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Wedemark Eltern wollen mehr Nachhaltigkeit und weniger Verschwendung
Aus der Region Region Hannover Wedemark Eltern wollen mehr Nachhaltigkeit und weniger Verschwendung
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12:03 17.11.2019
Vor dem „Zauberzimmer“ machen die Grundschüler Arno (7, von links), Greta (9) und Klara (8) auf das Schicksal des zwölfjährigen Jonas aufmerksam, dem die Spenden aus den Verkäufen zugute kommen sollen. Quelle: Ursula Kallenbach
Resse

„Man ist froh, wenn man es los ist und noch ein bisschen was dafür bekommt“, sagen Maren und Norman Koch. Vor ihnen auf dem Flohmarktstand in der Resser Grundschule liegen kleine, gut duftende Stapel von Babystramplern, Hemdchen, Höschen und Hütchen ab Größe 50. „Das sind zehn Monate von Paula“, erklären die jungen Eltern.

Kinderkleidung erstmals dabei

Erstmals hat der Förderverein der Schule nicht einen reinen Spielzeugbasar organisiert, sondern Kinderkleidung mit ins Angebot genommen – und viele Stände in der Pausenhalle sind mit Textilien für die Jüngsten belegt. „Heute ist viel los“, bestätigt Kati Denecke vom Förderverein. An 38 Ständen können die Besucher Gebrauchtes für Kinder zu günstigen Preisen einkaufen.

Tatsächlich fast geschenkt: gut erhaltene Kinderkleidung. Quelle: Ursula Kallenbach

Weiter nutzen statt wegwerfen

„Manche kommen nur, um Weihnachtsgeschenke günstig zu erstehen“, berichtet Denecke. Deshalb sind viele Erwachsene ohne Kinder unterwegs, „oder sie lassen die Kinder mit einem Augenzwinkern kurz in der Cafeteria und kaufen das Gesuchte ohne sie“. Nicht nur der Preis bringt Eltern – sei es als Verkäufer oder als Käufer – auf die Beine zu einem Flohmarkt. Die Nachhaltigkeit – weiter nutzen statt wegwerfen – spiele eine immer größere Rolle, sagt Kati Denecke. „Die Menschen wollen keine Verschwendung mehr.“ Und eine Mutter bestätigt: „Mit Holzspielzeug spielen die Enkel noch, das ist unverwüstlich.“

Schulklasse sucht Gesellschaftsspiele

Andererseits wird auf dem Basar schon in der ersten Stunde klar: Auch hochpreisige, gefragte Markenspielsachen gehen schnell weg. Ganze Schulklassen sind vor allem nach Gesellschaftsspielen auf der Suche: In den Klassen haben die Mädchen und Jungen vorher überlegt, was sie gern hätten.

Babysachen aus den ersten zehn Monaten möchten Maren und Norman Koch in der Grundschule Resse gern an junge Eltern weiterreichen. Quelle: Ursula Kallenbach

Aktion Kindertraum für Jonas

Und wieder ist bei dem Resser Schulflohmarkt ein „Zauberzimmer“ eingerichtet – ein großer Stand, voll mit weihnachtlichem Dekoschmuck. Alle Dinge sind gespendet, und wer kauft, spendet wiederum für den Verein Kindertraum. Der Erlös soll in Niedersachsen an den zwölfjährigen Jonas gehen, der an Leukämie erkrankt ist und sich wünscht, einmal seinen Urgroßvater in den USA zu besuchen.

„Der Schülerrat hat sich diesen Wunsch zu eigen gemacht“, erzählt Daniela Kourouklis vom Förderverein. Sie hilft den Schülern, die Aktion Kindertraum ordnungsgemäß auf den Weg zu bringen. In den Vorjahren sind in der Kasse im Schnitt 200 bis 300 Euro zusammengekommen, manchmal durch hohe Einzelspenden auch mehr als 1000 Euro.

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Da geht noch mehr: Die Spendenkasse für den kranken Jonas. Quelle: Ursula Kallenbach

Von Ursula Kallenbach

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