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Wedemark 80 junge Musiker stellen sich Juroren
Aus der Region Region Hannover Wedemark 80 junge Musiker stellen sich Juroren
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00:17 31.01.2019
Diana Julili (links) aus Isernhagen tritt in der Kategorie Violine an. Begleitet wird sie von Kimija Julili am Klavier. Quelle: Daniel Junker
Laatzen-Mitte/Wedemark

Kurz bevor die Vorführung beginnt, steigt die Anspannung. „Ich bin total aufgeregt, mir ist schon ganz schlecht“, sagt Diana Jalili, die sich in wenigen Minuten beim Regionalwettbewerb von Jugend musiziert in der Alterskategorie der Jahrgänge 2003 und 2004 der Jury stellen will. Die junge Violonistin aus Isernhagen hat unter anderem Kompositionen von Giuseppe Tartini und Max Bruch einstudiert. Etwa neun Monate lang bereitete sie sich vor. Begleitet wird sie von ihrer Schwester Kimija Jalili am Klavier.

Diana Jalili gehört zu den 80 Teilnehmern aus der Region Hannover, die am Sonnabend beim Regionalentscheid von Jugend musiziert in Laatzen-Mitte vor die Juroren getreten sind – darunter auch einige Talente aus der Wedemark, die mehrere Male erste Preise erhielten. Im Wettbewerb außen vor blieben lediglich Springe und größtenteils auch Hannover: „Hannover hat einen eigenen Wettbewerb, und die Musiker aus Springe beteiligen sich aufgrund der räumlichen Nähe am Wettbewerb in Hameln“, sagt Laatzens Musikschulleiter Ulrich Bernert, der dem Regionalausschuss des Wettbewerbs vorsitzt. Dafür waren in diesem Jahr erstmals junge Talente aus dem Kreis Celle dabei, wo sich sieben Musiker angemeldet hatten. Eventuell soll der Wettbewerb in den nächsten Jahren ganz nach Laatzen abgegeben werden, „die Überlegungen sind aber noch nicht abgeschlossen“.

Vom Landkreis Celle werde der Wettbewerb laut Bernert recht großzügig finanziell gefördert – samt eigenem Abschlusskonzert der dortigen Teilnehmer. „Von der Region Hannover bekommen wir hingegen gar kein Geld mehr“, sagt Bernert. „Von der Teilnehmerzahl her sind wir nach Hannover und Lüneburg einer der größten Wettbewerbe in Niedersachen, finanziell einer der ärmsten.“ Deshalb unterstützen die Städte den Wettbewerb mit einem Beitrag von 30 Euro pro Teilnehmer. Mit dem Geld werde unter anderem das Essen, das Stimmen der Klaviere und die Hausreinigung bezahlt. Zudem bekämen die Juroren eine Aufwandsentschädigung.

Raumnot beim Einspielen

In Laatzen war der Wettbewerb in der Grundschule Pestalozzistraße und dem benachbarten Erich-Kästner-Schulzentrum (EKS) zu Gast. „Wir bräuchten aber eigentlich doppelt so viele Räume, um das Einspielen optimal anbieten zu können“, sagt Bernert. „Wir können den Teilnehmern lediglich zehn Minuten für das Einspielen an ihren Instrumenten anbieten. 30 Minuten wären schon wünschenswert.“ Dass die Zeit knapp bemessen ist, zeigte sich vereinzelt auch vor Ort: Mehrfach kamen noch während laufender Vorbereitungen die nächsten Musiker in den Raum, sodass es hier und da zu kleineren Diskussionen kam.

Laatzen stellte mit acht Musikern die meisten Teilnehmer aus dem hannoverschen Umland. Aus der Wedemark kamen sieben, aus Gehrden fünf Musiker, Wunstorf und Ronnenberg entsandten vier Talente. Der jüngste Teilnehmer war in diesem Jahr sieben Jahre alt, der älteste 23.

Am Sonntag, 10. Februar, folgen die Abschlusskonzerte, bei denen die Preisträger ihre Stücke noch einmal vortragen. Das erste Konzert beginnt um 11 Uhr im EKS in Laatzen, Marktstraße 33. Am Nachmittag ab 16 Uhr folgt ein zweites Konzert mit Urkundenübergabe im Schloss Landestrost in Neustadt.

Jugend musiziert: So haben die Musiker aus dem Norden abgeschnitten

Drei Nachwuchsmusiker aus der Wedemark haben beim diesjährigen Regionalentscheid von Jugend musiziert in Laatzen einen ersten Preis erhalten. Leandra Constantinescu (Violine, 25 Punkte), Pia Mülke (Cello, 23 Punkte) und Marie Brüske (Gesang Pop, 24 Punkte) konnten die Jury mit ihrem Auftritt überzeugen. Einen zweiten Preis erhielt die Wedemärkerin Jana Paulsen (Gesang Pop, 17 Punkte). Über einen dritten Preis konnte sich Alisa Neemeyer (Gesang Pop, 16 Punkte), ebenfalls aus der Wedemark, freuen.

Aus Langenhagen gewann Bohan Lin (Violine, 22 Punkte) einen ersten Preis. Diana Jalili (Violine, 24 Punkte), Emelie Steinmetz (Cello, 25 Punkte), beide aus Isernhagen, freuten sich ebenfalls über einen ersten Preis.

In den Ensemble-Wertungen gewannen Lennart Sassenberg aus Langenhagen am Horn (Klavier-Duo mit Blechblasinstrument, 23 Punkte), das Langenhagener-Duo Benjamin Georgi (Horn) und Marie Strecker am Klavier (Klavier-Duo mit Blechblasinstrument, 24 Punkte) sowie Cosimo Freiherr von Knigge (Horn, 23 Punkte) aus Großburgwedel erste Preise.

Für einige Nachwuchsmusiker geht es in die nächste Runde: Am Landeswettbewerb nehmen Leandra Constantinescu, Diana Jalili, Emelie Steinmetz, Pia Mülke, Marie Brüske, Benjamin Georgi, Marie Strecker und Cosimo Freiherr von Knigge teil. jsp

Von Daniel Junker

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