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Wedemark In Negenborn entstehen in Rekordzeit neue Kitaplätze
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18:56 14.09.2019
Durchschneiden das symbolische rote Band: Kita-Leiterin Janine Weise (von links), Bürgermeister Helge Zychlinski und Geschäftsführer Tim Arndt-Sinner. Quelle: Sven Warnecke
Negenborn

Die gemeinnützige Gesellschaft Kinderfreunde Wedemark hat gut eine Million Euro in Negenborn in eine neue Betreuungseinrichtung für die jüngsten Bewohner der Gemeinde investiert. Nach der feierlichen Eröffnung am Freitag werden von Montag an die ersten ein- bis sechsjährigen Kinder betreut. Zehn Erzieherinnen und Sozialassistentinnen stehen in der Einrichtung An der Bürgerwiese parat.

Den Lauf über den eigens für die Eröffnung ausgerollten roten Teppich hat sich auch Wedemarks Bürgermeister Helge Zychlinski nicht entgehen lassen wollen. Wie dankbar er dem Träger ist, der gemeinnützigen Gesellschaft Kinderfreunde um Geschäftsführer Tim Arndt-Sinner, machte der Verwaltungschef angesichts des gesetzlichen Anspruchs von Eltern auf einen Betreuungsplatz für ihre Kinder durchaus deutlich. Gut 20 Prozent aller derzeit verfügbaren Kita-Plätze in der Kommune hält die Gesellschaft vor.

Gesellschaft investiert gut eine Million Euro

In der Wedemark biete die aus einer einst reinen Elterninitiative hervorgegangene Gesellschaft mit der neuen Einrichtung in Negenborn – der nunmehr dritten in der Gemeinde – insgesamt gut 190 Kitaplätze an, sagt Arndt-Sinner. Angesichts des rekordverdächtigen Tempos beim Bau, wie er sagt – erst im Dezember hatte der Rat der Gemeinde nach nur kurzer Beratung grünes Licht gegeben –, dankte der Geschäftsführer allen daran beteiligten Parteien, vor allem auch Architekt Carsten Krüger. Lob zollte er auch der Gemeindeverwaltung sowie den Landesbehörden, aber auch den diversen Handwerkern, die in nur neun Monaten das Gebäude auf der Bürgerwiese haben entstehen lassen.

Nach nur neun Monaten Bauzeit ist die „Kinnerstuuv“ in Negenborn fertig. Quelle: Sven Warnecke

Peter Reuter: Infrastruktur im Dorf wächst

Für Negenborns Ortsbürgermeister Peter Reuter ist dort etwas „fantastisches“ für das Dorf entstanden, wie er auf Anfrage sagte. „Das hebt unsere Infrastruktur ungemein.“ Dabei erinnert Reuter aber auch daran, dass es zunächst auch kritische Stimmen im Ort gegeben hatte, weil die bislang von Vereinen und der Feuerwehr genutzte Fläche nun etwa zur Hälfte bebaut worden ist. Doch in diversen Gesprächen sei es dem Ortsrat gelungen, die Bedenken größtenteils zu zerstreuen. Auch der Vorwurf, den dort bislang beheimaten Kinderspielplatz für die Kita namens „Kinnerstuuv“ geopfert zu haben, begegnet Reuter heute mit dem Verweis auf den nicht weit entfernten Platz im Neubaugebiet Schwalbennest. Zudem seien die auf der Bürgerwiese installierten Geräte alle sehr in die Jahre gekommen gewesen und hätten so oder so abgebaut werden müssen, meint er.

Die Bürgerwiese liegt zentral in Negenborn und ist insgesamt gut 5000 Quadratmeter groß. Etwa 2000 Quadratmeter beansprucht nun die neue Kita, die eine Gebäudegrundfläche von 392 Quadratmetern aufweist. Das eingeschossige Haus in Holzbauweise besitzt diverse Gruppenräume und einen Bewegungsraum.

Bürgerwiese ist nun um etwa 2000 Quadratmeter kleiner

In der neuen „Kinnerstuuv“ gibt es künftig 25 Kita- und 15 Krippenplätze. Am Montag beziehen nach Auskunft der Einrichtungsleiterin Janine Weise zunächst fünf Kinder die neue Kitagruppe, die Waschbären, und sieben Kinder die Krippe, die Füchse. Bereits im Oktober würden die Gruppen aber wachsen, berichtete Weise über die weiteren Anmeldezahlen.

Nach rekordverdächtiger Bauzeit geht in Negenborn neue Kita an den Start.

Wie sehr diese neue Kinderbetreuungsstätte herbeigesehnt worden ist, zeigten die vielen Eltern mit ihrem Nachwuchs bei der Eröffnung. Dabei vergaß Arndt-Sinner aber auch nicht, den vielen hilfsbereiten Nachbarn während der Bauzeit zu danken. Sei es spontan mit einem Trecker samt Frontlader für Erdarbeiten, als „Paketannahme-Station“ oder einfach nur für die Gestellung einer Toilette: Sie alle hätten unbürokratisch geholfen, lobt der Geschäftsführer.

Und wie geht es mit den Ambitionen der Kinderfreunde weiter? Das lässt der Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft zunächst erst einmal offen – nach reichlich Stress in den vergangenen Monaten, wie er sagt. Gleichwohl: Die Wedemark ist reich an privaten Betreuungseinrichtungen. „Das macht auch die Vielfalt aus“, unterstreicht Arndt-Sinner.

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Von Sven Warnecke

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