und Übungen der Gemeindefeuerwehr Wedemark ideal.

„Vor 20 Jahren mehr gefroren“

Wind und Wetter ist für alle schlimm, wenn sie in Herbst oder Winter mit Schläuchen, Wasser und Schaum, kalten Leitern und Geräten hantieren – sollte man denken. „Als ich vor 20 Jahren bei der Feuerwehr angefangen habe, habe ich jedenfalls mehr gefroren“, meint Hanebuth am Rande der Prüfungen. „Die neue Funktionskleidung hilft da.“ Die sandfarbene Schutzkleidung, mit der die Gemeinde Wedemark ihre Feuerwehrleute seit etwa eineinhalb Jahren kontinuierlich ausrüstet, schütze, so Hanebuth, gegen Brandeinwirkung, aber eben auch gegen Kälte.

Nach Maß fertigt der Hersteller die Funktionskleidung für jeden einzelnen Träger an. „Vermessen sind sie jetzt alle, aber nicht alle haben ihre neue Schutzkleidung schon ausgeliefert bekommen“, erklärt Hanebuth, warum seine Einsatzkräfte heute in unterschiedlichem Outfit angetreten sind. Mit der Vorgänger-Ausrüstung sei die Feuerwehr aber ebenfalls ohne erhöhte Krankenfälle durch die kalte Jahreszeit gekommen.

Riesenglück mit Wasserwerksgelände

Das Wasserwerk Elze ist gegen Unbefugte durch schwere Tore gesichert. Seit 2018 hat Enercity als Partner der Feuerwehr das Gelände für die Gemeinde Wedemark speziell zu Übungen und Prüfungen geöffnet. An Wochenenden ist es der Gemeindefeuerwehr erlaubt, das gesamte Areal zu benutzen: Flächen, Gebäudefassaden, auch Schulungsräume.

Da die Wasserwerksflächen kein öffentlicher Raum seien wie Straßen und Plätze, könnten Gerätschaften in Pausen stehen bleiben; dadurch erhöhe sich die Übungszeit. Optimal sei auch, dass die Feuerwehr die Wasserentnahmestellen nutzen und mit Schaumteppichen arbeiten dürfe. „Der Schaum wird vor Ort hergestellt und umweltgerecht entsorgt. Das ginge beispielsweise auf einem Schulgelände nicht“, erläutert Hanebuth. „Wir haben mit dem Areal von Enercity ein Riesenglück“, bestätigen die Gemeindeausbildungsleiter. Die Absolventen der Ausbildungen danken es an diesem Wochenende mit erfolgreicher Prüfung.

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Von Ursula Kallenbach

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