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Wedemark Straßenumbau kostet einige Millionen Euro
Aus der Region Region Hannover Wedemark Straßenumbau kostet einige Millionen Euro
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00:19 28.01.2019
An der Einmündung zum Alten Postweg (links) soll ein kleiner Dorfplatz entstehen. Quelle: Ursula Kallenbach
Wennebostel

Die Arbeiten werden frühestens im Mai/Juni beginnen. Aber definitiv können die Wennebosteler sich darauf einstellen, dass ihre vielfach belastete Straße In Wennebostel – die Ortsdurchfahrt der Kreisstraße 107 – in diesem Jahr umgebaut wird. Die Anlieger werden mit Beiträgen nur für den Fußwegbau herangezogen, heißt es auf Anfrage aus dem Wedemärker Rathaus.

Es ist ein sattes Zwei-Millionen-Euro-Vorhaben, für das Gemeinde Wedemark und Region Hannover jetzt eine Vereinbarung schließen. Der Verwaltungsausschuss hat Bürgermeister Helge Zychlinski in der jüngsten Sitzung dazu grünes Licht gegeben. Auf die Vereinbarung folgen noch mehrere Etappen im Verfahren, bis dann die Bagger in Sicht kommen.

Die Region Hannover hatte für den Ausbau der Kreisstraße 107 etwa eine Million Euro bereits zugesagt. „Im Haushalt ist für 2019 ein Ansatz von 250.000 Euro eingeplant zuzüglich eines Haushaltsrests in Höhe von etwa 1,0 Millionen Euro“, bestätigt Regionssprecher Klaus Abelmann aktuell. In diesem Haushaltsansatz seien die möglichen Baupreissteigerungen bereits berücksichtigt.

Anlieger zahlen nur für Ausbau des Fußwegs

Ein Grund für die Vereinbarung war, dass für diese Kreisstraße die Gemeinde Wedemark einen Anteil von einer knappen Million Euro auf sich nehmen muss, um einen neuen Regenwasserkanal zu bauen. Im Zuge der Straßenerneuerung wird die Kommune das überlastete Regenwasser-Kanalnetz des Ortes sanieren – das heißt, vor dem eigentlichen Straßenbau. „Es wäre sonst Geldverschwendung“, stellt Gemeindesprecher Ewald Nagel fest. Der finanzielle Beitrag der Gemeinde stehe schon lange im Haushalt. Neben dem Kanal sei die Gemeinde auch für den Bau des Fußwegs zuständig. 300.000 Euro seien dafür zusätzlich zu der einen Million Euro im Haushalt 2019 angesetzt – der gleichwohl noch nicht verabschiedet ist. Nur für den Fußweg, so Nagel, werden die Anlieger Beiträge zahlen müssen. In der Höhe seien diese zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu beziffern.

Den Regenwasserkanal dort zu erweitern, sei notwendig, um eine bei Starkregen regelmäßige Überflutung von Gebäuden und Flächen zu vermeiden, führt Wennebostels Ortsbürgermeister Hans-Joachim von Einem an. Er steht immer wieder im Gespräch mit Gemeinde, Region und der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Dabei ging es um viele Verbesserungen für die Wennebosteler. So kann von Einem viele Punkte außer den genannten anführen, die nun in der Planung berücksichtigt seien.

Neuer Kanal soll Überschwemmungen verhindern helfen

Der Gehweg an der Einmündung zur Lindenstraße, der Ortsdurchfahrt der L 383, soll verlegt und insgesamt verbreitert und somit sicherer gestaltet werden.

An der Einmündung in die K 107 von der Lindenstraße zeugt das heruntergefahrene Fußwegpflaster auch von der Nutzung durch Schwerlastverkehr. Quelle: Ursula Kallenbach

Das gilt an der Einmündung ebenso für Radfahrer wie auch für Abbieger. Die K 107 ist auch Durchfahrtstraße in Richtung Gailhof und Autobahn. Mit einer künftig verändert geführten und verengten Fahrbahn soll zudem erreicht werden, das Tempo auf der Strecke zu reduzieren. Geplant ist, die Kurvendurchfahrt der K 107 zu entschärfen. Der vielfach alte Baumbestand entlang der Straße soll mithilfe von Fahrbahnverengungen und Wurzelbrücken langfristig geschützt werden; ein Baumsachverständiger soll den Straßenausbau begleiten. Für Menschen mit Behinderungen werden in dem Abschnitt die Bordsteine abgesenkt und Markierungen aufgebracht, die ihnen ein sicheres Überqueren der Fahrbahn ermöglichen. Neben besserer Beleuchtung steht außerdem ein neuer kleiner Dorfplatz an der Einmündung zum Alten Postweg auf der Liste der geplanten Arbeiten.

Im Sommer werde begonnen, schätzt der Ortsbürgermeister. Seine Hoffnungen? „Dass die Belastungen für die Anlieger und Bürger möglichst gering sind, und dass die Bäume entlang der Straße keinen Schaden nehmen und für die Zukunft gut geschützt sind.“ Überlegungen zum Ausbau gebe es seit 2013. Der Beschluss zum Ausbau ist von Einem zufolge seit 20.Juni 2016 rechtskräftig.

Nach Förderzusage drei Monate bis Umbau

Nicht geregelt in einer solchen Vereinbarung zwischen Kommune und Region ist der Bauablauf, der die Anlieger im Ort gerade dringend interessiert. „Die Bauzeit und der Bauablauf sind von weiteren äußeren Einflüssen abhängig, die nicht allein in der Hand der Region Hannover oder der Gemeinde Wedemark liegen“, begründet Regionssprecher Klaus Abelmann. Dies betreffe etwa die Förderzusage durch das Land, den Erfolg der Ausschreibung, die Koordinierung der Bauabläufe mit Baufirma, Polizei, Verkehrsbehörde und weitere notwendige Abstimmungen.

Abzuhaken sind auf dem Weg zum Baubeginn also, wenn die Politik der Gemeinde Wedemark der Vereinbarung zustimmt hat und diese unterzeichnet ist, noch diese Stationen: Die Vereinbarung geht an den Fördergeldgeber Land Niedersachsen. Das Land stellt Finanzhilfen zur verkehrlichen Infrastruktur bis zu 75 Prozent auf der Grundlage des Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (NGVFG) bereit. Liegt die Bewilligung dieser Förderung vor, kann die Region den Bau ausschreiben. Das dauert in der Regel zwei Monatet. „Nach Vorliegen der Förderzusage werden also noch zwei bis drei Monate vergehen, bis der Umbau der K 107 starten kann“, verdeutlicht der Regionssprecher.

Von Ursula Kallenbach

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