Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Wennigsen Kinder sind nach fünf Minuten in Sicherheit
Aus der Region Region Hannover Wennigsen Kinder sind nach fünf Minuten in Sicherheit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 15.05.2017
Von Ingo Rodriguez
Nur eine Notlösung: Weil es derzeit keinen besseren Fluchtweg aus den Krippenräumen gibt, bringen die beiden Erzieherinnnen Katrin Sonnemeyer-Gross (links) und Jacky von Willisen bei der Brandschutzübung das Krippenkind Milian (1) durch ein Fenster in Sicherheit. Quelle: Ingo Rodriguez
Bredenbeck

Für das Kita-Personal und die Kinder gab es von Feuerwehr kurz nach dem Ende der Übung ein großes Lob: "Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war die Kita schon komplett geräumt. Alle Kinder und Mitarbeiter waren bereits fünf Minuten nach der Alarmierung auf dem Sammelplatz in Sicherheit", sagte der für den Ablauf der Brandschutzübung zuständige Michael Hirt von der Einsatzabteilung bei der Nachbesprechung.

Er hatte gemeinsam mit Kita-Leiterin Katrin Werner im Vorfeld äußerst realistische Rahmenbedingungen ausgearbeitet. "Ich habe um 10 Uhr telefonisch einen Notruf abgesetzt, dann wurden die Kinder vom Personal ins Freie gebracht", sagte Werner. Die Leiterin hatte für dieses Notfall-Szenario mit ihren Mitarbeitern und den insgesamt 81 Jungen und Mädchen in den vergangenen Wochen mehrfach geübt, wie das Gebäude bei einem Brand verlassen werden soll. "Über das Treppenhaus und den Haupteingang zum Spielplatz auf dem Außengelände und die angrenzende Sammelstelle", beschrieb Werner noch einmal den Weg.

Den genauen Zeitpunkt der offiziellen Brandschutzübung hatte die Leiterin jedoch nicht verraten. Trotzdem verlief die Räumung ebenso reibungslos, wie das Vorgehen der Einsatzkräfte. "Wir waren fünf Minuten nach dem Alarm in der Halle, haben uns umgezogen und sind zum Einsatzort an der Wennigser Straße abgerückt, um eine Wasserversorgung aufzubauen und einen Atemschutztrupp zur Erkundung in das Gebäude zu schicken", fasste Hirt die den Ablauf zusammen.

Die Initiative zur der Brandschutzübung hatte die Kita-Leitung ergriffen. "Um zu sehen, ob die Rettungswege ausreichen, um unter realistischen Bedingungen die Räumungszeit zu überprüfen und um mögliche Mängel aufzudecken", sagte Werner. Eine unverzichtbare Notwendigkeit wurde bei der Übung dann auch deutlich. "Es muss ein zusätzlicher Fluchtweg aus den Räumen der Krippe gebaut werden", sagte Übungskoordinator Hirt. Das Bauamt der Gemeinde hatte dies laut Kita-Leitung zwar schon im vergangenen Jahr bemängelt, aber bislang trotzdem keinen weiteren Rettungsweg eingerichtet.

Das Problem: "Der kürzeste Fluchtweg ist aus einem Fenster, durch das dann auch die Krippenkinder gehoben werden müssen, weil ansonsten durch das Gebäude gleich drei Türen zu öffnen wären", begründete die Kita-Leiterin den Missstand. Laut Feuerwehr wird aber nicht nur deshalb dringend ein zusätzlicher Fluchtweg benötigt. "Eine Alternative ist ein Muss, weil es ja auch im Treppenhaus am Fenster brennen könnte", erneuerte  Übungskoordinator Hirt die Forderung.

Die Übung deckte aber auch noch weitere Mängel auf: "Es fehlen in einigen Räumen Rauchmelder, und es gibt keinen Übersichtsplan für die Fluchtwege", nannte Hirt Beispiele. Die Kritikpunkte sollen nun der Gemeinde und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) als Kita-Träger in einem Bericht mitgeteilt werden. Für die Kinder waren nach dem Übungsende aber die Feuerwehrautos interessanter als die Nachbesprechung - wie sich bei einer Fahrzeugbesichtigung mit Kübelspritzenaktion eindrucksvoll zeigte.

Das war eine Premiere im doppelten Sinne: Im Amtsgericht Wennigsen haben Bewohner vom Haus Gehrden eine Austellung eröffnet. Zum ersten Mal überhaupt sind Kunstwerke der Einrichtung im Amtsgericht zu sehen.

15.05.2017

Überraschende Kehrtwende: Weil der Gesetzgeber künftig doch wieder die langfristige Verwendung von Klärschlamm in der Landwirtschaft erlaubt, muss die Gemeinde Wennigsen kein Dach über dem Schlammlagerplatz an der Kläranlage Evestorf bauen. Dadurch können knapp 500 000 Euro eingespart werden.

Björn Franz 15.05.2017

Die Straßennamen im Neubaugebiet Klostergrund sollen einen lokalen Bezug haben. Darauf haben sich die Mitglieder des Ortsrates geeinigt. Bei ihrer nächsten Sitzung am 27. September wollen sie die Namen festlegen - zuvor haben Bürger die Möglichkeit, entsprechende Vorschläge zu machen.

Björn Franz 14.05.2017