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Wedemark Dreckiger Spaß: So war das zehnte Schlammfußball-Turnier der Landjugend
Aus der Region Region Hannover Wedemark Dreckiger Spaß: So war das zehnte Schlammfußball-Turnier der Landjugend
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18:03 25.08.2019
Das Schlammfußball-Turnier der Wedemärker Landjugend liefert den zahlreichen Zuschauern und Fotografen außergewöhnliche Fotomotive. Quelle: Patricia Chadde
Elze

„Brelinger Schlammriesen“, „Zechgötter“, der „Grillsportverein“, „Kuckis“, „Dorfkinder“, „Gottes Bodenpersonal“ und „Landeier“: So haben sich Mannschaften für das Schlammfußball-Turnier in Elze genannt. Doch es ist kein gewöhnlicher Kampf um den Ball. Die Spieler kickten im Matsch – und das bereits zum zehnten Mal.

Der Acker gleich hinter Goltermanns Gasthaus ist abgeerntet. Jetzt umrahmen Erdwälle zwei Rechtecke. Mit Wasser gefüllt ergeben sie die beiden Spielfelder, auf denen am Sonnabend sieben Mannschaften beim Schlammfußball-Turnier der Wedemärker Landjugend gegeneinander antreten. Die „Alkoholisierten Glitzerfeen“, eigentlich als achte Mannschaft gemeldet, tauchen bis zum Spielbeginn um 12 Uhr nicht auf. Also spielen sieben Teams um den Sieg.

Trikots bleiben nicht lange weiß

Die Mannschaft „Dorfkinder“ trägt weiße Trikots. Während der Aufwärmphase versucht die Frauenmannschaft mit den geflochtenen Zöpfen noch, einigermaßen sauber zu bleiben. Dann nimmt ein Spieler der gegnerischen Mannschaft Anlauf und landet mitten im knöcheltiefen Wasser des Spielfeldes. Es ist diese Sekunde, in der alle Sauberkeitspläne aufgegeben werden. Ab sofort geht es mit vollem Einsatz um den Ballbesitz. Schon in Spielminute zwei wird gerutscht und geschliddert, dass die Matschbrocken nur so fliegen.

Auch die Zuschauer bekommen Spritzer ab

Interessierte Zuschauer erkennt man sofort. Sie sind von Kopf bis Fuß mit Schlammsprenkeln übersät. Heinrich Brenneke aus Thönse ist einer von ihnen und möchte eigentlich nur gucken und sauber bleiben. Er verfolgt die Spielzüge von Enkeltochter Franka, die ihren Gegnern nichts schenkt. Nach dem Spiel fällt die übliche Umarmung zwischen Opa und Enkelin ausnahmsweise aus. Auch beim Erinnerungsfoto hält der Thönser lieber Abstand zu Mathilda Rode aus Engensen und seiner Franka.

Schlammcatchen, Rugby oder Fußball?

Bat Moderator Michel Stein, Vorstandsmitglied der Landjugend, bei seiner Einführung, den Ball nicht einzuwerfen, sondern zu rollen, haben alle Spieler schon nach wenigen Spielzügen den frommen Wunsch vergessen. Die Teams werfen den Ball ein, und der Kampf ums Leder wird in sekundenschnelle zu einer Mischung aus Schlammcatchen und Rugby. Aber wer bei dem Turnier, bei dem der Spaß im Vordergrund steht, mitspielt, ist robust, unerschrocken und natürlich humorvoll – das zeigen schließlich schon die Mannschaftsnamen.

Landeier gewinnen im Dreck

Die Teams mischen und matschen nach Herzenslust mit. Jedes Spiel dauert zwei Mal fünf Minuten und natürlich sind alle, die auf dem Damm stehen, irgendwie auch Trainer. So kommentiert Henning Schmidtbauer, gebürtiger Oegenbosteler, jeden zweiten Spielzug seiner Landeier mit „sauber, sauber“. Das klingt beim Anblick der Sportler seltsam, scheint aber magische Wirkung zu entfalten. Auch wenn der „Grillsportverein“ mit dem erklärten Ehrgeiz antritt, nach ihren Siegen 2016 und 2017 und dem zweiten Platz im vergangenen Jahr beim zehnten Schlammfußball-Turnier den Pokal mit nach Hause zu nehmen, müssen sie sich den sauber gecoachten „Landeiern“ am Ende geschlagen geben.

Die größte Mannschaft stellt allerdings die Landjugend: 30 Helfer haben fleißig angepackt und haben ein gelungenes zehntes Turnier mit ganz viel Schlamm auf die Beine gestellt.

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Von Patricia Chadde

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