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Wedemark Tischlerinnung Burgdorf spricht 17 Gesellen frei
Aus der Region Region Hannover Wedemark Tischlerinnung Burgdorf spricht 17 Gesellen frei
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18:06 28.07.2019
Haben erfolgreich bestanden: Die 17 Gesellen der BBS Burgdorf. Quelle: Valerie Kruse
Wennebostel/Burgdorf

Geschafft: 17 Tischler haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und dürfen sich von nun an Geselle nennen. Darunter sind auch vier Frauen. Drei Jahre lang haben sie sich alles nötige Wissen angeeignet. Nach bestandener Theorieprüfung, dem Planen und Bauen eines Gesellenstücks und einer erfolgreich abgelegten Arbeitsprobe nahmen sie bei einer Feier in Wennebostel ihren Gesellenbrief entgegen.

Hartmut Knoke, Obermeister der Tischlerinnung Burgdorf, gratulierte ihnen und zeigte in seiner Rede die Perspektiven auf: „Die Zukunft der Gesellen ist durch Herausforderungen geprägt.“ Zum einen müssten sie den wachsenden Kundenwünschen gerecht werden, zum anderen den Wandel der Zeit im Auge behalten, da die Digitalisierung auch in diesem Beruf eine immer größere Rolle spiele.

Auszubildende wechseln den Beruf

Trotz der wachsenden Anforderungen macht die kreative Arbeit mit Holz den Beruf des Tischlers weiterhin sehr attraktiv, bestätigt Klassenlehrerin Anne Frick von den Berufsbildenden Schulen Burgdorf: „Ich finde es auch sehr interessant zu sehen, dass sich die Auszubildendenstruktur in der Klasse zunehmend ändert. Früher kamen die zukünftigen Gesellen direkt von der Schule, heute haben sie bereits andere abgeschlossene Berufsausbildungen oder schon studiert.“

Zwei von ihnen sind Anne Karsch und Florian Blumberg. Beide haben in einer Tischlerei in der Wedemark ihr Handwerk erlernt und sind in Burgdorf zur Schule gegangen. „Ich habe ursprünglich Erzieher gelernt und auch in dem Beruf gearbeitet“, sagt der 31-jährige Blumberg. Der Hannoveraner wollte etwas Neues machen, bei dem er das Ergebnis seiner Arbeit direkt sehen kann, erzählt er. Deshalb habe er sich für den Tischlerberuf entschieden. Jetzt ist der 31-Jährige Jahrgangsbester mit seinem selbst gebauten Esstisch. Auch Karsch – sie hat das zweibeste Prüfungsergebnis – wechselte von einem anderen Beruf zur Tischlerei. Die studierte Archäologin arbeitete zehn Jahre lang in ihrem Beruf, war viel auf Reisen – und vermisste auf Dauer die Ortsgebundenheit. „Für handwerkliche Dinge habe ich mich schon immer interessiert, insofern passt der Beruf des Tischlers ganz gut“, sagt die 33-jährige Hannoveranerin. Ihr Gesellenstück ist ein Lowboard für einen Plattenspieler. Auf die Frage, was für beide als Nächstes ansteht, antworten sie einstimmig: Urlaub.

Die Tischlerinnung zeichnete bei der Freisprechung Eric Jo Bannert aus Isernhagen für seinen Schreibtisch und Jan Hartkopf aus Burgdorf für seinen Schaukelstuhl aus. Beide Gesellenstücke punkteten bei der Jury mit ihrer guten Form. Zur Tischlerinnung Burgdorf gehören Betriebe aus Burgdorf, Burgwedel, Isernhagen, Lehrte, Sehnde, Uetze und der Wedemark. Die besten Gesellenstücke sind in den Volksbank-Filialen in Mellendorf und Burgdorf zu sehen.

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Von Valerie Kruse

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